AMD ROCm: Offene KI- und ML-Plattform soll sich auf Radeon unter Windows mit Nvidia CUDA messen
AMD arbeitet aktuell daran, seinen quelloffenen CUDA-Konkurrenten ROCm auch für Windows-Benutzer zugänglich zu machen und auf handelsüblichen Radeon-Grafikkarten für Consumer lauffähig zu machen. Damit könnten dann bald auch Endanwender von ML-Frameworks wie TensorFlow und PyTorch für entsprechende KI-Workloads profitieren.
AMD arbeitet derzeit daran, ROCm, eine quelloffene Compute-Plattform für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sowie die entsprechenden Workflows, auch für Benutzer von Windows zugänglich zu machen und zudem Unterstützung für die hauseigenen Consumer-Grafikkarten der Gaming-Serie Radeon hinzuzufügen.
ROCm ist bereits im professionellen Einsatz
Aktuell kommt ROCm ausschließlich auf Profi-Beschleunigern wie der AMD Instinct MI250, einer CDNA-2-Compute-GPU mit 128 GB HBM2e und Infinity Fabric Links auf einem Multi-Chip-Package, Systemen mit AMD Epyc und der Radeon Pro W-Serie exklusiv unter freien Betriebssystemen auf Bais von Linux zum Einsatz.
CUDA-Konkurrenz auch im Privatbereich
Anders als es Nvidia mit CUDA praktiziert, hat AMD seine KI- und ML-Plattform Radeon Open Compute ("ROCm") bereits am 14. November 2016 als Open Source freigegeben. Die quelloffene Software ist für GPU-Computing unter Linux vorgesehen und nutzt dazu unter anderem die ML-Frameworks TensorFlow und PyTorch. Zudem stehen die beiden ML-Bibliotheken MIOpen für Hochleistungs-ML-Primitive sowie MIVisonX für die Implementierungen von Khronos OpenVX und OpenVX für mannigfaltige Anwendungsbereiche bereit.
AMD ROCm ist insbesondere für ML-Workflows aus den nachfolgenden KI-gestützten Bereichen ausgelegt:
- Biowissenschaften
- Arzneimittelforschung
- Automatisierung und Robotik
- Bild- und Videoerkennung
- Autonomes Fahren
Zudem werden Containerisierung-Tools wie Docker, Singularity, Kubernetes und Slurm über Erweiterungen unterstützt, was System- und Workloadbereitstellungen einfacher und effizienter macht. Vorkonfigurierte Docker-Container sind ebenfalls bereits vorhanden, was die ML-Anwendungsentwicklung beschleunigt.
ROCm soll auf Radeon unter Windows laufen
Das gesamte Featureset der ROCm-Plattform, welches bis jetzt auf professionelle Workstation- und Server-Grafikkarten beschränkt war, möchte AMD jetzt auf seinen Consumer-Grafikkarten der Serie Radeon unter Windows 10/11 laufen lassen. Damit stünden dann Allzweck-Computing auf Grafikprozessoren, Hochleistungs-Computing, heterogenes Computing sowie die Programmiermodelle HIP, OpenMP/Message Passing Interface und OpenCL auch im privaten Umfeld zur Verfügung.
Whitepaper bestätigt AMDs Pläne
"Ja, wir arbeiten aktuell daran, ROCm für Windows verfügbar zu machen", sagte Forrest Norrod, Senior Vice President und General Manager von AMDs Datacenter and Embedded Solutions Business Group, während eines Interviews mit c't. "Wir werden auch Unterstützung für andere Teile unseres Radeon-Portfolios hinzufügen", fügte Forrest Norrod hinzu und bestätigte damit, was einem für kurze Zeit öffentlich zugänglichen Whitepaper ohnehin bereits entnommen werden konnte.
Demnach sollen die nachfolgenden Beschleuniger und Grafikkarten die kommende Version 5.6.0 Alpha von ROCm unterstützen:
- AMD Instinct
- Instinct MI250X
- Instinct MI250
- Instinct MI210
- Instinct MI100
- Instinct MI150
- AMD Radeon
- Radeon Pro V620
- Radeon Pro W6800
- Radeon RX 6900 XT*
- Radeon RX 6600*
- Radeon R9 Fury*
*) erstmals offiziell unterstützt!
In der Zwischenzeit führt auch die ROCm-Projektseite auf GitHub die drei ersten Radeon-Grafikkarten ganz offiziell in der GPU-Supportliste.
Quelle: AMD via HWTraveler via GitHub
AMD ROCm
Weshalb die Wahl der ersten Kandidaten insbesondere auf die Radeon RX 6900 XT und Radeon RX 6600 sowie die ziemlich betagte Fiji-Grafikkarte Radeon R9 Fury mit HBM-Speicher gefallen ist, weiß nur der Hersteller. Neben dem kommenden ROCm in der Version 5.6.0 Alpha wird außerdem mindestens der AMD-Grafiktreiber Adrenalin in der Version 22.40 sowie das HIP SDK Core vorausgesetzt.
Quelle: AMD via HWTraveler via GitHub
AMD ROCm
Radeon R9 Fury kann mehr als die Radeon RX 6900 XT
Die noch nicht veröffentlichte AMD ROCm 5.6.0 Alpha wird vollständige Unterstützung für die AMD Radeon R9 Fury bieten, welche im Juli 2015 auf den Markt kam, während die Radeon RX 6600 und Radeon RX 6900 XT lediglich Zugriff auf das Heterogeneous Interface for Portability SDK (HIP) haben werden. Zumindest in dieser Hinsicht kann der alte Fiji-Chip die moderne RDNA-2-GPU schlagen.
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Quellen: @nakasya911 via Twitter, Whitepaper mit Account-Pflicht, AMD via Github, AMD via Website, Tom's Hardware

Android wird primär von Google und nach den Wünschen von Google entwickelt. Der einzige Vorteil ist, dass der Hersteller des Gerätes keine Lizenzgebühren an Google abführen muss. Wobei das natürlich auch nur die halbe Wahrheit ist, denn überall wo der Playstore drauf ist, zahlt der Nutzer am Ende doch an Google.
Ich bin mir relativ sicher, dass FSR verbeiteter ist. Zumindest was AA(A) Games angeht.
Über alle Spiele gesehen, kann NV sicherlich führen.
Trotzdem bleibt immernoch FreeSync als OpenSource, was verbreiteter als die dazugehörige proprietäre Technik ist.
Edit: Sorry, war falsch ausgedrückt. FSR verbreitet sich schneller als DLSS und wird in der Anzahl der unterstützen Spiele bald vor DLSS liegen. Siehe dazu die release Zeitpunkte von FSR sowie DLSS und rechne dann die "Games/Monat" aus.
Hatte das vor 2, 3 Monaten mal gemacht und bin eben auf o.g. Ergebnis gekommen. FSR wird im Durchschnitt von mehr Spielen/Monat supported.
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Nvidia wirbt mit über 290 Spielen und 50 weiteren in der Pipeline:
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Also mal wieder Fakenews aus dem roten Lager.