FuryGPU: Custom-Grafikkarte beschleunigt Quake auf 60 Fps

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FuryGPU: Custom-Grafikkarte beschleunigt Quake auf 60 Fps
Quelle: Dylan Barrie

Der Softwareingenieur und Hobby-Entwickler Dylan Barrie hat mit der FuryGPU seine eigene Custom-Grafikkarte auf Basis eins FPGA realisiert, welche den 1996 erschienen Ego-Shooter Quake mit 60 Bildern pro Sekunde beschleunigen kann.

Der Softwareingenieur und Hobby-Entwickler Dylan Barrie hat mit der FuryGPU seine eigene Custom-Grafikkarte auf der Basis eines programmierbaren integrierten Schaltkreises ("ICs"), einem sogenannten FPGA ("Field Programmable Gate Array"), realisiert, die den bereits 1996 erschienen Ego-Shooter-Meilenstein Quake vom legendären Entwicklerstudio id Software mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde beschleunigen kann. Eine hochinteressante GPU-Machbarkeitsstudie.

Selbstbau-GPU auf Basis eines FPGA-Chips

Dylan Barrie startete sein GPU-Projekt auf Basis eines Entwicklerboards vom Typ Digilent Arty Z7-20 mit Xilinx-FPGA und ARM Cortex-A9, wechselte jedoch später auf ein AMD Zynq Ultrascale+, ein MPSoC ("MultiProcessor System on a Chip"), welches neben einer programmierbaren Logik auch 64-Bit ARM-Prozessoren der Produktfamilien ARM Cortex-A53 und ARM Cortex-A5F enthält. Auf einem selbstentwickelten PCB ("Printed Circuit Board") entsteht so eine GPU.

AMD Zynq Ultrascale+ Quelle: AMD Die technischen Spezifikationen der FuryGPU (oder auch FuryGpu) lesen sich laut Dylan Barrie wie folgt:

  • 400 MHz Chip-Taktfrequenz ("GPU")
  • 480 MHz Textur-Taktfrequenz ("TPU")
  • Voll funktionsfähiges FP32-Frontend
  • Lineare and bilineare Filterung
  • Interface mit PCIe 2.0 x4

Unter diesen Rahmenbedingungen ist die Selfmade-GPU in der Lage den legendären Shooter-Klassiker Quake in HD mit 1.280 × 720 Bildpunkten ("720p") mit 60 Bildern pro Sekunde zu beschleunigen und fehlerfrei darzustellen. Aktuell arbeitet der Entwickler daran, seiner FuryGPU entsprechende Shader-Funktionalitäten beizubringen.

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Weitere spannende Informationen zu dem ambitionierten Hobby-Projekt liefert der ausführliche Blog des Entwicklers.

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Quelle: Dylan Barrie

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DigiAngel Schraubenverwechsler(in)
        Eigentlich ist es als fixed functions chip ja gar keine GPU - fiese Bezeichnung kam erst mit der ersten Geforce auf.

        Sehr interessantes Projekt. Wo liegt man denn da Leistungstechnisch in etwa - ca. TNT2 Niveau?
      • Von DigiAngel Schraubenverwechsler(in)
        Eigentlich ist es als fixed functions chip ja gar keine GPU - fiese Bezeichnung kam erst mit der ersten Geforce auf.

        Sehr interessantes Projekt. Wo liegt man denn da Leistungstechnisch in etwa - ca. TNT2 Niveau?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von wakey
        Aber ist das aus technischer Perspektive tatsächlich eine GPU, oder ist es ein Gerät welches eine GPU "emuliert"?
        Mich interessiert auch ob neben dem FPGA auch die Arm Kerne irgendwie genutzt werden.

        Damit könnte die Fury GPU Quake ja theoretisch komplett eigenständig ausführen.
        Spannendes Projekt auf jeden Fall.
        Die ARM-Kerne dürften viel zu schwach sein, um relevant Leistung beizusteuern. Der FPGA-Teil wiederum bildet die Schaltungen in Hardware ab, arbeitet hier also als echter Grafik-Chip.

        Eine GPU ist es dennoch nicht, oder kann das Ding hT&L?
      • Von Ext3h Kabelverknoter(in)
        Zitat von wakey
        Aber ist das aus technischer Perspektive tatsächlich eine GPU, oder ist es ein Gerät welches eine GPU "emuliert"?
        Es ist eine GPU - aber noch aus der Fixed-Function-Ära, die mit OpenGL 2 / Direct3D 8 zum letzten Mal so funktionierte. Kurz gesagt hat die GPU das Beleuchtungsmodell in Hardware implementiert, füttert dieses direkt aus der Textureinheit und schreibt dann direkt über die ROP in den Framebuffer.

        Alles "wirklich simpel" solange man eine 400 MHz FPGA zur Hand hat, und deswegen eine sehr schmale Architektur wählen kann die nicht mehr als 4 Pixel pro Takt verarbeiten können muss.

        OpenGL 3 / Direct3D 9 hatten dann programmierbare Shader auf den GPUs vorausgesetzt. Da ist es dann wirklich kompliziert, weil die programmierbare Einheit viel länger braucht, und man deswegen von der auch viel mehr Instanzen für den gleichen Durchsatz benötigt.
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Aber ist das aus technischer Perspektive tatsächlich eine GPU, oder ist es ein Gerät welches eine GPU "emuliert"?
        Mich interessiert auch ob neben dem FPGA auch die Arm Kerne irgendwie genutzt werden.

        Damit könnte die Fury GPU Quake ja theoretisch komplett eigenständig ausführen.
        Spannendes Projekt auf jeden Fall.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat

        in HD mit 1.280 × 720 Bildpunkten ("720p")
        Ist irgendwie komisch geschrieben.
        Man müsste eigentlich schreiben:
        "in HD (1280x720 Bildpunkten)" oder "in 1280x720 Bildpunkten ("HD")"
        Da die Definition von HD eben 1280x720 ist, so wie FHD 1920x1080, WQHD 2560x1440 etc.

        Die Definition von 1280x720 ist eben nicht 720p wie es suggeriert wird durch ("720p")

        Aber back to topic:
        Hardware Entwicklung/Adaptierung ist super interessant. Gab ja vor einiger Zeit auch ne News dass jemand seine eigene CPU entwickelt hat
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