AMD NTBC: KI-Texturkompression spart bis zu 70 Prozent Speicherplatz

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AMD NTBC: KI-Texturkompression spart bis zu 70 Prozent Speicherplatz
Quelle: AMD (NTBC Paper)

AMD hat die KI-Kompression "Neural Texture Block Compression" inzwischen offiziell vorgestellt. Diese soll Spiele deutlich kompakter speichern können. Es gibt aber auch Nachteile.

Wie angekündigt hat AMD auf dem EGSR (Eurographics Symposium on Rendering) eine neue KI-Texturkompression namens Neural Texture Block Compression (NTBC) vorgestellt. Jetzt, eine Woche später, wurde schließlich auch das entsprechende Paper für GPU Open veröffentlicht. Damit ist nun unter anderem die erreichte Kompressionsrate bekannt - und diese ist ordentlich.

Speicher, Performance und Qualität

Laut AMD ist NTBC momentan als Ersatz für die in vielen Spielen genutzten Kompressionsalgorithmen BC1 und BC4 ausgelegt. Gegenüber diesen soll der Speicherverbrauch um bis zu rund 70 Prozent geringer ausfallen. Gemeint ist dabei aber offenbar nur der Festspeicher. Von dort müssen die Texturen dann noch durch ein KI-Netzwerk umgewandelt und wie gewohnt im VRAM der Grafikkarte gespeichert werden.

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Angesichts des teils sehr großen Platzverbrauchs moderner Spiele ist aber natürlich auch eine Reduktion beim Festspeicher erfreulich. Zumal der mit NTBC einhergehende Qualitätsverlust laut AMD nicht allzu groß, teils aber natürlich durchaus vorhanden ist. Parallel ist auch die für die Dekompression benötigte Rechenzeit zu bedenken. Ein von AMD entwickeltes "Conservative"-Modell, das RGB- und farblose Texturen getrennt behandelt, benötigt auf einer Radeon RX 7900 XT zwischen 25,6 und 49,8 ms für ein Material mit sechs 4K-Texturen. Ein alternatives "Aggressive"-Modell, das beide Texturarten zugleich bearbeiten kann, kommt hingegen auf rund 26,0 bis 27,3 ms. Dieser Overhead ist laut AMD in der Praxis aber kein Problem.

Vergleichstabelle eines Materials mit vier Einzeltexturen. NTBC erreicht gegenüber der normalen Blockkomprimierung eine deutlich höhere Kompressionsrate. Quelle: AMD (NTBC Paper) Vergleichstabelle eines Materials mit vier Einzeltexturen. NTBC erreicht gegenüber der normalen Blockkomprimierung eine deutlich höhere Kompressionsrate.

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Nachdem die Neural Texture Block Compression zur klassischen Grafikpipeline kompatibel ist, könnte sie wohl bereits in Spielen eingesetzt werden. Ob und wann das der Fall sein wird, ist bislang aber noch nicht bekannt. In jedem Fall soll NTBC aber weiterentwickelt werden. Als Nächstes stehen dabei eine weitere Verbesserung der Technik und eine Ausweitung des Supports auf dem Plan, sodass AMDs KI-Texturkompression in Zukunft auch die moderneren Algorithmen BC6H und B7 ersetzen kann.

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Quelle: GPU Open (Paper Download) via Wccftech

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Das wird vor allem für die nächsten Konsolen hilfreich sein, für uns aber weniger interessant.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Das wird vor allem für die nächsten Konsolen hilfreich sein, für uns aber weniger interessant.
      • Von theoturtle Freizeitschrauber(in)
        Zitat von INU.ID
        Selbst der Platz im RAM/VRAM sollte heutzutage doch eigentlich keine große Rolle mehr spielen (wenn die Graka-Hersteller nicht knausern, RAM kann man ja aufrüsten). Aber klar, wenn man in seine 8GB/12GB/16GB usw. VRAM mittels Kompression noch mehr Details bekommt, man also zb. mit seiner 8GB Karte dadurch fast die Texturqualität wie mit einer 12GB Karte bekommt, warum nicht. Hauptsache der Speicher ist immer voll. Aber wenn die Kompression dafür genutzt wird, dass der RAM/VRAM leerer wird, kann man sich das mMn sparen. Leerer RAM/VRAM ist nutzloser RAM/VRAM.
        Was das aufrüsten angeht - wan kommen denn nun die Grafikkarten die man aufrüsten / nachrüsten kann ?
        Würde die Lebenszeit so mancher VRAM Krüppel deutlich verlängern.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Acgira
        Das klingt für mich, dass sich manche Spieler wünschten, dass in Zukunft bestenfalls 3, 6, 8 GB Grafikkarten gibt, in der Hoffnung, dass Highend Grafikkarten dann wieder weniger als 500€ kosten - wie vor 20 Jahren.
        Meine Hoffnung wäre beides, Grafikkarten mit steigenden vram und Techniken um noch mehr aus dem vram raus zu holen.
      • Von Finsternis5 Komplett-PC-Käufer(in)
        Weiß nicht, die Normal Map oben auf der Seite überzeugt nicht besonders. Details verwaschen, unschöne Artefakte und ausfransen von Rundungen. Besseres Ergebnis hat man derzeit vielleicht sogar mit einer halb so großen Normal Map, die man dann einfach streched.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Jaffech
        Das Problem hier:
        Die 70% beziehen sich auf Texturen, nicht auf Cutscenes, Geometrie, Audio, etc.
        Realistisch würde ich ehr sagen von 100 auf 70GB oder 200 auf 140GB
        Ja stimmt. Das hatte ich in meiner Rechnung nicht berücksichtigt.
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