Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

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Quelle: diy.pconline.com.cn

Grafikkarten sind teuer und die Anschaffung damit durchaus eine Rechenaufgabe. Eine Alternative bietet nun der Anbieter zed-up.de, der aktuelle Grafikkarten auch monatsweise verleiht. Eine Geforce GTX 1080 beginnt dann bei 30 statt 500 Euro - zwar zeitlich begrenzt, aber vielleicht ausreichend für eine Runde durch das aktuelle Grafikschmankerl.

Technisches Equipment ist teuer und wenn es nicht häufig gebraucht wird, lohnt sich die Investition selten. Fotografen etwa kennen das. Da werden Kameras oder Objektive, aber auch Zubehör wie Beleuchtung schon mal geliehen, wenn man die Ausstattung nicht regelmäßig braucht. In Hollywood werden Filme quasi nur mit Leihequipment realisiert.

Angesichts der aktuell hohen Grafikkartenpreise liegt der Gedanke nach einem Leihgerät in nicht allzu weiter Ferne. Wer ohnehin aus welchen Gründen auch immer nur ab und an die volle Grafikkartenleistung braucht, der kann diese auf zed-up.de mieten. Wer sonst nur League of Legends spielt, aber zum Beispiel jüngst mal in Far Cry 5 reinschauen wollte, könnte an Leihware Interesse haben, etwa so wie einen Mercedes Sprinter zum Umzug oder einen Ferrari California für das sonnige Wochenende.

Angeboten werden derzeit Grafikkarten der Typen Geforce GTX 1050 Ti (ab 10 Euro pro Monat) bis GTX 1080 und eine Radeon RX 580. Die Kosten variieren je nach Karte und Laufzeit. Eine Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix, die aktuell nicht mehr lagernd ist, kostet beispielsweise 515 Euro im Direktverkauf, ein Monat Miete liegt bei 30 Euro, zwei Monate bei 55 Euro (27,50 Euro pro Monat). Je nach weiterer Laufzeit sinkt der Preis pro Monat auf 24 Euro (sechs Monate), 21,83 Euro (zwölf Monate) oder 21,43 Euro (24 Monate). Nach 24 Monaten liegt der Miet- oder Kaufpreis auf gleicher Höhe. Versandkosten fallen dabei keine an. Laut Anbieter erspart man sich mit Leihgeräten das Risiko des Wertverlustes und die Gefahr vor Defektkosten. Vor allem aber dürfte die Tatsache interessant sein, dass man zu einem recht niedrigen Einstiegspreis aktuelle Hardware bekommt, um The Witcher 3 in voller Pracht durchzuspielen - oder ein anderes Spiel. Alternativ gibt es im Moment auch Services wie Geforce Now oder bald auch Blade Shadow.

Was glauben Sie? Sind Leihgrafikkarten für Spieler ein Zukunftsmodell oder sollte man doch lieber den großen finanziellen Brocken in Eigentum investieren?

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    • Kommentare (79)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MMOGamer75 Schraubenverwechsler(in)
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Grundsätzlich ne richtig coole Idee. ABER das Konzept der Firma verstehe nicht ganz. Gehen wir mal davon aus, dass jedes Jahr eine neue GraKa Generation erscheint und ich möchte immer up to date bleiben. Also würde ich mir einen 12 Monatsvertrag z. B. aussuchen. So, bei 12 Monaten muss ich nun bei einer 1080er GTX 465 Euro bzahlen. Klar ist das immernoch günstiger als eine 1080er zu kaufen, ABER der Sinn der Miete ist doch, dass ich nicht auf einmal einen großen Betrag zahlen muss, sondern einen geringeren, monatlichen. Ich hätte jetzt erwartet, dass das Unternehmen mich eine Laufzeit auswählen lässt und ich dann einen Vertrag abschließe, ähnlich wie bei Handyverträgen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich 12 Monate lang einen Betrag X zu zahlen. Wenn ich jetzt auf einmal 465 Euro zahlen soll, kann ich auch noch einen Monat länger sparen und mir dann eine 1080er für ca. 580 Euro kaufen.
        So habe ich doch nichts gewonnen.

        Also aus meiner Sicht eine Gute Idee, die in diesem Fall jedoch nicht gut umgesetzt ist. Das machen Media Markt und Co. besser.
      • Von MMOGamer75 Schraubenverwechsler(in)
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Grundsätzlich ne richtig coole Idee. ABER das Konzept der Firma verstehe nicht ganz. Gehen wir mal davon aus, dass jedes Jahr eine neue GraKa Generation erscheint und ich möchte immer up to date bleiben. Also würde ich mir einen 12 Monatsvertrag z. B. aussuchen. So, bei 12 Monaten muss ich nun bei einer 1080er GTX 465 Euro bzahlen. Klar ist das immernoch günstiger als eine 1080er zu kaufen, ABER der Sinn der Miete ist doch, dass ich nicht auf einmal einen großen Betrag zahlen muss, sondern einen geringeren, monatlichen. Ich hätte jetzt erwartet, dass das Unternehmen mich eine Laufzeit auswählen lässt und ich dann einen Vertrag abschließe, ähnlich wie bei Handyverträgen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich 12 Monate lang einen Betrag X zu zahlen. Wenn ich jetzt auf einmal 465 Euro zahlen soll, kann ich auch noch einen Monat länger sparen und mir dann eine 1080er für ca. 580 Euro kaufen.
        So habe ich doch nichts gewonnen.

        Also aus meiner Sicht eine Gute Idee, die in diesem Fall jedoch nicht gut umgesetzt ist. Das machen Media Markt und Co. besser.
      • Von Gast1719868203
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Zitat von sinchilla
        gute idee, leider kein passendes angebot für mich...ne 1080ti sollte es scho sein, ein zwei monate testen ob die mehrleistung den preis rechtfertigt.
        Finde das auch cool. Man kann heute auch alles mieten oder leasen, warum also nicht auch Hardware. Man will ein Spiel zocken was mietet sich dazu die passende grafikkarte. Why not?
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Artikel erscheint auf PCGH --> Leute nehmen das Angebot wahr/Nachfrage steigt --> Menge verfügbarer 1050Ti-Karten sinkt --> Preis steigt. Nennt sich Marktwirtschaft.
      • Von Edelhamster BIOS-Overclocker(in)
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Finde ich jetzt schon *******, dass die drei Tage nach dem Artikel hier auf PCGH die Preise mal eben um 30% erhöhen.
        Die 1050ti bei einem halben Jahr Laufzeit mal eben von 7€ und nen paar zerquetschte hoch auf 10€/Monat?
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        AW: Leihen statt Kaufen: Händler bietet Grafikkarten auf Monatsbasis

        Ich habe mir eben mein Gehäuse angeschaut und festgestellt, dass ich wohl kaum eine Miet-GPU dort unterbringen könnte, da das Gehäuse eine Maßanfertigung ist und millimetergenau für meine GPU gebaut ist. Interessant ist das Modell allemal, auch wenn ich im Falle eines Ausfalls wahrscheinlich eher auf den Grafikchip im Prozessor zurückgreifen würde. Ich habe letztes Jahr geschlagene drei Monate bei Mindfactory auf meine GPU gewartet (ehe ich sie dann bei einem freundlicheren Händler gekauft hatte) und währenddessen auch auf den Grafikchip zurückgegriffen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber es geht.
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