GDDR6-Speicher: Preisanstieg könnte für teurere Grafikkarten sorgen
Im kommenden Jahr könnte GDDR6-Speicher knapp werden. Nachdem einige Produktionslinien 2019 auf andere Speichertypen umgestellt wurden, soll die Nachfrage nach Grafikspeicher im kommenden Jahr deutlich steigen und somit für eine Preiserhöhung sorgen. Das könnte sich auch im Preis von Grafikkarten niederschlagen.
Laut DRAM Exchange soll Arbeitsspeicher für Grafikkarten direkt im ersten Quartal 2020 um bis zu fünf Prozent teurer werden. Als Grund für den Preisanstieg nennt die Website den höheren Bedarf an (GDDR6-)Grafikspeicher, wobei dieser Speichertyp anscheinend besonders stark auf Änderungen bei der Nachfrage reagiert.
Geringere Produktion und höhere Nachfrage
Diese starke Anfälligkeit für Änderungen soll unter anderem den hohen Produktionskosten geschuldet sein: Im letzten Jahr machten die drei großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron mitunter sogar Verlust beim Verkauf von GDDR-Speicher und stellten daher einige Produktionslinien auf profitablere Speichertypen um. Nächstes Jahr sollen dann zumindest die GDDR5-Produktionslinien weitestgehend auf GDDR6 umgestellt werden, um sich der gestiegenen Nachfrage anzupassen. Die auf andere Speichertypen umgebauten Fabriken dürften aber ebenso dringend gebraucht werden.
Dass im kommenden Jahr deutlich mehr GDDR6-Speicher benötigt werden wird als noch 2019 war dabei absehbar: Nvidia setzt mit den RTX-Grafikkarten zwar schon seit längerem auf GDDR6, doch nun bringt auch AMD die Navi-Grafikkarten Stück für Stück auf den Markt, und diese setzen durchweg auf den neuen Speicherstandard. Zudem sollen nächstes Jahr die Playstation 5 und die Xbox Series X erscheinen, die ebenso jeweils 16 Gibibyte GDDR6-Speicher verbaut haben sollen.
Auch interessant: Intel Xe DG1: Grafikkarte soll 96 Execution Units haben
Insgesamt soll der Bedarf an Grafikspeicher also deutlich steigen und somit die angebotene Menge zunächst hinter sich lassen. Im Rückschluss würde das für steigende Preise sorgen, die sich beispielsweise bei Grafikkarten bemerkbar machen würden. Immerhin: Parallel zur gestiegenen Nachfrage soll die Produktion im kommenden Jahr um über 15 Prozent erhöht werden. Damit wäre Grafikspeicher voraussichtlich der am zweitschnellsten wachsende Speichertyp. Den ersten Platz soll RAM für den Einsatz in Servern belegen.
Quellen: Wccftech, Digitimes, DRAM Exchange

Erstens ist die Rede von gerade mal 5% höheren Preisen. Wenn man jetzt noch den Preisanteil betrachtet, den die Speicherchips an der gesamten Karte ausmachen, was bleibt dann - bezogen auf den Preis der gesamten Karte - übrig? 1%? 2%? Wären bei einer 500-Euro-Karte 5 bis 10 Euro ...
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Hersteller höhere Speicherpreise dramatisch überproportional an ihre Kunden weitergeben werden. Das aktuelle Preisniveau ist - auch lange nach dem Mining-Boom - nach wie vor recht hoch und Nvidia und AMD werden sich die Mehrleistung ihren neuen Karten 2020 sicher auch so schon zusätzlich bezahlen lassen. Würde man dann on top auch noch die Gewinnspanne beim Speicher erhöhen, wären die Karten irgendwann auf einem Niveau angelangt, wo wirklich fraglich wäre, wer die noch kaufen soll - insbesondere mit attraktiven neuen Konsolen von Sony und Microsoft in den Startlöchern.
Von daher kann man solche Meldungen getrost ignorieren.
Ich bin mir sicher, dass die Shitshow von GPU-Markt genauso weitergeht.
Die Speicherpreise werden am Ende völlig bedeutungslos sein.
Erstens ist die Rede von gerade mal 5% höheren Preisen. Wenn man jetzt noch den Preisanteil betrachtet, den die Speicherchips an der gesamten Karte ausmachen, was bleibt dann - bezogen auf den Preis der gesamten Karte - übrig? 1%? 2%? Wären bei einer 500-Euro-Karte 5 bis 10 Euro ...
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Hersteller höhere Speicherpreise dramatisch überproportional an ihre Kunden weitergeben werden. Das aktuelle Preisniveau ist - auch lange nach dem Mining-Boom - nach wie vor recht hoch und Nvidia und AMD werden sich die Mehrleistung ihren neuen Karten 2020 sicher auch so schon zusätzlich bezahlen lassen. Würde man dann on top auch noch die Gewinnspanne beim Speicher erhöhen, wären die Karten irgendwann auf einem Niveau angelangt, wo wirklich fraglich wäre, wer die noch kaufen soll - insbesondere mit attraktiven neuen Konsolen von Sony und Microsoft in den Startlöchern.
Von daher kann man solche Meldungen getrost ignorieren.
Also ne PS5 wird ganz sicher keinen PC ersetzen. Ist halt ne Spielekonsole. Wenn man ein bisschen kompromissbereit ist und mit den höheren Gaming Preisen leben kann. Ja, dann braucht man zumindest keinen Gaming PC mehr. Ich denke ich steige dann auch wieder auf Konsole um, nachdem ich PS4/ XBox One ausgelassen habe.