AMD Instinct MI200 "Aldebaran": Auch 128 GiB pro GPU mittlerweile bestätigt
AMDs HPC-Grafikkarte Instinct MI200, auch unter dem Codenamen Aldebaran bekannt, wird bekanntlich zwei GPU-Dies zum Einsatz bringen. Nun bestätigt ein Dokument die bereits schon länger durchs Netz gehenden 128 GiByte Speicher pro GPU.
AMDs Instinct MI200 Grafikkarte für den professionellen Ansatz im High-Performance-Segment ist um ein Detail reicher: Nachdem über Linux-Kernel-Updates im Juni bereits bestätigt wurde, dass tatsächlich zwei GPU-Dies zum Einsatz kommen, sind auch die 128 GiByte Speicher pro GPU nun eine gesicherte Größe. Indirekt bestätigt hat sie Ugo Varetto, seines Zeichens CTO von Pawsey. Varetto hatte Details zum neuen Supercomputer Setonix kommuniziert - und dabei auch die 128 GiB pro GPU. Besagter Supercomputer soll mehr als 750 der GPUs beherbergen. Dazu gesellen sich laut Varetto mehr als 200.000 AMD-Milan-CPU-Kerne (Zen 3).
Instinct MI200 lässt Radeon RX 6900 XT wie Zwerg wirken
128 GiByte Speicher pro GPU decken sich mit den Angaben, die Hardware-Enthusiast Lucuza unlängst erst auf Twitter nannte. Als weitere Details nannte er 128 Compute Units pro Chiplet, insgesamt also 256 CUs. Das ergibt sage und schreibe 16.384 Shader-Einheiten. Vega 20 setzte damals noch auf 64 CUs, der Ende letzten Jahres veröffentlichte Instinct MI100 (CDNA 1) auf 128 beziehungsweise 120 aktiven Compute Units. Wie potent ein 256 CUs starker Pixelbeschleuniger wäre, verdeutlich der Vergleich mit Gaming-Grafikkarten: Eine Radeon RX 6900 XT verfügt über gerade einmal 80 CUs mit 5.120 Shader-Einheiten.
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Was die 128 Gibyte, die pro Chip zum Einsatz kommen, besonders interessant macht: Es soll sich um HBM2e handeln, dessen Interface seit dem MI100 in Summe von 4.096 auf 8.192 Bit wächst. Dabei gibt es pro GPU-Chiplet, wie der Buschfunk verkündet, viermal 16 GiByte mit einer 1024-Bit-Anbindung. AMDs Instinct MI200 wird noch für das laufende Jahr 2021 erwartet.
Quelle: HPC Wire

Es sind 4 Stapel pro GPU-Die
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Darüber hinaus ist die übermäßige Betonung von HBM2E im Artikel auch eher zu ignorieren, denn absehbar werden die einzelnen Stacks sehr konservativ getaktet sein und nicht einmal ansatzweise nahe dem Maximum betrieben werden, mit dem HBM2E ansonsten von den üblichen Verdächtigen medienwirksam beworben wird. Dass hier HBM2E verwendet wird, dürfte eher daran liegen, dass die großen drei die ältere HBM-Fertigung auslaufen lassen und auf die HBM2E-Produktion umschwenken.