Radeon-GPUs: Nvidia PhysX läuft dank ZLUDA dreimal schneller

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Radeon-GPUs: Nvidia PhysX läuft dank ZLUDA dreimal schneller
Quelle: 2k Games

ZLUDA v6 bringt 32-Bit-PhysX auf Radeon-GPUs: In Mafia 2 steigt die Bildrate laut Bericht von 26,2 auf 80,2 Fps. Ganz fertig ist die Umsetzung aber noch nicht.

Für ältere PhysX-Spiele tut sich eine ungewöhnliche neue Option auf: Radeon-Grafikkarten können Nvidia PhysX über ZLUDA nun deutlich schneller ausführen als zuvor über die CPU. Konkret nennt WCCFTech einen Test in Mafia 2, in dem ein System mit Ryzen 9 9950X3D und Radeon RX 9070 XT von 26,2 auf 80,2 Fps kommt. Das entspricht ziemlich genau einem Faktor drei. Die Besonderheit: Eine zusätzliche Geforce als dedizierter PhysX-Beschleuniger ist dafür nicht nötig.

Hintergrund ist ZLUDA v6, das am 29. Juni 2026 auf Github veröffentlicht wurde. ZLUDA ist ein Open-Source-Projekt, das CUDA-Anwendungen auf Nicht-Nvidia-GPUs lauffähig machen soll. In der aktuellen Version taucht unter anderem 32-Bit-Unterstützung im Compiler auf; laut ZLUDA-Milestone ist das Ziel für 32-Bit-PhysX inzwischen erreicht. Dort heißt es, PhysX Fluidmark laufe auf AMD-GPUs und auf Nvidias RTX-5000-Grafikkarten. Spiele sollen dadurch grundsätzlich ebenfalls funktionieren, wobei die Community die Kompatibilität weiter prüfen soll.

PhysX ohne zweite Geforce

Für Radeon-Nutzer ist das interessant, weil klassische GPU-PhysX-Effekte lange an Geforce-Hardware gebunden waren. In älteren Spielen wie Mafia 2 oder Mirror's Edge werden zusätzliche Partikel, Trümmer oder Flammeneffekte über PhysX berechnet. Ohne passende GPU-Beschleunigung fällt die Berechnung auf die CPU zurück, was je nach Spiel und Szene stark auf die Bildrate drücken kann. WCCFTech nennt für Mafia 2 mit ZLUDA PhysX die bereits erwähnten 80,2 Fps statt 26,2 Fps auf derselben Radeon-Plattform.

Ganz ohne Einschränkungen ist der Stand aber nicht: Der zugrunde liegende Pull Request ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Außerdem werden mögliche Probleme bei Fluidsimulationen genannt, und auch das Laden von ZLUDA in Steam-Spielen soll derzeit noch nicht sauber gelöst sein. Die Funktion ist damit ein spannender Fortschritt, aber noch kein Garant dafür, dass jedes ältere PhysX-Spiel sofort stabil und fehlerfrei läuft.

PhysX bleibt ein Sonderfall

PCGH hatte zuletzt mehrfach über die besondere Lage rund um PhysX berichtet. Mit Geforce RTX 5000 strich Nvidia die Unterstützung für Spiele mit 32-Bit-PhysX, sodass betroffene Titel auf neuen Blackwell-Grafikkarten auf die CPU zurückfallen können. Es wurden dadurch teils drastische Einbrüche festgestellt, während ältere Geforce-Karten als PhysX-Beschleuniger helfen konnten. Gleichzeitig wurde PhysX inzwischen vollständiger geöffnet: Nvidia stellte den GPU-Quellcode des PhysX SDK unter BSD-3-Lizenz bereit.

ZLUDA verbindet diese Themen nun auf ungewöhnliche Weise: Das Projekt bietet keine offizielle Nvidia-Unterstützung und ersetzt auch keine native PhysX-Implementierung für moderne Spiele. Es kann aber bestimmten Klassikern helfen, alte GPU-PhysX-Effekte auf Radeon-GPUs auszuführen. Ob daraus eine praxistaugliche Lösung für viele Titel wird, hängt von der weiteren Entwicklung und den Rückmeldungen der Community ab. Die Zielgruppe dürfte allerdings recht klein sein, denn die Liste an PhysX-Spielen ist nicht riesig und noch weniger Spieler dürften die Titel regelmäßig spielen. Für Besitzer älterer PhysX-Spiele ist ZLUDA v6 dennoch ein bemerkenswerter Schritt: Radeon-GPUs bekommen damit Zugang zu Effekten, die früher praktisch Geforce-Hardware vorbehalten waren. Borderlands-2-Fans wird es freuen.

Quelle: ZLUDA auf Github, WCCFTech, Liste an PhysX-Spielen auf Wikipedia

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von The_Invisible84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BikeRider
        So etwas würde ich mir für meine 2080 wünschen.
        Seit Euro Truck Simulator 2 seit 2025 PhysX unterstützt, läuft das Spiel bei mir spürbar langsamer.
        Die 2080 unterstützt es sowieso nativ. Da der Euro Truck Simulator aber anscheinend eh nur eine CPU Physx Implementierung hat bringt es dort eh nix
      • Von The_Invisible84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BikeRider
        So etwas würde ich mir für meine 2080 wünschen.
        Seit Euro Truck Simulator 2 seit 2025 PhysX unterstützt, läuft das Spiel bei mir spürbar langsamer.
        Die 2080 unterstützt es sowieso nativ. Da der Euro Truck Simulator aber anscheinend eh nur eine CPU Physx Implementierung hat bringt es dort eh nix
      • Von McFly_76 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BikeRider
        Seit Euro Truck Simulator 2 seit 2025 PhysX unterstützt, läuft das Spiel bei mir spürbar langsamer.
        Wenn dein Mainboard einen zweiten PCIe Slot hat ( mind. x4 ) dann kaufe dir eine gebrauchte Nvidia P2000 ( ~50 € ) und lasse sie als "dedicated PhysX" Karte laufen. Beobachte dann die P1 FPS ( minimum FPS ) Verbesserung ^^.

        In meinem PC habe ich immer eine kleine Nvidia GPU ( TDP < 75 W, GT640 / GT 1050 / P2000 aktuell ) verbaut welche die Hauptgrafikkarte ( AMD, Nvidia, INTEL ) bei PhysX Berechnungen entlastet hat.
      • Von The_Invisible84 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DrNGoc
        Für ausgewählte Spiele hatte NVIDIA den PhysX-Support für 32-Bit wiederhergestellt.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Das erwähnte Batman: Arkham Asylum funktioniert bereits auch wieder.
        PCGH hat darüber ja sogar selbst berichtet, merkwürdig https://www.pcgameshardwa...
      • Von BikeRider Volt-Modder(in)
        So etwas würde ich mir für meine 2080 wünschen.
        Seit Euro Truck Simulator 2 seit 2025 PhysX unterstützt, läuft das Spiel bei mir spürbar langsamer.
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Ah, sehr gute Neuigkeiten, wie erfrischend bei der Hitze!
        Ich sollte auch gleich mal probieren ob ich Meshroom mit v6 jetzt zum laufen bekomme. Mit v5 klappte das leider noch nicht,
        Aber auf jeden Fall ein schöner Fortschritt, ich dachte schon ich müsste PhysX nach dem Wechsel auf ne Radeon entgültig lebwohl sagen. Wie man sich täuschen kann.
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