Forscher nutzen Desktop-Supercomputer mit GPUs - schneller als 350 CPU-Kerne
Für ihre Tomography und 3D-Bildrekonstruktionen mit Auflösungen von 1024³ benötigen die Forscher der Universität Antwerpen viel Rechenleistung - Ressourcen für einen klassischen Supercomputer haben sie aber nicht - daher wichen sie auf einen Desktop-Rechner aus, in dem acht G92-GPUs die Arbeit übernehmen.
Quelle: Bild: fastra.ua.ac.be
GPU-Supercomputer: Quad-9800GX2 mit acht G92-GPUs. Zur besseren Belüftung lassen die Forscher das Seitenteil geöffnet. (Bild: fastra.ua.ac.be)
Mithilfe der insgesamt acht GPUs und deren insgesamt 1.024 Shader-ALUs konnten die Wissenschaftler mehr Rechenleistung für ihre Zwecke gewinnen, als mit 350 herkömmlichen CPU-Kernen. Ihre benötigten Anwendungen wurden um Faktor 100 beschleunigt, so das FASTRA-Team - und das allein mit Gamer-Hardware. Der zusammengestellte PC kostet nicht mehr als 4.000 Euro und findet in einem geräumigen Towergehäuse Platz. Die teuerste Einzel-Komponente könnte leicht das Netzeil sein.
Vier Geforce 9800 GX2 im SLI zu betreiben ist zwar für den Spielbetrieb nicht möglich, Nvidias GPGPU-Umgebung CUDA jedoch benötigt lediglich ein funktionierendes PCI-Express-Interface, um alle im System vorhandenen GPUs und Shader-ALUs nutzen zu können.
Bewundern Sie in unserer Galerie die Fotos und Screenshots der belgischen Forscher - allein der Klotz aus vier Geforce-9800-GX2-Grafikkarten ist sehenswert - die Temperaturen bewegten sich dabei allerdings grenzwertig an die 100 Grad Celsius heran.
GPU-Supercomputer: Quad-9800GX2 mit acht G92-GPUs - Temperaturen bis 100° C sind kein Spaß (Bild: fastra.ua.ac.be)
Weitere Informationen finden Sie direkt bei der Uni Antwerpen.
