Gigabyte & Powercolor: Umsatzeinbrüche wegen Krypto-Mining
Gigabyte und die TUL Corporation (Powercolor) haben ihre Geschäftszahlen für den Juni 2018 veröffentlicht, womit sich die Umsätze für das komplette zweite Quartal zusammenrechnen lassen. Die Quintessenz: Die Verkäufe sind stark rückläufig, offensichtlich weil die Miner von Krypto-Währungen wie Ethereum ihre Investitionen zurückgefahren haben. Das Warten auf Nvidias Turing-Generation könnte die Problematik ein bisschen verstärken.
Seit Mitte Januar sind die Kurse von Krypto-Währungen, allen voran Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), stark gesunken. Letztere Blockchain stellt die größte dar, auf der man mit Grafikkarten effektiv Coins schürfen kann. Spezialisierte ASICs gibt es zwar, diese bieten jedoch kaum Vorteile gegenüber GPUs. Ab dem Frühling 2017 bis Anfang 2018 brach ein regelrechter Krypto-Boom aus, der - wie wir alle wissen - erhebliche Auswirkungen auf den Grafikkartenmarkt hatte. Professionelle Mining-Unternehmen haben Tausende Exemplare gekauft und auch private Miner haben sich das eine oder andere System zum Schürfen von Coins aufgestellt. Mit dem vorerst abgestorbenen Hype bleiben solche Investitionen aus, was sich in den aktuellen Geschäftszahlen der AMD- und Nvidia-Boardpartner widerspiegelt.
Die Webseite seekingalpha.com protokolliert die monatlichen Zahlen. Mit jenen vom Juni lassen sich nun die Statistiken des abgelaufenen Quartals zusammenrechnen. Das ist bislang bei der TUL Corporation und Gigabyte geschehen (via computerbase.de). TULs mit Abstand größte Marke stellt Powercolor dar, der für mindestens 95 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich sein soll. Im zweiten Quartal gingen die Einnahmen gegenüber den drei vorangegangenen Monaten um 59 Prozent zurück, was eine Summe von 1,24 Millionen US-Dollar ergibt. Immerhin bleibt der April mit einem Umsatz von gerade einmal 280.000 USD ein Negativausreißer. Da Powercolor ein AMD-exklusiver Boardpartner darstellt, muss der Rückgang fast eins zu eins auf den Verkauf von Radeons zurückzuführen sein.
Gigabyte kommt indes auf einen Quartalsumsatz von 14,17 Mio. USD, was einem Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Jahresanfang entspricht. Im Gegensatz zu TUL/Powercolor verkauft Gigabyte auch Geforce-Grafikkarten. Außerdem vertreibt der Hersteller sowohl im Desktop- als auch im Server-Bereich Mainboards. Die reine Grafikkartensparte dürfte am stärksten durch den Mining-Rückgang betroffen sein, allerdings setzen sich dadurch auch weniger Mainboards ab. Üblicherweise werden sechs bis 12 GPUs mit einer Hauptplatine betrieben, sodass bei Mining-Farmen schon mal vierstellige Zahlen zusammenkommen.
In Gesprächen auf der Computex 2018 zeigte sich so mancher Boardpartner zuversichtlich, dass die Umsatzrückgänge nur eine temporäre Situation darstellten. Im Kontakt mit großen Minern würde klar, dass sich diese wegen der Kursentwicklung kaum Sorgen machten, sondern schlichtweg auf wieder steigende Werte warteten, um ihre Coins beziehungsweise Tokens besser verkaufen und dann weiter aufrüsten zu können. Ob das tatsächlich so kommen wird, werden wir in den kommenden Monaten sehen.

Die Chains sind zum großteil nicht integriert und sind überhaupt was Wert weil die Leute bereit sind dafür zu bezahlen. Nicht anderes als CSGO-Items
Es wird leider auch viel Mist bei Blockchain Projekten getrieben, da stimme ich dir zu. Welche Chains/Projekte am Ende überleben, wird man wohl leider erst in ein paar Jahren sehen. Ich denke aber, Ethereum wird eines davon sein.
Mit dem anderen hast du recht, nur weil du die gleiche Technik benutzt, heißt es nicht, das man die gleichen Investoren, Supporter und ERC-20 Projekte hat. Aber nur weil Microsoft Ethereum kauft, wie in dem Beispiel, heißt das trotzdem nicht, das MC damit sein eigenes Süppchen kochen kann. Alle Entscheidungen müssen von einem Großteil der Community angenommen werden. Ansonsten würde es wohl am Ende zu einem Fork in Microsofts Ether und einem anderen Ether kommen. Und je nachdem würden die Investoren, Projekt Entwickler und Supporter auf der Chain weiter machen, für die sie gestimmt haben.
Die Chains sind zum großteil nicht integriert und sind überhaupt was Wert weil die Leute bereit sind dafür zu bezahlen. Nicht anderes als CSGO-Items
Mit dem anderen hast du recht, nur weil du die gleiche Technik benutzt, heißt es nicht, das man die gleichen Investoren, Supporter und ERC-20 Projekte hat. Aber nur weil Microsoft Ethereum kauft, wie in dem Beispiel, heißt das trotzdem nicht, das MC damit sein eigenes Süppchen kochen kann. Alle Entscheidungen müssen von einem Großteil der Community angenommen werden. Ansonsten würde es wohl am Ende zu einem Fork in Microsofts Ether und einem anderen Ether kommen. Und je nachdem würden die Investoren, Projekt Entwickler und Supporter auf der Chain weiter machen, für die sie gestimmt haben.