Bericht: Miner gaben in den letzten 1,5 Jahren angeblich 15 Mrd. USD für den Kauf von Grafikkarten aus
Einem Bericht nach haben Ethereum-Miner in den letzten eineinhalb Jahren 15 Milliarden US-Dollar alleine für Grafikkarten ausgegeben, weitere Komponenten und Energiepreise sind demnach noch gar nicht mit eingerechnet. Derweil geht bei immer mehr Minern die Rechnung nicht mehr auf.
Analysten von Bitpro Consulting schätzen, dass Ethereum-Miner in den letzten eineinhalb Jahren Grafikkarten im Wert von 15 Milliarden US-Dollar gekauft haben. Ausgaben für weitere Technik sowie Energiepreise sind also noch gar nicht eingerechnet. Projiziert man diese Zahlen auf die verkauften GPU-Einheiten, könnten zehn Prozent aller dedizierten Radeons und Geforces in Mining-Systeme gewandert sein.
Errechnet haben das die Kollegen von Tom's Hardware. So wurde laut JPR im Jahr 2021 mit Desktop-Grafikkarten ein Umsatz von 51,9 Milliarden Dollar generiert, verteilt auf 49,021 Millionen Einheiten. Hieraus ergibt sich ein Durchschnittspreis von 1.056 US-Dollar pro Einheit. Zur besseren Einordnung sei an der Stelle angemerkt, dass der Durchschnittspreis für eine High-End-Grafikkarte im dritten Quartal 2019 bei der Hälfte dieses Wertes lag.
Jedenfalls schätzen die Kollegen anhand des ungefähren Durchschnittspreisen, dass Ethereum-Miner vom vierten Quartal 2020 bis zum Ende des ersten Quartals 2022 etwa 14,2 Millionen GPUs an Land zogen. In dieser Zeit sollen 73,55 Millionen dedizierte Desktop-Grafikkarten über die Ladentheken gewandert sein. 14,2 von 73,55 Millionen sind 19,31 Prozent, also fast ein Fünftel des Marktes. Hier merken die Kollegen jedoch an, dass sich der Markt der Standalone-GPUs mit einem Verhältnis von 50:50 auf mobile und Desktop-Modelle aufteilt. Damit landet man also bei zehn Prozent aller Grafikkarten aufseiten der Miner.
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Die Rechnung ist natürlich alles andere als trennscharf, zumal sie mehrere Zeiträume und Zahlen unterschiedlicher Institute miteinander vermischt. Auch lässt sich keine Aussage dazu treffen, mit welcher Technik sonst noch alles virtuelles Geld generiert wurde. Teilweise hatten Miner ja auch Laptops für ihre Zwecke aufgestellt, mitunter kamen auch spezielle Mining-GPUs zum Einsatz.
Mining mit GPUs: Schürfer bangen um ihre Einnahmen
Derweil greif Bloomberg in einem Bericht noch einmal den Preisverfall bei Kryptowährungen auf, über den wir unlängst ebenfalls berichteten. Bei Bloomberg kommen nun einige Betroffene zu Wort. Sie hatten viel Geld in ihre Rigs investiert, damit aber teilweise erst spät begonnen - und bleiben nun auf ihren Ausgaben sitzen. Mit "The Merge" bahnt sich zudem ein schon lange im Raum stehendes Upgrade an, bei dem das Ethereum-Netzwerk von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake umgestellt werden soll. "The Merge" soll die in Verruf geratenen Währungen ein sauberes Image verpassen, da der Energieverbrauch auf einen Schlag um 99 Prozent gesenkt würde. Miner, die teure Hardware anschaffen mussten, wären damit aus dem Spiel. Zumindest würde dies für betroffene Währungen gelten.
Miner reagieren auf den Preisverfall und den "Merge" unterschiedlich. Zwei von Bloomberg genannte Schürfer planen beispielsweise, ihren Grafikkartenbestand zu verkaufen und ihre Einrichtung im Bundesstaat New York zu nutzen, um die Ausrüstung anderer Miner gegen Gebühr zu hosten. Da aber viele Ethereum-Miner nach dem "Merge" überstürzt verkaufen könnten, ist zu erwarten, dass die GPU-Preise weiter fallen. Mike Lam, ein 38 Jahre alter Ingenieur aus den USA, hat in den vergangenen 12 Monaten lediglich 5.000 Dollar erschürft, hatte aber 30.000 in Hardware investiert. Zudem zahlt er 650 Dollar pro Monat an den örtlichen Stromversorger. Auch andere Schürfer befürchten, ihre Ausgaben nicht wieder einzuspielen.
Quelle: Tom's Hardware, Bloomberg

Die Leute wussten worauf sie sich einlassen .
Hoffentlich sind mit der 4000er Gen wieder Grakas zu UVP Preisen verfügbar meine 1080 will in Rente
Privatminer mit ein paar Rigs im Keller gibt es zwar auch, aber der Großteil sind riesige Miningfarmen die größenmäßig im Bereich Rechenzentrum liegen.
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Die kaufen ihre GPUs entsprechend nicht bei Alternate und Co., sondern bei der Firma, die sie der Firma verkauft die an Alternate weiterverkauft. Pallettenweise.
Und das ist schon eher nachzuvollziehen.
Ich möchte nicht wissen, unter welchen Bedingungen und von wem so manche GPU oder Antminer hergestellt wird...
Das Miner 20 Prozent des Gesamtjahresumsatzes ausmachen, überrascht mich trotzdem. Bedenkt man wieviel Geld mit Einsteiger-/Mittelklassekarten und mit Mobile-GPUs umgesetzt wird, die für Miner alle relativ uninteressant sind, könnten das im High-End-Bereich 1/3 bis die Hälfte aller für Grafikkarten gezahlten Euros sein und aufgrund des direkten Einkaufes in Asien dürfte der Durschnitt aller Miner Netto nicht wesentlich mehr zahlen als der hiesige Gamer im Laden für die gleiche Karte.
Wenn sich so eine Gelegenheit bietet, dann nutzen es viele und das kann man nicht soviel einwenden, Außer den Umweltschutz.
PS: mir ist natürlich klar das es noch schlimmere Ausgeburten in unserer Welt gibt, aber die oben aufgezeigten Dinge werden sehr gern mal ausgeblendet wenn über Krypto-Währungen gesprochen wird.
Finde solche behauptungen nicht representativ
Privatminer mit ein paar Rigs im Keller gibt es zwar auch, aber der Großteil sind riesige Miningfarmen die größenmäßig im Bereich Rechenzentrum liegen.
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Die kaufen ihre GPUs entsprechend nicht bei Alternate und Co., sondern bei der Firma, die sie der Firma verkauft die an Alternate weiterverkauft. Pallettenweise.
Und das ist schon eher nachzuvollziehen.