Intel Xe-HPG: Kleine DG2-Grafikkarte mit 2,2 GHz im Benchmark gesichtet
Ein mutmaßlicher Vertreter aus Intels kommender Generation an Xe-Grafikprozessoren für den Gaming-Bereich wurde mit Takt und Punktzahl im Geekbench gesichtet.
Wie der Twitter-Kanal @leakbench entdeckt hat, listet ein neuer Eintrag im bekannten Geekbench einen bisher unveröffentlichten Xe-Grafikprozessor mit 128 Execution Units auf. Da es keine Xe-LP-GPUs (Low Power) in den mobilen Tiger-Lake-Prozessoren mit so vielen Kernen gibt, müsse man laut Videocardz davon ausgehen, dass es sich um die langsamste, diskrete Gaming-GPU für das HPG-Segment (High Performance Gaming) mit der Bezeichnung DG2-128EU handelt.
Die getestete GPU wurde den Angaben nach in einem Desktop-System betrieben, das mit einem Intel Core i5-11400T aus Intels Rocket-Lake-Serie ausgestattet ist. Dies sei dem Bericht nach allerdings keine endgültige Bestätigung dafür, dass es sich bei der getesteten DG2-GPU tatsächlich um eine Desktop-GPU handelt, da technische Muster von mobilen GPUs auch auf Desktops getestet werden.
Hoher Takt spricht dafür
Was jedoch aufhorchen lässt, ist der gemeldete Boost-Takt von 2,2 GHz und somit eine Frequenz, die normalerweise von integrierten GPUs nicht erreicht wird. Früheren Gerüchten zufolge könnte die mobile DG2-GPU einen Boost-Takt von unter 1,8 GHz haben, weshalb es sich in der Tat um eine Desktop-DG2-Grafikkarte handeln könnte.
Die DG2-128EU ist laut den bisherigen Informationen der kleinste Grafikprozessor aus der DG2-Familie, die auch 384EU- und 512EU-Varianten umfasst. Diese GPU soll bis zu 1.024 Shading-Einheiten (FP32-Kerne) bieten und wird wahrscheinlich im Einstiegs-/Multimedia-Segment mit Nvidias MX400-Serie und AMDs iGPUs auf "Cezanne"-APUs konkurrieren.
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Performance- und Release-Ausblick
Was die Leistung angeht, so ist die GPU laut Videocardz entweder sehr langsam oder zeigt einfach noch nicht ihr volles Potenzial: Mit einer Leistung von 13.710 Punkten in den Geekbench-V5-OpenCL-Tests liegt sie im Bereich einer GTX 660 Ti oder einem Radeon RX 550-Modell. Jüngsten Gerüchten zufolge könnte Intel die auf der Xe-HPG-Architektur basierende DG2-Modellreihe als Gaming-GPU-Serie für mobile und Desktop-Systeme auf der CES 2022 vorstellen, während man sich seit der Ankündigung der Architektur mit Details bisher weitestgehend zurückgehalten hat.

Es liegt ja nicht nur an der Hardware, Intel muß den Treiber auch erst mal ordentlich für die Spiele optimieren, daran werden sie zumindest am Anfang scheitern!
Darüber hinaus, abseits von den üblichen persönlichen Vorbehalten, gibt es auch keinen Grund, warum hier Intel nicht leistungs- und konkurrenzfähige Hardware abliefern können sollte. Xe-LP liefert bereits eine ordentliche Figur ab, HPG fügt dem ganzen noch Raytracing *) hinzu und skaliert deutlich höher (derzeit bis zu 512 EUs = 4096 ALUs) und hinzu kommt ein deutlich höherer Takt i. V. z. LP, offensichtlich 2+ GHz, d. h. das Design wird per se eine gewisse Minimalleistung aufweisen. Und der Rest darüber hinaus ist eine Frage des Preises. Hier munkelt man zurzeit, dass Intel mit einem sehr aggressiven Preis seinen Einstand vollziehen will und letzten Endes dürfte Intel bei seiner Größe und dem Volumen mit dem die arbeiten, hier zweifellos grundsätzlich einen gewissen Spielraum haben. (Alleine schon bei den OEMs werden die absehbar ein gewisse Volumen platzieren können.)
Interessant wird zudem, wie die Raytracingimplementation leistungstechnisch ausfallen wird und welchen Ansatz man hier grundlegend verfolgt i. V. z. nVidia und AMD. In der aktuellen Architekturiteration gibt es eine RT-Einheit pro Sub-Slice, also pro 16 EUs, d. h. das Topmodell sollte 32 RT-Einheiten haben. Wie sich das leistungstechnisch darstellt ist jedoch noch unbekannt, da man bisher keine Implementationsdetails kennt oder Vergleichswerte zur Hand hat.
*) Ob es zwischen LP und HPG noch mehr architektonische Unterschiede gibt abseits Raytracing und der Anpassungen am SI, ist aktuell unbekannt.
Hauptsache ein weiterer Konkurrent/Anbieter im (preislich) aus dem Ruder laufenden GPU-Markt.
Gruß
Hauptsache ein weiterer Konkurrent/Anbieter im (preislich) aus dem Ruder laufenden GPU-Markt.
Gruß
Es liegt ja nicht nur an der Hardware, Intel muß den Treiber auch erst mal ordentlich für die Spiele optimieren, daran werden sie zumindest am Anfang scheitern!