GDDR6-Speicher: Rambus ermöglicht 18 Gbps durch neuen PHY
Rambus hat angekündigt, dass der eigene PHY nun für Übertragungsraten von bis zu 18 Gbps geeignet ist. Der PHY war bislang der Flaschenhals bei der Übertragungsgeschwindigkeit, Speichercontroller und Speicherchips können bereits seit längerem mit 20 beziehungsweise 18 Gbps arbeiten.
Rambus hat via Pressemitteilung verkündet, dass das Unternehmen den eigenen PHY erstmals für eine Übertragungsrate von 18 Gbps freigibt. Als PHY wird die Schnittstelle zwischen den digitalen Bauteilen (Speicher und Speichercontroller) und der eigentlichen Signalübertragung bezeichnet. Aktuell sind bei GDDR6 sowohl die Speicherchips als auch die Controller schneller, als es die finale Übertragung am Ende zulässt.
Künftig 18 statt 16 Gbps
Diese Limitierung will Rambus durch den aktualisierten PHY zumindest etwas aufweichen und erhöht die Übertragungsrate von bisher maximal 16 Gbps auf bis zu 18 Gbps. Der Blick zu aktuellen Produkten verrät, dass das auch langsam nötig wird: Während aktuelle Turing- und RDNA-Grafikkarten im Werkszustand bis zu 14 Gbps bieten, werden einige OC-Versionen bereits mit bis zu 15,5 Gbps ausgeliefert.
Quelle: Rambus
Funktion des Rambus-PHY
Der PHY kann von anderen Unternehmen lizenziert werden, sodass diese in ihren eigenen Produkten einsetzen können. Passend dazu bietet Rambus seit kurzem auch GDDR6-Speichercontroller an: Ende August hat das Unternehmen Northwest Logic übernommen, die einen GDDR6-Speichercontroller mit bis zu 20 Gbps anbieten. Auch die GDDR6-Speicherchips sind schon länger kein Flaschenhals mehr: Samsung hat bereits im Januar 2018 verkündet, dass man GDDR6-Speicher mit 18 Gbps anbietet.
Auch spannend: Samsungs HBM2E: Zwischenschritt mit mehr Kapazität und Geschwindigkeit
Da mit dem neuen Rambus-PHY der letzte Flaschenhals vom Tisch zu sein scheint, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis die ersten Unternehmen den PHY einkaufen und in eigenen Produkten einsetzen. Im konkreten Fall dürfte das einmal mehr höhere Übertragungsraten in Grafikkarten bedeuten, die womöglich schon mit der kommenden Generation kommen werden.
Quelle: via Computerbase

Ist halt die Frage, wo AMD seine Preise bei Navi2 ansetzt.
Denn allgemein sind die Nvidias xx60 und die AMD 5700(XT) als Mittelklassekarten zu teuer und müssten locker mal 40-50% im Preis fallen.
Von daher wäre die Zeit mal wieder reif. Andererseits wäre es durchaus lustig, wenn die 800€ Karten von Nvidia wesentlich weniger RAM, als die 200-250€ Karten von AMD hätten und selbst die RTX 3080Ti sich den Billigkarten geschlagen geben müßte.
Nvidia hat halt schon immer beim RAM gespart. So lange die Leute die überteuerten Karten trotzdem kaufen, wird sich das auch nicht ändern.