11 Prozent mehr Gaming-Leistung: Intel beschleunigt Arc-Grafikkarten unter Linux
Intel optimiert seinen Grafiktreiber für Linux und verbessert damit die Gaming-Leistung der Arc-Grafikkarten aus der ersten Generation Intel Xe HPG ("Alchemist") um bis zu 11 Prozent. Die Optimierungen fließen direkt in den neuesten Open-Source-Grafikstack Mesa 3D mit ein.
Intel optimiert seinen freien Grafiktreiber für Linux und verbessert damit auch die Gaming-Leistung seiner Arc-Grafikkarten A770, A750 und A380 sowie deren mobilen Derivaten aus der ersten Generation Intel Xe HPG ("Alchemist") in Sachen Fps um bis zu 11 Prozent. Die Optimierungen fließen gegenwärtig in Mesa 23.2, die nächste große Veröffentlichung des Open-Source-Grafikstack Mesa 3D, mit ein.
Mehr Gaming-Leistung unter Linux
Wie Tom's Hardware zuerst berichtet hat, sollen sich Spieler, die eine Intel Arc A770, Arc A750 oder Arc A380 ihr Eigenen nennen und diese unter Linux betreiben, durch die neuesten Optimierungen und Fehlerkorrekturen für den Open-Source-Grafiktreiber von Intel, über einen lohnenswerten Steigerung der Frameraten freuen. Diese Änderungen fließen direkt in den neuesten Mesa-Code ein und werden fester Bestandteil des Releases von Mesa 3D v23.2 sein. Aktuell ist die Mesa v23.1.3 vom 22. Juni.
11 Prozent mehr Fps in CS:GO
Francisco Jerez, seines Zeichens Entwickler für den Open-Source-Grafiktreiber beim derzeit strauchelnden Chip-Giganten Intel, hat die entsprechenden Codeänderung auf der Entwickler-Plattform GitLab entsprechend diskutiert und kommentiert. Laut Jerez wurden zuvor einige Leistungsmerkmale, die eigentlich standardmäßig aktiviert sein sollten, vom Linux-Kernel versehentlich deaktiviert. Durch das Lösen einiger Handbremsen soll insbesondere die Gaming-Leistung profitieren.
Mehr Gaming-Leistung*
- Counter-Strike: Global Offensive: + 11 Prozent Fps
- GFXBench 5.0 ("AztecRuins"): + 6,5 Prozent Fps
- Shadow of the Tomb Raider: + 5,5 Prozent Fps
*) alle Messungen wurden auf einer Intel Arc A770 durchgeführt.
Außerdem behebt Intel gleich mehrere Probleme mit den Bits "Compressible Partial Write Merge Enable", "Coherent Partial Write Merge Enable" und "Cross-Tile Partial Write Merge Enable" und lässt zudem weitere kleinere Fehlerkorrekturen und Optimierungen in den Grafiktreiber einfließen. Aber nicht nur Arc profitiert.
Auch Intel Meteor Lake profitiert vom neuen Treiber
Mit der Aktualisierung seines Open-Source-Grafiktreibers korrigiert Intel nicht unwesentliche Code-Fehler, welche die Leistung beeinträchtigt haben, und legt damit den Grundstein für einen guten Start der in Meteor Lake integrierten Grafikeinheiten, welche ebenfalls auf Intel Xe HPG ("Alchemist") basieren werden. Bereits heute profitieren Arc-Grafikkarten und Arc-iGPUs von den Optimierungen.
Mesa 3D 23.2 kann ab dem 12. Juli genutzt werden
Während das finale Release von Mesa 3D 23.2 bislang noch kein offizielles Release-Datum besitzt, ist der erste Release Candidate bereits fest terminiert und soll bereits am 12. Juli erscheinen. Drei weitere Release Candidates sollen bis zum 2. August folgen, bevor dann das Release der finalen Version erfolgt. Weitere interessante Details liefert die Development Roadmap von Mesa 3D. Zu diesem Zeitpunkt aktualisieren dann auch die stabilen Distributionen ihre Repositorien. Die Spielerschaft, die selbst Hand anlegen möchte, nutzt mesa3d.org.
Leistungsoptimierungen für Radeon und Vulkan
Neben den Optimierungen für Intel Arc verspricht Valve mit entsprechenden Neuerungen für die RADV-Bibliothek auch Radeon und Vulkan in Sachen Leistung zu optimieren. Über dieses Thema hatte PCGH bereits im April dieses Jahres berichtet.
Linux-Gaming ist auf dem Vormarsch
Spieler, die ihrem Hobby primär am PC nachgehen wollen, müssen nicht mehr notwendigerweise auf Microsofts Betriebssysteme Windows 10 oder Windows 11 setzen. Denn freie Betriebssysteme, sogenannte Distributionen, auf Basis des freien Betriebssystemkernels Linux, haben sich in jüngster Zeit nicht zuletzt dank der Bemühungen von Valve deutlich schneller dem Mainstream angenähert.
Ihre Meinung ist gefragt!
Was halten Sie vom Spielen unter Linux? Ist das freie Betriebssystem für Sie eine Alternative, oder setzen Sie lieber auf Windows 10 und Windows 11? Die Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier registrieren.
Quelle: Tom's Hardware

Ich weiß auch nicht, woher die Häme immer kommt. Mögt ihr Monopole so gerne?
2) Natürlich wird mit Open Source im Allgemeinen und Linux im speziellen Geld verdient. Frag mal Red Hat, Canonical, Amazon (wartet mit FreeRTOS das meistverbreitete embedded/IOT OS), Microsoft (GitHub ist mittlerweile ein MS Produkt), Apple (iOS basiert auf BSD) etc. pp. .
Ja ja ich weiß, hätte man nicht schreiben müssen, jetzt kommen gleich die es ganz anders wahrnehmen angerollt... solln sie doch