Intel-Grafikchips: Teaser für deutlich einfacheres Treibermenü [Update]
Jetzt aktualisiert: Intel meint es wohl ernst mit der Entwicklung seiner Grafikkarten und auch mit den dazugehörigen Treibern. Erst einmal für die IGPs aber langfristig sicher auch für Xe soll es eine neue Benutzeroberfläche geben, die deutlich einfacher ist als das, was man bislang kennt.
Update vom 12.03.2019
Neue Runde beim Ankündigen neuer Grafikkartentreiber durch Intel. Es gibt einen weiteren Teaser, der auf das neue Menü der Treiber anspielt. Mit einem 13 Sekunden langen Video will man "A Taste of the Future of Visual Computing Coming Soon" geben. So kurz das Video auch ist, so wenig gibt es zu sehen. Der Ausschnitt auf die Oberfläche ist winzig und überrascht nicht sonderlich. Die Optik ist in recht moderner Intel-Design-Sprache gehalten.
Offenbar gibt es eine einem Auto-Tune ähnliche Funktion, wie sie auch der Wettbewerb anbietet. Da werden installierte Spiele erkannt und "optimale Voreinstellungen" für die Titel getroffen. Den Enthusiasten spricht das meist weiter nicht an.
Diesen Monat will Intel die neue Treiberoberfläche veröffentlichen. Sie ist vor allem einer der Schritte hin zum Anbieter dedizierter Grafikkarten, wofür man das "Treiber-Game", wie die jungen Leute sagen würden, deutlich verbessern muss. Das weiß man wohl auch selber, denn die Entwicklung bezeichnet man als Odyssee.
Für die CPUs ab Ice Lake wird jedenfalls ein größerer Schritt bei den integrierten Grafikchips erwartet, das ist dann Gen 11, und ab 2020 sollen die ersten dedizierten Grafikkarten auf den Markt kommen.
Quelle: Twitter
Original-Artikel vom 15.01.2019
Intel hat offenbar den nächsten Schritt in seiner Treiberentwicklung für Grafikchips getan. Nachdem bereits ein Unified Design angegangen wurde, soll nun die Bedienung der Treiber deutlich vereinfacht werden. Ein entsprechendes Video macht klar, wie sich Intel die Einstellung von Treibern aktuell vorstellt. Ein Meer an Reglern, mit denen sich der Nutzer auseinandersetzen muss. Quasi als würde man ein Weltkriegs-U-Boot alleine steuern.
Damit soll bald Schluss sein, denn "bald"! soll die neue Benutzeroberfläche für Intel-Treiber bereitstehen. Die war zuvor schon eigentlich recht überschaubar gehalten, weil die integrierten GPUs auch gar nicht so viel Spielraum zulassen. Aber im Hinblick auf die Entwicklung von Codename Xe, Intels dedizierter Grafikkarte, dürfte es wohl kaum schaden, wenn man noch ein bisschen Erfahrung mit den integrierten Chips sammelt.
Auch lesenswert: Codename Xe: Intel möchte ab 2020 auch Enthusiasten-Grafikkarten anbieten
Intel Xe (in der eigenen Schreibweise mit hochgestelltem "e") soll 2020 marktreif sein und dann neben Datacenter und AI auch den Enthusiasten-Markt ansprechen. Xe soll außerdem die Grundlage für die kommende Generation integrierter Chips, Gen 12, sein. Damit wäre Intel dann mit drei Säulen aufgestellt - IGP, Mainstreammarkt und Enthusiastenmarkt, wobei letztere sich dann wohl Teile der Datacenter/AI-Technik leihen.
Aufgrund der vielen Ex-AMD-Ingenieure bei Intel dürfte auch absehbar sein, dass sich Intel eher klassisch positionieren wird, also ähnlich wie die beiden großen Mitbewerber. Und das wird auch für die Treiber gelten, wo man ja recht gut beobachten kann, wie das die Mitbewerber handhaben. Treiber sind jedenfalls elementarerer Bestandteil eines jeden Grafikkartenkaufs und bei den IGPs hat Intel zuletzt auch immer wieder noch Luft nach oben bewiesen.
Quelle: Twitter

Intel Snatches Up Tom Peterson (formerly) Of NVIDIA, Will Be Joining As An Intel Engineering Fellow
Intel schnappt sich die Leute bei AMD und Nvidia nach und nach.
FInde das nVidia Treibermenu eigentlich ganz passend, aber ich hab auch grundsätzlich was gegen die Platzverschwendung bei "modern" Designs. Am besten würde mir da ein Mittelweg gefallen, mit all den Vorteilen aber ohne die Nachteile.
Und, dass Intel die Oberfläche mal überarbeitet wird auch bitter nötig.
Ach ja eine Auto-Tune-Funktion... wie schön. Die können sie sich gerne dahin schieben, wo die Sonne nie scheint.
Im Grunde handelt es sich dabei um nichts anderes als ein Tool, das es dem Hersteller der verwendeten Hardware völlig legal ermöglicht Benutzerdaten zu sammeln. Ich würde mir wirklich wünschen, das Hersteller von Hardware und Betriebssystemen wieder dazu übergehen würden, die elementaren Notwendigkeiten zur Nutzung der Hardware zur Verfügung zu stellen und es dem User (oder ggf. Schadsoftware^^) zu überlassen, wem er wann welche Daten zur Verfügung stellt.
Hoffentlich schreiben sie die Treiber-UI oo-mäßig sauber in QT mit einem modularen Aufbau wie bei AMD. Dann kann man die Extra-Funktionen in aller Ruhe nach und nach einbauen. Ich mag auch das schlichte Modell von Nvidia, allerdings habe ich keine Lust zig externe Progs zu installieren, um an die Basisfunktionen wie Temp-/Taktüberwachung etc. ranzukommen.
Allerdings halt erst irgendwann mit Icelake in 10nm.
Deshalb hatte ich "gleich" geschrieben.