Nvidia: Finanzchefin prognostiziert GPU-Lieferengpässe bis Ende des Jahres
Im Finanzbericht von Nvidia zum abgelaufenen Geschäftsquartal ließ Finanzchefin Colette Kress mit einer schlechten Prognose aufhorchen: Bis Ende des Jahres erwarte der GPU-Hersteller Lieferengpässe.
Nvidias jüngster Umsatzbericht für das dritte Quartal 2024 konnte erneut mit einem lukrativen Ergebnis aufwarten. Im Vorjahresvergleich steht ein Umsatzplus von 94 Prozent zu Buche. Der Nettogewinn ist in diesem Vergleich sogar um satte 109 Prozent gestiegen, was auch an den KI-Beschleunigern der Blackwell-Generation liegt - immerhin stammen 87,7 Prozent des Nvidia-Umsatzes aus dem Datenzentren-Segment. Neben den Fabelzahlen ließ Finanzchefin Colette Kress im Zuge des Investorengesprächs aber auch mit einer Prognose aufhorchen, die Ungutes für die kommenden Wochen befürchten lässt.
"Q3 war ein großartiges Quartal für Gaming mit Notebook-, Konsolen- und Desktop-Umsätzen, die gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr alle gewachsen sind. [...] Obwohl die Verkaufszahlen im 3. Quartal sehr gut waren, erwarten wir, dass der Umsatz im vierten Quartal aufgrund von Lieferengpässen im Vergleich zum Vorquartal zurückgehen wird."
Nvidia-CFO Colette Kress via Tom's Hardware
Das Stichwort sind die angesprochenen Lieferengpässe, die Erinnerungen an die aus Kundensicht albtraumhaften Jahre der Coronapandemie wach werden lassen. Die Konsequenzen einer erneuten Verknappung des Angebots sind nicht absehbar, das Portal Tom's Hardware spekuliert über einen erneuten Anstieg der Preise oder komplett leer gefegten Lagern, ehe die RTX 5000 Anfang nächsten Jahres ihr Debüt feiert. Ein erstes Signal in dieser Richtung hat der GPU-Markt bereits jetzt ausgesendet: High-End-Modelle wie die RTX 4090 sind inzwischen kaum oder nur zu überhöhten Preisen verfügbar. Unbestätigte Gerüchte über eine bereits beendete Produktion der RTX-4000-Serie stehen in diesem Kontext seit geraumer Zeit im Raum. Ein weiteres Szenario, das in dem Bericht gezeichnet wird, ist auch eine Ausweitung der Knappheit auf die RTX-5000-Generation, die sich erst im Laufe des Jahres erholen könnte.
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Geht natürlich nur auf Märkten mit wenig Konkurrenz und Angebot.
Ist schon schlau eingefädelt, das muß man denen lassen. Erstens ist seit der Pandemie-Zeit alles auf den Herbst/Winter fokussiert. Die Käufer halten also lange ihr Geld zurück um auf neue Modelle zu warten. Während der Abverkäufe sind die Preise relativ hoch (trotz Black Friday etc) und somit normalisiert sich bei den Verbrauchern die Situation mit hohen Preisen, man gewöhnt sich daran. Sobald neue Modelle vorgestellt und released werden, schlagen viele zu und die Produktion kann natürlich nicht mit der Nachfrage mithalten, also steigen die Preise weiter bzw. erneut. Sobald einzelne andere Komponenten (zB CPU/Mainboards/Speicher/etc) mal wirklich günstig erhältlich sind, schlagen wieder viele zu und holen sich dann auch gleich eine der jetzt teuren Grafikkarten dazu, man möchte ja jetzt nicht noch länger warten. Dazu dann noch die Scalper, die niedrige Vorräte ausnutzen und aufkaufen, und Mondpreise verlangen.
Das gibt bestimmt ne schöne Shitshow Anfang nächsten Jahres, wenn die 50xx-RTX rauskommen. Bin mal gespannt, wann/ob sich Preise allgemein wieder normalisieren. Ich kann jedenfalls nur dazu raten, weiter abzuwarten. Mindestens bis Ende Frühling, wahrscheinlich sogar bis zum Sommer. Bis dahin ist auch alles released und die meisten Kinderkrankheiten behoben. Sobald die Nachfrage nachlässt, gehen auch die Preise wieder in tiefere Bereiche.
Bitte kauft nicht bei Scalpern. So wichtig kann eine GPU gar nicht sein, dass man für die ohnehin schon so teure Hardware noch ein paar Hunderter Trinkgeld oben drauflegt für irgendwelche faulen Säcke die einfach nur die Verknappung zur Bereicherung ausnutzen.
Kauft Leute, kauft! Denn ohne eine 5090 kann man nicht mal Tetris vernünftig in 500K mit PT zocken!