GPU-Beschleuniger aus China: In 7 nm gefertigter Big Island in der Testphase
Shanghai Tianshu Zhixin Semiconductor hat eigenen Angaben zufolge den ersten GPU-Beschleuniger entwickelt, der komplett in China entworfen wurde. Die ersten "Big Island"-Modelle sollen sich nun in der Testphase befinden.
China hat bei der Entwicklung komplexer Halbleiterprodukte anscheinend wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht: Eigenen Angaben zufolge befindet sich ein von Shanghai Tianshu Zhixin Semiconductor entworfener GPU-Beschleuniger inzwischen in der Testphase. Die GPGPU sei der erste Chip seiner Art, der komplett in China entwickelt wurde. Er besteht aus 24 Milliarden Transistoren und soll als Teil der "Big Island"-Familie in Rechenzentrum zum Einsatz kommen, beispielsweise in der Cloud, der Fokus allerdings liegt auf Machine Learning.
Nur bei der Fertigung setzen die Chinesen noch auf externe Technik. Offenbar, auch wenn man das nicht direkt ausspricht, sind die Chips in TSMCs 7-nm-Prozess vom Band gelaufen. Ableiten lässt sich dieser Umstand aus dem "2,5D-CoWoS"-Packaging-Verfahren. Aufnahmen des Chips, auf dem neben der eigentlichen GPU noch vier weitere Stacks zu sehen sind, legen nahe, dass der "Big Island"-Prozessor High Bandwidth Memory unterstützt - vermutlich HBM2 oder HBM2e.
Leistung kann sich auf Papier sehen lassen
"Big Island" beherrscht Berechnungen in den Formaten FP32, FP16, BF16, INT32, INT16 und INT8, aber offenbar kein FP64. 147 Teraflops soll die GPGPU bei halber Gleitkomma-Genauigkeit (FP16) erreichen. Zum Vergleich: AMDs Instinct MI100 kommt auf 185 Teraflops, Nvidias A100 mit gut doppelt so viel Transistoren auf 312 Teraflops. Ob die von Shanghai Tianshu Zhixin Semiconductor kommunizierte Leistung auch in der Praxis ankommt, wird sich erweisen. Scheitern könnte es am Ende zum Beispiel noch an den Treibern.
Wenn man bedenkt, dass die Chinesen nicht einfach nur Technik anderer Firmen adaptiert haben wollen, lesen sich die Daten ziemlich beeindruckend. Zumal mit der Entwicklung offenbar erst 2018 begonnen wurde. Im Mai 2020 hat laut Hersteller dann das Tape-out der nun vorgestellten GPGPU stattgefunden - in den Laboren läuft "Big Island" seit Dezember.
Ebenfalls interessant: Huawei-Prozessor: Kunpeng-CPU soll Intels i9-9900K schlagen
Nicht erst seit den durch Donald Trump verhängten Sanktionen versucht man im Reich der Mitte, eine konkurrenzfähige Halbleiterindustrie hochzuziehen. So hatte Huawei mit dem Ascend 910 bereits einen eigenen KI-Beschleuniger vorgestellt. Auf CPU-Seiten soll der im Sommer 2020 gesichtete Kunpeng 920 3211K im Multi-Threading sogar knapp an einem Intel Core i9-9900K vorbeiziehen. Dafür benötigt der chinesische Chip aber dreimal so viele CPU-Kerne.
Quelle: Tom's Hardware

Ich freue mich wie immer auf Tests der PCGH! Und dann wird spannend, welche Patente verletzt wurden. Ich denke, Intel, Nvidia und AMD stehen schon in den Startlöchern und werden das Ding zerreißen, wenn es jenseits von China angeboten wird.
- Off Topic -
Nicht Taiwan ist besetzt. Taiwan ist der Rest der Republik China, die als Rechtsnachfolger nach dem Kaiserreich entstand. Dann wurde Festland China von den roten Brigaden überrannt und hieß im Westen lange Rotchina. Eigentlich sollte der Westen nur diplomatische Beziehungen mit Taiwan halten, denn im Sinne der "Ein Land Politik", die von Rotchina gefordert wird, sollte man natürlich mit der rechtmäßigen Regierung verhandeln und nicht mit den Terroristen, die das Land unterworfen haben.
Und in der Tat wird Rotchina immer aggressiver und ich ahne für die Region nichts gutes. Der Konflikt mit Indien wird heiß werden und dann haben wir ganz andere Probleme, als leicht steigende Hardwarepreise.
Die EU muss dringen eigene Produkte herstellen. Das sagt sich so leicht, aber anstatt hunderte Milliarden in Coronamaßnahmen zu versenken und längst sterbende Firmen mit veralteten Geschäftsmodellen zu unterstützen, wäre es viel sinnvoller, in Technologien zu investieren, die auch in Zukunft wichtig sind.
Und: Gewinnorientierte Firmen produzieren wo es billig ist. In China kostet die Arbeitsstunde nichts und die Arbeitsbedingungen sind ein Graus. Da kann die EU sowieso nie mithalten, nur Afrika ist noch günstiger, aber instabil
Ich freue mich wie immer auf Tests der PCGH! Und dann wird spannend, welche Patente verletzt wurden. Ich denke, Intel, Nvidia und AMD stehen schon in den Startlöchern und werden das Ding zerreißen, wenn es jenseits von China angeboten wird.
- Off Topic -
Und in der Tat wird Rotchina immer aggressiver und ich ahne für die Region nichts gutes. Der Konflikt mit Indien wird heiß werden und dann haben wir ganz andere Probleme, als leicht steigende Hardwarepreise.
Die EU muss dringen eigene Produkte herstellen. Das sagt sich so leicht, aber anstatt hunderte Milliarden in Coronamaßnahmen zu versenken und längst sterbende Firmen mit veralteten Geschäftsmodellen zu unterstützen, wäre es viel sinnvoller, in Technologien zu investieren, die auch in Zukunft wichtig sind.
Aber mal wieder zum Thema:
denke die können bald ebenso gute CPU´s und GPU´s bauen wie die anderen Big Player, weil da die Regierung dahintersteht und viel Geld reinpumpt und das von seinen Leuten fordert. Die Chinesen sind da auch stolz und sehr Arbeitsam. Und mittlerweile haben se ja ihr Belohnungssystem, wodurch die Menschen mehr Vorteile (Punktesystem) im Leben haben (nach dem Motto, friss oder stirb). Und alleine für diese gigantische Infrastruktur um all die Menschen zu überwachen, wir massig leistungsfähige Hardware benötigt.
Natürlich, ein Embargo ist mit ihre schärfste Waffe.
Unzufriedene Bevölkerung ist in China und ihrem System entsprechend leichter zu kontrollieren/unterdrücken, wie in unseren demokratischen Systemen.
Schau dir doch mal das Spiel mit Jack Ma an - dort haben alle Milliardäre zusammen nix zu melden.
Außerdem wird China das Spiel auch allein durch seine sehr hohen Währungsreserven länger spielen können, als die hochverschuldeten USA.
Das wird globale Auswirkungen haben und die EU auch treffen, wenn vielleicht auch schwächer als Drohpotential, um eine Unterstützung der USA durch ihre Verbündeten zu untergraben.
Wenn dann z.B die Herzmedikamente für die Eltern etc. fehlen, werden Angehörige (ergo die Bevölkerung) nicht alle ruhig und artig vor der Apotheke ausharren.
Was meinst du was dann hier los ist...da wird die Polizei allein völlig überfordert sein.
Es war, ist und wird immer eine einfach schlechte Idee bleiben, einen Großteil von systemwichtigen Produkten aus dem Ausland und dann auch noch fast ausschließlich von einem Land zu beziehen.
Meine Äußerung betraf einzig und allein die erheblichen Auswirkungen, sollten die Chinesen eines Tages entscheiden Taiwan wieder "nach Hause" zu holen und die USA würden darauf reagieren (müssen).
Es ist schon so mancher Konflikt entstanden wo jeder dachte, das wäre unmöglich, bzw. würde keinen Sinn ergeben.