Huawei-Prozessor: Kunpeng-CPU soll Intels i9-9900K schlagen

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Huawei-Prozessor: Kunpeng-CPU soll Intels i9-9900K schlagen
Quelle: Youtube

In China ist ein Prozessor von Huawei aufgetaucht, der es mit Intels i9-9900K aufnehmen können soll. Das bezieht sich aber nur auf die Multicore-Leistung, was angesichts der deutlich höheren Kernzahl des Kunpeng-Prozessor kaum überraschend ist.

In China wird weiterhin an eigenen Prozessoren gearbeitet, die das Land von ausländischen Firmen unabhängig machen sollen. Die chinesische Website IT Home berichtet nun von einer neuen Huawei-CPU, die sogar die Leistung eines i9-9900K erreichen soll. Das Ganze hat aber einen großen Haken.

24 Kerne schlagen 8 Kerne

Tatsächlich sind die berichteten Werte nicht ganz unglaubwürdig: Bei dem entsprechenden Prozessor soll es sich um den Kunpeng 920 3211K handeln, der aus TSMCs 7-nm-Fertigung stammt und auf 24 ARM-Kerne mit bis zu 2,6 GHz setzt. Insgesamt soll somit die Multicore-Leistung eines i9-9900K knapp übertrumpft werden, was angesichts der deutlich höheren Kernzahl nicht wirklich verwunderlich ist. Im Umkehrschluss fällt die Singlecore-Leistung des Kunpeng 920 3211K aber dementsprechend nur ein Drittel so hoch aus wie bei Intel, was weit von jeder Form der Konkurrenzfähigkeit entfernt ist.
Huaweis Kunpeng 920 3211K wird in chinesischen Fertigrechnern verbaut. Quelle: IT Home Huaweis Kunpeng 920 3211K wird in chinesischen Fertigrechnern verbaut. Der neue Huawei-Prozessor wird in Desktop-Systemen für den chinesischen Heimatmarkt verkauft. Die ersten solchen Systeme sollen acht Gibibyte Arbeitsspeicher, eine 512-GB-SSD von Samsung sowie eine AMD Radeon 520 verbaut haben, ganz aus chinesischer Hand stammt das System also nicht. Zudem steht Huawei vor dem immensen Problem der Fertigung, denn schon bald wird TSMC den Kunpeng 920 3211K aufgrund des US-Handelsstreits nicht mehr liefern dürfen. Danach kann sich Huawei nur noch auf den chinesischen Fertiger SMIC verlassen, der seit Ende 2019 einen 14-nm-Prozess anbietet.

Ebenso spannend: Huaweis Desktop-CPU Kunpeng 920: 8-Kerner laut Test-Video mit Problemen

Aufgrund des drohenden Fertigungsrückschritts dürften die Kunpeng 920-Prozessoren bald wieder an Leistungsfähigkeit verlieren, wodurch der Abstand zu Intel und AMD wieder etwas größer wird. Die chinesische Eigenentwicklung ist also auf absehbare Zeit weiterhin nicht zu anderen Desktop-Systeme konkurrenzfähig, weshalb die Prozessoren vermutlich auch in nächster Zeit nur in China in den Handel kommen werden.

Quelle: IT Home via Tomshardware

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    • Kommentare (108)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        1.) Nö, die Batterien gibt es schon. Basis ist LPE, diese Batterien sind angeblich wesentlich stabiler und sollten 1,6Mio km halten und enthalten wesentlich wenierg Seltenerden.
        Gibt es da Beispiele: ... ?
        Zitat von BigBoymann
        2.) Die Effizienzsteigerung von 10% sind sicherlich nicht denkbar, selbst mit supraleitenden Materialen
        Und wie sollen die auf -140°C gekühlt werden?
        Soll ich da auch noch einen Stickstofftank mit rumschleppen zusätzlich?
        Zitat von BigBoymann
        10% sind nicht denkbar.
        Das war auch nur ein Beispiel.
        Zitat von BigBoymann
        Realistisch betrachtet sind auch Werte im Bereich 99% nicht vorstellbar, außer man konstruiert etwas völlig neues und ganz so auf mechanische Teile weitesgehend verzichten,
        So was:
        Datei:Shanghai Transrapid 002.jpg – Wikipedia ?
        Zitat von BigBoymann
        ist aber eher unrealistisch.
        Hat der Hersteller auch gesagt.
        Jetzt rast die Rakete mit 500km/h in China.

        Zitat von BigBoymann
        Ich glaube zwar nicht daran, dass wir flächendeckend selbstladende Straßen bekommen werden, auf einigen Autobahnen (oder Äquivalenten in anderen Ländern) mag dies zwar passieren, aber das Outback hat heute keine Straßen, die werden wohl kaum Ladeleitungen in die Wüste legen.
        Ich hab auch nicht geglaubt, daß der erste Farblaptop von Toshiba mit Postkartenbildschirm sich durchsetzen wird ... .
        Oder der Farbspritzer von Siemens PT-80i.
        Die Geschichte des Tintenstrahldruckers

        Zitat von BigBoymann
        Daher gehe ich davon aus, dass es so bleiben wird, dass ein Energieträger immer an Bord des Fahrzeuges bleibt.
        Das sagt ja keiner.
        Den wird es immer geben und wenn nur als Ausfallsicherung.

        Aber Laden beim Fahren ist doch genial:
        Kommando zurueck: Induktionsstreifen statt Schnellladen ab Formel-E-Saison 9.

        WipEout wird real:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] .
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        1.) Nö, die Batterien gibt es schon. Basis ist LPE, diese Batterien sind angeblich wesentlich stabiler und sollten 1,6Mio km halten und enthalten wesentlich wenierg Seltenerden.
        Gibt es da Beispiele: ... ?
        Zitat von BigBoymann
        2.) Die Effizienzsteigerung von 10% sind sicherlich nicht denkbar, selbst mit supraleitenden Materialen
        Und wie sollen die auf -140°C gekühlt werden?
        Soll ich da auch noch einen Stickstofftank mit rumschleppen zusätzlich?
        Zitat von BigBoymann
        10% sind nicht denkbar.
        Das war auch nur ein Beispiel.
        Zitat von BigBoymann
        Realistisch betrachtet sind auch Werte im Bereich 99% nicht vorstellbar, außer man konstruiert etwas völlig neues und ganz so auf mechanische Teile weitesgehend verzichten,
        So was:
        Datei:Shanghai Transrapid 002.jpg – Wikipedia ?
        Zitat von BigBoymann
        ist aber eher unrealistisch.
        Hat der Hersteller auch gesagt.
        Jetzt rast die Rakete mit 500km/h in China.

        Zitat von BigBoymann
        Ich glaube zwar nicht daran, dass wir flächendeckend selbstladende Straßen bekommen werden, auf einigen Autobahnen (oder Äquivalenten in anderen Ländern) mag dies zwar passieren, aber das Outback hat heute keine Straßen, die werden wohl kaum Ladeleitungen in die Wüste legen.
        Ich hab auch nicht geglaubt, daß der erste Farblaptop von Toshiba mit Postkartenbildschirm sich durchsetzen wird ... .
        Oder der Farbspritzer von Siemens PT-80i.
        Die Geschichte des Tintenstrahldruckers

        Zitat von BigBoymann
        Daher gehe ich davon aus, dass es so bleiben wird, dass ein Energieträger immer an Bord des Fahrzeuges bleibt.
        Das sagt ja keiner.
        Den wird es immer geben und wenn nur als Ausfallsicherung.

        Aber Laden beim Fahren ist doch genial:
        Kommando zurueck: Induktionsstreifen statt Schnellladen ab Formel-E-Saison 9.

        WipEout wird real:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] .
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von fotoman
        Und wie oft hat man schon gesehen, dass unfähige IT und ebenso uneinsichtige User durch diesen Kombinationswahn auf einmal ganzte Kliniken oder Produktionsstraßen lahm legen. Sowas gehört physikalisch getrennt, kein Büroangestellter muss mit seinem Office-PC Geräte im Büro steuern. Labormitarbeitere müssen das Analysegerät auch nicht ans Internet hängen.

        Da hat man nur gesehen, wie man sowas durch falsche Entscheidungen gegen die Wand fährt. Aber Föderalismus ist ja sowas tolles, weshalb das Selbe gerade im Norden wieder neu erfunden werden muss.

        Ja klar, nicht nur in meinem Arbeitsbereich (keine Behörde) ist es mittlerweile völlig egal, ob mein Laptop mit Intel, ARM oder sonstwas befeuert würde. Die Standardanwendungen sind entweder OpenSource und für alle Architekturen verfügbar oder gleich in der Firmencloud. Alles, was zwangsweise von Windows/Intel abhängig sein könnte, ist nur remote erreichbar.

        Weil sich keiner traut, MS Office Makros konsequent zu verbieten und dort, wo sie aus Effektivitätsgründen bis zur Migration zwingend nötig sind, diese auf den Terminalserver zu verlagern.

        Das Model 3 LR ist mir 425 km Reichweite angegeben, und zwar bei 100% Ladung. Macht also 340km bei 80% minus ca. 30km falls der angesteuerte Ladepunkt belegt oder gar defekt sie sollte. Das ergibt real eine Reichweite von 310km, mit der ich planen kann. Inkl. Stau, Heizung/Licht und was so alles dazu gehört, wenn man nicht nur tagsüber im Frühling (keine Klimaanlage) fährt. Die Strecke München/Karlsruhe/Frankfurt (als Teil meiner heutigen 600km) würde ich nicht mit nur 30km reseve bei freier Fahrt planen.

        Und dann muss ich dort laden, wo es Tesla passt und wo sonst gerade niemand anders lädt, sonst stehe ich je 80% Ladung eher 1h herum oder man auch noch die korrekte der 30 Ladekarten haben, um nicht Wucherpreise zu zahlen.

        Für mich ist das schlicht unbrauchbar, ich habe mein Auto schon vor 10 Jahren einzig für Mittelstrecken zwischen 200-700km geauft. Alles darunter kommt dafür viel zu selten vor. Für die paar km zur Arbeit oder zum Aldi brauche ich kein Auto, für die üblichen 200-600km (eine Richtung, direkt am Ziel gibt es keine Lademöglihckeit, bei mir zu Hause auch nicht, für die Gemeinschafts-TG wäre ein zusätzlicher Hausanschluss nötig) ist das alles viel zu wenig bzw. dauert für die Stops viel zu lange.

        Wenn, dann Wasserstoff oder noch viel eher Gas/eFuel. Für letzteres gibt es sogar schon die Infrastruktur (für Transport und Tanken) sowie die Motoren. Es wäre sogar problemlos für dezentrale Kraft-/Wäremkopplung nutzbar, wenn lokale Energieträger (Sonne, Biomasse) mal nicht zur Verfügung stehen. Aber das wäre für die Politik ja viel zu einfach, die fördern lieber den Ultrakurzstreckenverkehr.
        Das Model 3 LR ist meines Wissens nach mit 560km Reichweite angegeben. Aber man kann sich alles schlecht rechnen. Ich persönlich hab auch noch nicht erlebt, dass an jeder Ladesäule einer steht, die Dinger sind ja nicht einzeln da. Die meisten Stationen haben zwei Anschlüsse und stehen nicht selten im halben Dutzend da.
        Aber in einem Punkt gebe ich dir Recht, die Politik interessiert sich nicht für die tägliche Langstrecke, schlicht aus dem Grund sie ist Schwachsinn. Wenn ich jeden Tag 200km in eine Richtung fahre mache ich was falsch und da ist die Frage nach der Mobilität das kleinste Übel.
        Einen deiner Sätze verstehe ich gar nicht, die Kurzstrecke kommt viel zu selten vor, im nächsten Halbsatz schreibst du, für den Weg zur Arbeit und zum Aldi brauchst du kein Auto, dass du damit Recht alleine auf der Welt bis ist dir aber bewusst? Ich muss jeden Morgen, an 260Tagen im Jahr zur Arbeit und zurück. Dazu diverse Einkäufe und das tägliche Leben. lang oder Mittelstrecke schaffe ich im Jahr vieleicht 5 Mal. Da sind 20 Minuten Laden nicht schlimm, hole mir nen Kaffee und rauche mir eine und schwupps sind schon wieder 200km im Tank.

        Wasserstoff wird in meinen Augen in naher Zukunft keine Alternative sein, dies bringt eine zusätzliche Ineffiziente Umwandlung von Wasserstoff in Strom mit sich, meine 50% der Energie die reingesteckt wird kommt raus, was schlicht katastrophal ist.
      • Von PureLuck Software-Overclocker(in)
        Zitat von fotoman
        Und wie oft hat man schon gesehen, dass unfähige IT und ebenso uneinsichtige User durch diesen Kombinationswahn auf einmal ganzte Kliniken oder Produktionsstraßen lahm legen. Sowas gehört physikalisch getrennt, kein Büroangestellter muss mit seinem Office-PC Geräte im Büro steuern. Labormitarbeitere müssen das Analysegerät auch nicht ans Internet hängen.
        Du scheinst nicht zu wissen, was Fachanwendungen sind... Glaubst du etwa, dass dein Ordnungsamt die Bußgelder über eine schnöde Tabellenkalkulation pflegt?
        Das hat doch nichts "Geräte steuern" zu tun.

        Zitat von fotoman
        Da hat man nur gesehen, wie man sowas durch falsche Entscheidungen gegen die Wand fährt. Aber Föderalismus ist ja sowas tolles, weshalb das Selbe gerade im Norden wieder neu erfunden werden muss.
        Ja, die Wahl, flächendeckend Linux auszurollen, war in der Tat die falsche.

        Zitat von fotoman
        Ja klar, nicht nur in meinem Arbeitsbereich (keine Behörde) ist es mittlerweile völlig egal, ob mein Laptop mit Intel, ARM oder sonstwas befeuert würde. Die Standardanwendungen sind entweder OpenSource und für alle Architekturen verfügbar oder gleich in der Firmencloud. Alles, was zwangsweise von Windows/Intel abhängig sein könnte, ist nur remote erreichbar.
        Viele Fachanwendungen sind eben nicht für alle Architekturen verfügbar und werden oftmals nur für den Industriestandard (x86) geschrieben. Um die popelige Office Suite, das Mailprogramm oder den Internetbrowser geht es da doch gar nicht.

        Beispiele:
        Einwohnermeldewesen
        Ordnungswidrigkeiten
        Finanzwesen
        Dokumentenmanagement
        Inventarisierung
        Gewerbewesen
        GIS

        Klar kann man das auf Terminalserver packen und sich mit dem super RDP Protokoll von Windows herumschlagen. Die Kostenersparnis bleibt jedoch kurz- sowie langfristig leider aus, wenn man die Infrastruktur nicht hat.
        Und die bestehende Infrastruktur komplett über den Haufen zu werfen, nur um sich ins Linux-Client-Korsett zu zwingen, das erklär mal Steuerzahlern, Räten, IT und Endanwendern.

        Zitat von fotoman
        Weil sich keiner traut, MS Office Makros konsequent zu verbieten und dort, wo sie aus Effektivitätsgründen bis zur Migration zwingend nötig sind, diese auf den Terminalserver zu verlagern.
        Wen interessieren denn irgendwelche Makros? Wie gesagt, da steckt mehr dahinter als nur MS Office...
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von PureLuck
        Aha, um dann nur OpenOffice und Firefox auf ner Handy-CPU nutzen zu können?
        Die Produktivität geht gegen 0, da keine Fachanwendungen mehr genutzt werden können.
        Und wie oft hat man schon gesehen, dass unfähige IT und ebenso uneinsichtige User durch diesen Kombinationswahn auf einmal ganzte Kliniken oder Produktionsstraßen lahm legen. Sowas gehört physikalisch getrennt, kein Büroangestellter muss mit seinem Office-PC Geräte im Büro steuern. Labormitarbeitere müssen das Analysegerät auch nicht ans Internet hängen.

        Zitat von PureLuck
        Da hat man gesehen wie gut Linux in Behörden funktioniert.
        Da hat man nur gesehen, wie man sowas durch falsche Entscheidungen gegen die Wand fährt. Aber Föderalismus ist ja sowas tolles, weshalb das Selbe gerade im Norden wieder neu erfunden werden muss.

        Zitat von PureLuck
        Und du kommst dann auch noch mit ARM um die Ecke...
        Ja klar, nicht nur in meinem Arbeitsbereich (keine Behörde) ist es mittlerweile völlig egal, ob mein Laptop mit Intel, ARM oder sonstwas befeuert würde. Die Standardanwendungen sind entweder OpenSource und für alle Architekturen verfügbar oder gleich in der Firmencloud. Alles, was zwangsweise von Windows/Intel abhängig sein könnte, ist nur remote erreichbar.

        Zitat von PureLuck
        Diese ARM-CPUs haben schon ihre Daseinsberechtigung - aber definitiv nicht bei den Behörden.
        Weil sich keiner traut, MS Office Makros konsequent zu verbieten und dort, wo sie aus Effektivitätsgründen bis zur Migration zwingend nötig sind, diese auf den Terminalserver zu verlagern.

        Zitat von BigBoymann
        Bzgl. der Ladegeschwindigkeit ist es in meinen Augen bereits jetzt kein ernstzunehmendes Problem mehr, die neuen Tesla V3 Stationen laden bereits mit bis zu 250kw (auch das Model 3) und laden in 5 Minuten 120km, in rund 30 Minuten wird ein Tesla von 0 auf 80% (empfohlene maximale Ladung) aufgeladen und je nach Fahrweise somit 400km Reichweite.
        Das Model 3 LR ist mir 425 km Reichweite angegeben, und zwar bei 100% Ladung. Macht also 340km bei 80% minus ca. 30km falls der angesteuerte Ladepunkt belegt oder gar defekt sie sollte. Das ergibt real eine Reichweite von 310km, mit der ich planen kann. Inkl. Stau, Heizung/Licht und was so alles dazu gehört, wenn man nicht nur tagsüber im Frühling (keine Klimaanlage) fährt. Die Strecke München/Karlsruhe/Frankfurt (als Teil meiner heutigen 600km) würde ich nicht mit nur 30km reseve bei freier Fahrt planen.

        Und dann muss ich dort laden, wo es Tesla passt und wo sonst gerade niemand anders lädt, sonst stehe ich je 80% Ladung eher 1h herum oder man auch noch die korrekte der 30 Ladekarten haben, um nicht Wucherpreise zu zahlen.

        Für mich ist das schlicht unbrauchbar, ich habe mein Auto schon vor 10 Jahren einzig für Mittelstrecken zwischen 200-700km geauft. Alles darunter kommt dafür viel zu selten vor. Für die paar km zur Arbeit oder zum Aldi brauche ich kein Auto, für die üblichen 200-600km (eine Richtung, direkt am Ziel gibt es keine Lademöglihckeit, bei mir zu Hause auch nicht, für die Gemeinschafts-TG wäre ein zusätzlicher Hausanschluss nötig) ist das alles viel zu wenig bzw. dauert für die Stops viel zu lange.

        Wenn, dann Wasserstoff oder noch viel eher Gas/eFuel. Für letzteres gibt es sogar schon die Infrastruktur (für Transport und Tanken) sowie die Motoren. Es wäre sogar problemlos für dezentrale Kraft-/Wäremkopplung nutzbar, wenn lokale Energieträger (Sonne, Biomasse) mal nicht zur Verfügung stehen. Aber das wäre für die Politik ja viel zu einfach, die fördern lieber den Ultrakurzstreckenverkehr.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Zappaesk
        @Thorsten, ich arbeite jetzt seit über 20 Jahren an der Entwicklung von Fahrzeugantriebssträngen, konkret an Getrieben. Dabei habe ich vom Handschalter über DKGs bis zu Getrieben für Elektroautos schon quasi alles gemacht. Jede noch so kleine Wirkungsgradverbesserung wird hier genutzt und verwirklicht. Mit den Kunden reden wir über Verbesserungen, die Zehntelgramm CO2 einsparen.

        1g CO2 Einsparung pro 100km klingt nach nicht viel (bzw 0.x kWh beim Elektroauto) und ist für den Einzelnen sicherlich verschmerzbar. Es geht aber darum, dass die großen Hersteller bzw deren Fahrzeuge jedes Jahr zig Millionen Kilometer fahren und in der Summe kommen da massive Einsparungen raus. Das ist der springende Punkt.
        5 Prozent von zig Millionen sind auch nur 5 Prozent. Natürlich werden sich die Hersteller auch darum bemühen, aber wer mit der Nasenspitze kurz vor der Wand des physisch möglichen steht, kann keinen großen Sprung nach vorne machen. Ich vermute, auch ihr redet nicht über Verbesserungspakete, die 20 Jahre in der Entwicklung brauchen, um dann 1 g CO2 pro km einzusparen? Das wäre die passende Analogie: Egal, was man an einem Elektromotor verbessert, man wird nie mehr als diese wenigen Prozent rausholen. Aus der Verbrennerentwicklung (es gibt erstaunlich oft personelle Verknüpfungen zur IT, erst vorgestern hatten wir einen Gast in der Redaktion, der auf dem Heimweg von einem bayrischen Mobilitätshersteller war) höre ich durchaus, dass an 1/10tel-Gramm-Maßnahmen für ein neues Modell gearbeitet wird, um insgesamt einige Gramm beim gesamten Neufahrzeug einzusparen. Das entspricht dann aber in der Summe 5 Prozent Verbesserung in einem einzigen Modellzyklus eines einzigen Herstellers. Nicht 5 Prozent aus der Aufaddierung aller Innvoationen aller Hersteller von heute bis ans Ende aller Tage. Als maximale Erwartung.

        Zitat
        Bei Elektroantriebssträngen lassen sich auch noch ordentlich Einsparungen realisieren. Man muss Maßnahmen wie bessere Motoren, bessere Getriebe, bessere Achsen (sind ja im Normalfall schon im Getriebe mit drin), bessere Reifen,... im Zusammenhang sehen. Unterm Strich lassen sich sicherlich noch gute 10% holen und das ist, mit Verlaub, eine kleine Welt! Es geht nicht nur um Reichweite, sondern auch um Gewicht (spielt beim Verbrauch ebenfalls ne Rolle und bei der Agilität, Zuladung,... man denke nur daran, das der iD3 mit dem großen Akku aus Gewichtsgründen wohl nur als 4 Sitzer angeboten wird), Package usw.
        In der ursprünglichen Aussage ging es darum, dass bei einem Elektromotor mit 10 Prozent Ineffizienz nicht mehr viel zu holen ist. Dass sich in Getrieben und vor allem Reifen weiteres lohnendes Potenzial schlummert, will ich nicht anzweifeln, das macht die 10 Prozent aber nicht größer und ist auch nicht mehr E-Motor-spezifisch. Bei diesem wird man auch nicht mehr nennenswert Zuladung herausholen können. Die E-Motoren aktueller Elektroautos wiegen samt Untersetzungsgetriebe meist nur wenige Dutzend Kilogramm. Selbst wenn man den Motor komplett ausbauen würde, könnte das Fahrwerk des ID3 dadurch maximal ein Kind zusätzlich tragen, aber keinen Erwachsenen. Verglichen mit bis zu einer halben Tonne Stromspeicher wird so ziemlich alles außer den Crashstrukturen und der ungefederten Masse zu Kleinkram. Den kann man optimieren, aber man wird auf diesem Wege keine revolutionär neuen Eigenschaften für das Gesamtprodukt erhalten.
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