Bessere Texturen mit KI-Kompression: AMD stellt Neural Texture Block Compression vor
AMD hat eine neue Textur-Kompression namens "Neural Texture Block Compression" angekündigt, die unter anderem ein KI-Netzwerk verwendet. Welche Vorteile dieser Ansatz bietet, wird man voraussichtlich kommende Woche sehen.
Texturen werden auf Grafikkarten meist nicht mit ihren einzelnen Farbwerten abgespeichert, sondern stattdessen durch eine Blockkomprimierung verkleinert. Diese zerlegt die Bilder in kleine Pixelblöcke, denen jeweils ein deutlich reduzierter Farbraum zugewiesen wird. Das geht zwar zulasten der Darstellungsqualität, es reduziert aber gleichzeitig die notwendige Speichermenge im VRAM und schont zudem die Anbindung des Speichers zur GPU. Verbesserungen an diesem Vorgehen, die entweder die Qualität oder die Kompression verbessern, könnten zukünftigen Spielen dabei helfen, mit derselben Hardware eine noch bessere Grafik zu ermöglichen.
Bessere Grafik dank KI?
Passend dazu forscht AMD offenbar an dem Thema und hat nun eine neue Kompressionsmöglichkeit auf Basis von KI entwickelt - die Neural Texture Block Compression. Ebendiese soll am 2. Juli von den Entwicklern Shin Fujieda und Takahiro Harada auf dem EGSR (Eurographics Symposium on Rendering) vorgestellt werden. Dann dürfte hoffentlich auch das entsprechende Paper erscheinen, das nähere Details zu der neuen Blockkompression liefert.
Im Voraus hat AMD nur ein unbeschriftetes Diagramm veröffentlicht, das wohl den Komprimierungsverlauf abbildet. Demnach werden unter anderem zwei getrennte, neuronale Netzwerke verwendet, die die Farbpalette und die entsprechenden Pixelwerte festlegen sollen. Mindestens dort wird die besagte KI zu finden sein, denn die neuronalen Netzwerke werden wohl - wie üblich - anhand von Referenzdaten antrainiert.
Insgesamt dürfte AMDs Neural Texture Block Compression vermutlich in eine ähnliche Richtung gehen, wie die von Nvidia vor einem Jahr vorgestellte Neural Texture Compression. Diese soll bei identischem Speicherverbrauch einen deutlich höheren Detailgrad als übliche Blockkomprimierungen bieten. Ob AMD hier mithalten oder Nvidias Ansatz gar überbieten kann, wird man kommende Woche sehen.
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In jedem Fall dürfte die KI-Texturkomprimierung allerdings etwas mehr Rechenleistung benötigen. Dazu werden wohl die neuerdings in GPUs enthaltenen KI-Einheiten belastet. Inwiefern hier ein Tausch von Rechenleistung gegen Speicherbelegung sinnvoll ist, wird die Zukunft zeigen müssen. In jedem Fall dürfte AMDs neuer Ansatz aber wichtig werden, um die KI-Kompression im Grafikspeicher voranzutreiben. Sofern diese tatsächlich handfeste Vorteile bietet, wäre zudem wünschenswert, dass entsprechende Bestrebungen in einem DirectX-Standard münden - wie es aktuell etwa mit Direct Super Resolution passiert.
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Quelle: via Videocardz

Sofern diese tatsächlich handfeste Vorteile bietet, wäre zudem wünschenswert, dass entsprechende Bestrebungen in einem DirectX-Standard münden
Trotzdem guter Ansatz von beiden. Upscaling zeigt ja, wie wichtig Software/Fetaures bei Leistungssteigerungen sein können. Besser so als immer größere Watt-Monster-GPUs zu bauen. Ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
Karten ala 4090 / RX 7900 XT (oder größer) wäre das (ausser in ein paar Mods?) wohl Overkill aber die ganzen 8 GB Kartoffel hatten ggf. was von.
Freue mich aber auf die ersten Test.
Trotzdem guter Ansatz von beiden. Upscaling zeigt ja, wie wichtig Software/Fetaures bei Leistungssteigerungen sein können. Besser so als immer größere Watt-Monster-GPUs zu bauen. Ist einfach nicht mehr zeitgemäß.