HBM2-Speicher: JEDEC veröffentlichte JESD235A-Standard
Die JEDEC hat schon im November HBM-Speicher standardisiert und der Technologie damit einen festen Rahmen gegeben. Während HBM1 auf einigen Radeons schon verfügbar ist, ist vor allem HBM2 spannend. Der wird bis zu 32 GiByte pro Karte erlauben und eine Verdopplung des Taktes auf 1.000 MHz.
Während AMD bereits HBM-Speicher auf einigen Modellen der Radeon-Serie einsetzt und Nvidia möglicherweise dieses Jahr die ersten Modelle mit HBM-Speicher auf den Markt bringt, hat die JEDEC den Einsatz von HBM mit standardisiert. Die JEDEC, früher Joint Electron Device Engineering Council und heute JEDEC Solid State Technology Association, ist eine der großen Organisationen, die sich um die Standardisierung von Halbleitern bemüht. JEDEC-Standards sind den meisten Anwendern von Speicherbausteinen bekannt.
JESD235A, der Standard für High Bandwidth Memory (HBM) DRAM, kann seit November 2015 bei der JEDEC eingesehen werden. Spezifiziert sind bis zu acht Gigabyte pro Stapel (zu 1.024 MiByte) und bis zu 1.000 MHz Takt als HBM2, was einen Gesamtausbau von bis zu 32.768 MiByte erlaubt. Unter HBM1 wurde das auf Radeons bereits verbaute Konzept standardisiert, das vier Stapel zu 512 MiByte pro Schicht bei 500 MHz vorsieht und damit einen Maximalausbau von 4.096 MiByte erlaubt. An der Spannung von 1,2 Volt wurde nicht gedreht - auch nicht am Interface mit 1.024 Bit pro Stapel. Da wie bei HBM1 nicht mehr als vier Stapel standardisiert sind, bleibt es bei 4.096 Bit.
Die JEDEC hat damit das in eine Form gegossen, was schon seit einiger Zeit im Gespräch ist. Mit HBM2 wird HBM dann besonders spannend, weil die Grenze von vier Gigabyte gefallen ist. Auf flotten Spielerechnern gelten 4 GiB heute als halbwegs zukunftssicheres "Must Have". Für Enthusiasten-Karten wäre aber mehr angebracht. Das wird mit HBM2 möglich sein.
Allerdings ist die Technik nicht so günstig wie das bisherige Format GDDR5 und auch nicht so günstig wie der geplante Nachfolger GDDR5X. Daher werden AMD und Nvidia sicher HBM2 auf Pascal- und Polaris-Grafikkarten einsetzen, aber das gewiss nicht durch die ganze Bank weg, sondern auf den schnellen und teureren Karten. Der Maximalausbau von 32 Gigabyte ist vor allem bei Firepro und Quadro interessant. Daher liegt es nahe, dass Nvidia HBM2 an den GP100 hängt, der im Endkundenmarkt als Titan und Ti auftauchen könnte. Ob man dann auch das nächstkleinere Modell für die X70/X80 bedenkt, ist schwer zu sagen. Das Thema ist seit Wochen Gegenstand zahlreicher Spekulationen. AMD jedenfalls will HBM2 bei Zen einsetzen, aber das wird noch dauern.

Überall zahlt man für RAM Apothekenpreise, deswegen wollen die Hersteller es auch so gerne verlöten.
So kann man die Lebensdauer eines Gerätes reduzieren, wenn der RAM nach einigen Jahrne nicht mehr reicht muß man ein neues Gerät kaufen.
Bei Schenker o.ä. zahlt man ja für RAM und SSD auch deutlich mehr. Da würde ich die auch selber einbauen, meistens hat man da ja dann auch 3-10 Jahre Garantie auf die einzelnen Speicher.
Da hat man das Macbook Pro mit 4GB RAM gekauft und gleich nach dem kauf relativ günstig auf 16GB aufgestockt.
Auch wenn man es sich leisten kann, warum sollte man viel emrh als den marktüblichen Preis für RAM zahlen?
Aus den hier schon genannten Gründen wäre das keine wirklich gute idee.
Wenn an den ganzen Gerüchten was dran ist, hoffe ich mal, dass Zen mit ~32GB HBM als Arbeitsspeicher daher kommt. Das wäre endlich mal ein Alleinstellungsmerkmal, was sich AMD ordentlich vergüten lassen könnte. Vom Leistungsplus gar nicht zu reden.
Wie ich aber AMD seit Jahren einschätze und kenne kommt da nur Grütze dabei raus und die sinken noch weiter in die roten Zahlen. Die sollen mal endlich aus m Arsch kommen...