AMD und Nvidia: GPUs nicht von Spectre oder Meltdown betroffen
Während die Sicherheitslücken Spectre und Meltdown die Prozessorhersteller in Bedrängnis bringen, haben AMD und Nvidia nun bekräftigt, dass die hauseigenen Grafikprozessoren nicht betroffen sind. Grund dafür ist, dass die Grafikarchitekturen keine spekulative Ausführung implementiert haben.
Wie dem offiziellen Statement zu von AMD zu entnehmen ist, wird weiterhin an Patches für die drei von Google entdeckten Sicherheitslücken gearbeitet. Erste Updates wurden bereits ausgeliefert oder folgen in Kürze. Das betrifft auch die zweite Variante von Spectre, die für AMD-Prozessoren ohnehin ein "near zero-risk" darstelle. Sie soll ebenso nach und nach für die verschiedenen Plattformen gepatcht werden. Die dritte Lücke "Meltdown" betrifft ohnehin nur Intel-Prozessoren.
Wie AMD am Ende des Dokuments betont, sind die hauseigenen GPU-Architekturen nicht von den Sicherheitslücken betroffen. Das liegt daran, dass dort, im Gegensatz zu den hauseigenen Prozessoren, keine spekulative Ausführung zum Einsatz kommt. Diese Funktion ist die Basis für die Spectre-Sicherheitslücke in den CPUs von Intel, AMD und ARM.
Auch Nvidia gab bekannt, dass die Grafikprozessoren des Unternehmens nicht von den Lücken betroffen seien. Dennoch sind Updates der Treibersoftware nötig, um das Risiko für betroffene Prozessoren zu senken.
Die spekulative Ausführung ("spekulative Execution") ist eine Funktion von Prozessoren, die ungenutzte Ressourcen verwenden soll: Während der Prozessor nicht vollständig ausgelastet werden kann, beispielsweise weil er auf einen Speicherzugriff wartet, versucht er, die nächste Berechnung vorherzusagen.
Ist eine der Vorhersagen richtig, dann wird später im Programmablauf Zeit eingespart, was in einer insgesamt schnelleren Abarbeitung und damit höhere Leistung resultiert. Da die spekulativen Berechnungen jedoch auch falsch sein können, steigt der Energiebedarf durch die Funktion überproportional an.