Intel wirbt ehemaligen Nvidia-Forscher an, verantwortlich für Raytracing-Hardware
Mit Anton Kaplanyan hat Intel einen weiteren Mitarbeiter angestellt, der ehemals bei einem Konkurrenten tätig war. Kaplanyan arbeitete unter anderem an Nvidias Raytracing-Hardware, in Facebooks VR-/AR-Sparte und bei Crytek. Jetzt ist er Vice President in Intels Grafikforschung.
Schon seit längerer Zeit wirbt Intel vermehrt ehemalige Mitarbeiter von AMD und Nvidia an, um die CPU- und GPU-Entwicklung voranzutreiben. Ein aktueller Neuzugang betrifft dabei Intels Grafiksparte: Anton Kaplanyan wird bei Intel künftig als Vice President der Grafikforschung tätig sein.
Crytek, Nvidia und Facebook
Die neue Position passt gut zum Werdegang von Kaplanyan. Seit 2017 arbeitete er für Oculus beziehungsweise Facebook am Rendering von VR- und AR-Inhalten, und von 2015 bis 2017 war er bei Nvidia tätig. Laut seinem Linkedin-Werdegang hat Kaplanyan dort an der Raytracing-Hardware der RTX-Grafikkarten mitgearbeitet und unter anderem am Denoising und der Anwendung von Machine Learning auf Echtzeitgrafik gearbeitet. Das würde thematisch gut zu Nvidias DLSS passen.
Auch mit Game-Engines hat Kaplanyan offenbar Erfahrung: Von 2008 bis 2011 war er bei Crytek erst als Grafikentwickler und dann als Forscher tätig, bevor er in Karlsruhe einen Doktortitel machte. An Erfahrung in Grafiktechnologien dürfte es ihm somit kaum mangeln.
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Unklar ist bislang, welchen Projekten sich Kaplanyan bei Intel stellen wird. Zwar hat das Unternehmen einen kurzen Artikel über ihn veröffentlicht, von zukünftigen Projekten ist dort aber keine Rede. Denkbar wäre beispielsweise die Mithilfe bei der Entwicklung von Intels XeSS, einer Konkurrenz zu Nvidias DLSS und AMDs FSR. Doch auch abseits davon dürfte es in Intels Grafiksparte zahlreiche Möglichkeiten geben, um neue Technologien zu entwickeln.


MfG Föhn.