DIY-GPU: Ingenieur gibt Einblick in den Entwicklungsprozess

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DIY-GPU: Ingenieur gibt Einblick in den Entwicklungsprozess
Quelle: Adam Majmudar (X.com)

Der Ingenieur Adam Majmudar will eine eigene GPU entwickeln und gibt über X Einblicke in den Prozess. Ein erster Testchip ist offenbar schon fertig.

Für Endkunden sind bei Prozessoren und Grafikkarten oft nur die Leistungs- und Verbrauchswerte interessant, während Enthusiasten zuweilen auch über Fertigungs- und Architekturdetails und daraus resultierende Vor- und Nachteile diskutieren. Der tatsächliche Entwicklungsablauf - von der Grundschaltung einzelner Bauteile bis hin zu Schaltkreisen und schließlich dem ganzen Chip - spielt in der Öffentlichkeit hingegen kaum eine Rolle. Der Ingenieur Adam Majmudar will ebendiesen Prozess aber im Selbststudium lernen und zu diesem Zweck eine eigene DIY-GPU entwickeln.

Chips selbst entwickeln

Seinen Fortschritt hat Majmudar auf X dokumentiert und gibt damit interessante Einblicke. Dabei orientierte er sich am üblichen Chipentwicklungszyklus. Nachdem er sich die Grundlagen zur Fertigung und Funktionsweise von Transistoren angeeignet hat, zeichnete er mit einem passenden Programm die Masken, um einen CMOS-Inverter zu fertigen. Anschließend wurde ein erster Chip in der Hardware-Programmiersprache Verilog entworfen, die auch bei den großen Chipschmieden zum Einsatz kommt.

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Die so entstandene Schaltung wurde anschließend auf Fehler überprüft und mit dem Open-Source-Programme Openlane in ein echtes Chiplayout umgesetzt. Die Eckdaten zur Fertigung stammen dabei von der US-Foundry Skywater. Dort soll der Chip später im 130-nm-Prozess gefertigt werden. Das ist allerdings nicht für den gemachten, ersten Entwurf gedacht - denn dieser ist noch keine GPU, sondern eine CPU. Ein Grafikprozessor wird hingegen erst nachfolgend entwickelt.

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Dabei ist laut Majmudar die Verschwiegenheit der GPU-Hersteller wie AMD und Nvidia ein Problem, die Details zur grundlegenden Funktionsweise ihrer GPUs geheim halten. Trotzdem hat er die Hoffnung, dass die selbst entworfene Mini-GPU in wenigen Tagen ihren Tape-Out hinter sich haben wird. Bis zur Fertigung dürfte es dann aber noch dauern, schließlich wird die Foundry einige Vorlaufzeit brauchen. Auf Bilder und Praxisberichte zu dem Testchip wird man also wohl noch warten müssen, zumal dann auch noch die Software fehlt.

Quelle: via Tom's Hardware

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Geht denke ich nur wenns einen Anbieter geben sollte, der sowas generell anbietet (also Kleinserienchips herstellen) und der abgesehen von der Maske beispielsweise alles weitere im Bestand und Betrieb hat. Keine Ahnung obs sowas gibt - würde mich eigentlich wundern, ich glaube irgendwie nicht dass es genug Interessenten für sowas gäbe dass sich so ein fertiger/Geschäftsmodell irgendwie rechnen könnte.
        Für Geld bekommt man in der Regel alles und einige Firmen haben sich sogar darauf spezialisiert, multiple Chips pro Wafer fertigen zu lassen für Kunden, die weniger als eine Wafer-Fläche an Endprodukten benötigen (z.B.)
        Aber die Preise für Masken ändert das natürlich nicht. Zwei Nullen zusätzlich zu drei schon genannten wären für den kompletten Satz sehr wenig. Wenn der Chip am Ende die Komplexität und damit Layeranzahl kommerzieller 130-nm-Designs erreicht, dürfte es wenigstens siebenstellig werden, für moderne Fertigungen würde ich sogar achtstellig erwarten. Da lohnt für Kleinstmengen dann auch der Blick auf direkte Elektronenstrahllithographie, auch wenn nicht sagen kann, wo genau der Break Even liegt und wer sowas überhaupt anbietet. Am Ende solche Überlegungen landet man aber auf alle Fälle ganz schnell bei FPGA statt ASIC.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Geht denke ich nur wenns einen Anbieter geben sollte, der sowas generell anbietet (also Kleinserienchips herstellen) und der abgesehen von der Maske beispielsweise alles weitere im Bestand und Betrieb hat. Keine Ahnung obs sowas gibt - würde mich eigentlich wundern, ich glaube irgendwie nicht dass es genug Interessenten für sowas gäbe dass sich so ein fertiger/Geschäftsmodell irgendwie rechnen könnte.
        Für Geld bekommt man in der Regel alles und einige Firmen haben sich sogar darauf spezialisiert, multiple Chips pro Wafer fertigen zu lassen für Kunden, die weniger als eine Wafer-Fläche an Endprodukten benötigen (z.B.)
        Aber die Preise für Masken ändert das natürlich nicht. Zwei Nullen zusätzlich zu drei schon genannten wären für den kompletten Satz sehr wenig. Wenn der Chip am Ende die Komplexität und damit Layeranzahl kommerzieller 130-nm-Designs erreicht, dürfte es wenigstens siebenstellig werden, für moderne Fertigungen würde ich sogar achtstellig erwarten. Da lohnt für Kleinstmengen dann auch der Blick auf direkte Elektronenstrahllithographie, auch wenn nicht sagen kann, wo genau der Break Even liegt und wer sowas überhaupt anbietet. Am Ende solche Überlegungen landet man aber auf alle Fälle ganz schnell bei FPGA statt ASIC.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        PS:
        DANKE!!
        Danke lieber Autor, dass nicht mehr "(ehemals Twitter)" hinter dem X steht.
        Hatten wir uns nicht geeinigt, "Twitter (derzeit X)" stattdessen zu sagen?

        Schon geil, dass bei dem Dienst immer noch von "Tweeten" gesprochen wird und die Webadresse auf twitter.com lautet.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        PS:
        DANKE!!
        Danke lieber Autor, dass nicht mehr "(ehemals Twitter)" hinter dem X steht.
        Ist ja nicht von Sven

        Die Architektur Schematik sieht mir aber sehr einfach aus.

        Selbst in der Vorlesung "Rechenanlagen", die das nur nebensächlich behandelt, war das deutlich komplexer. Gut, da gings aber auch ehr um eine (primitive) CPU und nicht GPU.
        Für das am Montag startende Semester extra "Rechnerarchitektur" belegt, kann ja nur gut werden
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Geht denke ich nur wenns einen Anbieter geben sollte, der sowas generell anbietet (also Kleinserienchips herstellen) und der abgesehen von der Maske beispielsweise alles weitere im Bestand und Betrieb hat. Keine Ahnung obs sowas gibt - würde mich eigentlich wundern, ich glaube irgendwie nicht dass es genug Interessenten für sowas gäbe dass sich so ein fertiger/Geschäftsmodell irgendwie rechnen könnte.
      • Von Turbo1993 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Ich schätze eher dass du da noch ein, eher zwei Nullen dran machen kannst.
        Es wird erst über die Menge "günstig" - einen einzelnen Chip herzustellen erfordert im Wesentlichen ja die gleiche Arbeit/Maschinerie/Vorbereitung wie derer (zig-)Tausend...
        Dann frage ich mich ernsthaft, wie er diesen Hobby-Chip finanzieren will. Ist halt die Frage, ob es noch eine günstige Alternative gibt, um testweise einzelne Chips zu fertigen, anstatt gleich den ganzen Aufwand für eine Serienfertigung machen zu müssen.
      Direkt zum Diskussionsende
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