Piranha Bytes - Elex und Ausblick
Es ist nicht selbstverständlich, dass ein kleiner Entwickler über längere Zeit Bestand hat. Piranha Bytes ist eine der erfreulichen Ausnahmen. Nun wurden das Team aus Essen, fast 22 Jahre nach seiner Gründung, von THQ Nordic übernommen. Grund genug, noch einmal auf die Meilensteine der Gothic- und Risen-Macher zurückzublicken. Die Zukunft bleibt spannend. Ebnet die Übernahme womöglich den Weg für Elex 2, Gothic 5 und Remakes der Klassiker?
In diesem Artikel
Auf der zweiten Seite setzen wir die Geschichte von Piranha Bytes ab Risen 3 fort und geben einen Ausblick nach der Übernahme des Studios durch THQ Nordic. Wo geht die Reise hin? Mindestens zu Elex 2, aber dann?
Risen 3: Titan Lords und die Altlasten des Vorgängers
Dass sich Piranha Bytes der Kritik des Vorgängers bewusst war, machte man bereits in der Ankündigung deutlich. Old-School. Dieses Mantra zog sich damals quer durch die Marketing-Kampagne zu Risen 3. Es gab sogar spezielle Trailer, die nichts anderes taten, als das Old-School-Gameplay in den Vordergrund zu stellen. Als wollte man laut in die Welt hinausrufen: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.
Ungewohnt für den Entwickler war, dass man den Helden der Vorgänger kurzerhand über Bord warf. Er hatte in Teil 3 ohne größere Erwähnung ausgedient und wurde durch einen bis dahin unbekannten Akteur ersetzt. Fortan war man als Sohn Kapitän Stahlbarts unterwegs, ergo auch Bruder der aus den Vorgängern bekannten Patty. Von dem hatte man nur nie zuvor etwas gehört. Immerhin verfügte dieser zu Beginn des Spiels noch über jede Menge Fähigkeiten, bis sich PB abermals eines Kunstgriffs bediente: Der Held wurde vom Schattenlord der Feigheit seiner Seele beraubt und von Patty vermeintlich tot zu Grabe getragen. Schon war es das mit den Skills.
Erst einige Wochen später sollte der Held von Voodoo-Arzt Bones zurück ins Leben gezaubert werden. Damit war er lange genug abstinent, dass die Welt wieder aus den Fugen geraten konnte. Dieses Mal machten Schattenlords sie sich untertan und das galt es selbstredend zu verhindern. Gleichzeitig musste man die Figur wieder aufpäppeln und irgendwie deren Menschlichkeit zurückgewinnen. Auf den Weg dorthin driftete der Held immer mal wieder ab in die Schattenwelt, eine Art Albtraumebene für schon mal Gestorbene.
Ansonsten entsprachen die Mechaniken weitgehend denen des Vorgängers. Man hatte wieder sein Schiff, konnte eine Besatzung zusammenstellen und besaß nun auch noch so etwas wie Seelenpunkte. Doch noch immer musste man viel zu viel Skills immersionsfeindlich in Menüs zusammenklicken, nach wie vor gab es Schusswaffen und Voodoo-Zauber. Dafür kamen wieder vertrautere Fraktionen ins Spiel. Neben den Voodoo-Magiern konnte man sich der Gilde der Wächter und den Dämonenjägern anschließen. Erstere orientierte sich grob an den Paladinen der Gothic-Reihe. Zu ihrem Markenzeichen gehörten starke Rüstungen und Schwerter anstelle der filigranen Piratenkluft. Als Leibwache der Magier von Taranis profitierten sie aber auch von der Magie der Kristalle - wie seinerzeit die Paladine von Runen und Schriftrollen.
Bei den Dämonenjägern handelte es sich um einen uralten Kult, der erst unlängst von einem alten Vertrauten wieder ins Leben gerufen wurde. Dem Druiden Eldric kam bereits in den ersten beiden Teilen eine Schlüsselrolle zu. In Risen 1 war er wichtiger Plotgeber gewesen, im zweiten Teil hatte er sich sogar der Besatzung des Schiffes angeschlossen. Jetzt, da er auch noch die Dämonenjäger in die Schlacht führte, entpuppte er sich erst recht als Tausendsassa.
Bei der Spielwelt bediente der Entwickler sich wie schon bei Gothic 2 eines alten Tricks. So wie damals Teile des Minentals übernommen und als von Drachen in Trümmern gelegt neu arrangiert wurden, tauchen jetzt verschiedene Schauplätze der Vorgänger wieder auf. Dort trieben neuerdings ominöse Schatten ihr Unwesen - Teile der Welt hatten sich dabei zu einer Art Vorhölle verwandelt.
Auch wenn die Bewertungen wieder besser ausfielen, waren Fans weiterhin zwiegespalten. Viele störten sich an den Altlasten der Vorgänger; denn es war unverkennbar, dass man das Grundgerüst vielfach recycelt hatte. Manche Assets waren sogar 1:1 übernommen worden, als hätte man bis Sommer 2014 nicht genug Zeit für ein komplett neues Spiel gehabt. Dass man sein Schiff nun auch in die Schlacht führen konnte, kam auch nicht bei allen gut an. Gut gemein war die Idee sicher, doch im Vergleich zur Assassin's Creed-Reihe, wo man sich das Feature offenbar abgekupfert hatte, ließ das Ganze doch wieder den nötigen Feinschliff vermissen.
Auch die über den Haufen geworfene Lore stieß manchen sauer auf. Dass beispielsweise der Druide Eldric nun ganz andere Wesenszüge zeigte, sogar optisch eine Metamorphose durchlebt haben musste und dazu noch einen anderen Synchronsprecher hatte, war mindestens merkwürdig. Auch die aus den Vorgängern bekannte Patty war weder optisch noch stimmlich wiederzuerkennen. Überhaupt nahm man es mit der Sprecherkontinuität nicht sonderlich genau. Das ließ viele bekannte Figuren im Einheitsbrei untergehen. Immerhin gab es für den alten Helden einen kleinen Cameo, in dem er - ebenfalls mit anderer Stimme - erklärte, ihm sei die Lust am Abenteuer vergangen. Ansonsten ließ sich auch am Kampfsystem wieder mal einiges beanstanden. Den Ausweichrollen haftete nicht nur etwas übertrieben Akrobatisches an, sie machten Kämpfe mitunter auch leicht und austauschbar. Da man schon recht früh an den meisten Gegnern vorbeikam, war skillen zwar nett, aber im späteren Spielverlauf nicht mehr wirklich notwendig. Trotz einiger wirklich cooler Ideen, allen voran bei den Voodoo-Zaubern.
Quelle: Deep Silver
Risen 3 mit einem neuen Helden (2014)
Der Endkampf mit dem Todestitanen Nekroloth gestaltete sich sogar recht herausfordernd, aber das plötzlich erscheinende Erklärungs-Popup war auch alles andere als oldschoolig. Alles in allem eben ein typischer Piranha Bytes-Titel: Urige Dialoge, interessante Welt, viele gute Ansätze, aber manches auch nicht zu Ende gedacht und vereinzelt so seltsam deplatziert, dass es schon wieder Charme hatte.
Fans vermuten übrigens, dass nur deswegen ein neuer Held zum Einsatz kam, weil der Sprecher nicht zur Verfügung gestanden hatte. Dass die Entscheidung recht kurzfristig gefallen sein musste, ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Teilweise werden sogar die Kostüme des alten Helden aufgetragen. Sprecher Martin Schäfer verstarb im Mai 2017 im Alter von nur 52 Jahren.
Elex als Neustart mit alten Stärken - und ungewöhnlichem Setting
Schon die ersten Gegner in Elex waren Ende 2017 eine kleine Herausforderung. Als hätten die Entwickler das Kampfsystem vergessen. Klingelt da was? Genau, das kennt man aus alten Gothic-Tagen. Die meisten dürften heilfroh gewesen sein, als ihnen endlich der erste Begleiter über den Weg lief. Danach ging das Gemetzel zwar leichter von der Hand, doch die Reise war noch immer kein Klacks und die erste Siedlung lag gefühlte Ewigkeiten entfernt. Dort angekommen, musste man sich auch wieder ganz langsam vorantasten. Am besten laberte man sich erst mal irgendwie durch und versuchte sich an kleineren Aufgaben, um die ersten Erfahrungspunkte zu sammeln. Der damaligen Berichterstattung ist zu entnehmen, dass Elex sogar für Piranha Bytes-Verhältnisse als zu schwer empfunden wurde. Wenn man Risen 2 und 3 als Maßstab nimmt, mochte das vielleicht sogar stimmen. Bei Gothic ist einem aber nie irgendwas geschenkt worden. Man hatte sich langsam vorankämpfen müssen und dafür ist es gefeiert worden. Man sollte sich nun also auch bei Elex schon an allen möglichen Orten der Welt herumgetrieben und Erfahrungspunkte und Skills gesammelt haben, um für vermeintlich frühe Quests gewappnet zu sein. Dieses Mal übrigens wieder alles zusammenhängend, nicht mit den aus den letzten Risen-Abenteuern bekannten, voneinander abgeschlossenen Inseln. Ebenfalls wieder dabei: viele schon aus Gothic-Tagen bekannte Sprecher.
Piranha Bytes hatte mit Elex das Genre sicherlich nicht neu erfunden, aber in mancherlei Hinsicht wieder zu alten Stärken zurückgefunden. Die Technik war natürlich abermals unzeitgemäß, allen voran die Animationen und auch sonst war vieles gewohnt ungeschliffen. Eben keine Hochglanzstangenware, sondern die Arbeit eines winzigen Studios. Dennoch experimentierten die Entwickler mit vielen neuen Mechaniken. Zu nennen ist hier etwa das Jetpack, das ein wenig wie der alte Leviathan-Zauber funktioniert. Mit etwas Übung ließ sich dadurch manch Gegner geschickt aus der Bahn werfen. Es war keine Deus Ex Machina, aber doch ziemlich nützlich, sodass man es in anderen Titeln erst mal vermisst hat. Der Ladebalken reichte immer nur für kurze Manöver und vor Fernkampfwaffen war man auch nicht gefeit. Also musste man experimentieren. Notfalls rettete man sich über die nächstbeste Klippe und zündete kurz vor dem Aufprall die Düsen.
Von Piraten hatten die Piranha Bytes inzwischen Abstand genommen. An deren Stelle traten Fraktionen, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können. Auf der einen Seite die futuristischen Albs als neuer Feind, der planetenweit Elex sammelt und zulasten der Menschlichkeit damit experimentiert. Ihnen entstammte auch der Hauptprotagonist, erstmals mit einem Namen. Jax war einst aufstrebender Commander gewesen, scheiterte jedoch zu Beginn der Handlung mit einer Mission und erlebte, nach schwerem Elex-Entzug, erstmals wieder Emotionen. Eigentlich sah er die spielbaren drei Fraktionen nur als Mittel zum Zweck, um wieder zu alter Stärke zu finden. Er entdeckte jedoch alsbald seine Menschlichkeit und begann die Alb-Machenschaften zu hinterfragen.
Als einzige Fraktion im Spiel, die für Piranha Bytes bis 2017 typisch war, sind die Berserker zu nennen. Sie verachteten jede Form von Technik und zogen mit Schwertern, Bögen und klassischer Magie in die Schlacht. Die Outlaws, als Ausgestoßene nach Fallout-Art, waren bereits wesentlich fortschrittlicher. Sie bauten hauptsächlich auf Granaten, Gewehre und Raketenwerfer. Nur die Kleriker konnten es technisch mit den Albs aufnehmen, wollten aber anders als diese alles Elex vom Antlitz des Planeten fegen. Plasmawaffen, Drohnen, Jetpacks und allerlei technisches Spielzeug standen ihnen dazu zur Verfügung, obendrein verfügten sie noch über PSI-Kräfte und konnten eine Art Magie wirken lassen. Das allerdings nicht auf dem Niveau der Berserker. Alle drei Fraktionen lagen miteinander im Clinch - und waren sich nur darin einig, dass man besser einen Bogen um die Albs machte.
Das namensgebende Element Elex war vor 160 Jahren durch einen Meteoriten-Einschlag auf den Planeten Mangalan gekommen und hatte sich allerorten verteilt. Durch den Einschlag war auch die Zivilisation fast vollständig vernichtet worden. Die Ruinen waren im Spiel teilweise noch erhalten und für das ein oder andere Dungeon und Beutegut zu haben.
Schwächen auf Seiten der Technik oder dem rustikalen Sounddesign mochten manchem ein Dorn im Auge gewesen sein. Nach unserem Dafürhalten konnte es Ende 2017 aber viele Fans zurückholen, sofern sie bereit waren, sich auf die neuen Mechaniken und das ungewohnte Setting einzulassen. Beim nächsten Mal vielleicht wieder ein bisschen kleiner für die dichtere Atmosphäre. Das fehlte noch für den richtigen Gothic-Charme.
Elex 2, Gothic 5 oder Remakes - was kommt als Nächstes
Jetzt, nach der Übernahme Piranha Bytes durch THQ Nordic, schwebt über allem ein großes Fragezeichen. Wie geht es weiter? Und die wichtigeste aller Fragen: Wird Piranha Bytes weiter Piranha Bytes sein? Der Entwickler selbst jedenfalls sagt, dass sich eigentlich nichts ändert. Man genieße weiterhin viele Freiheiten. Außerdem soll die Studioleitung in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Und obwohl eine offizielle Bestätigung noch fehlt, sieht es ganz so aus, als arbeite man längst an einer Elex-Fortsetzung. Nebulös hat man es ja schon angedeutet. Piranha Bytes erwähnte sogar Remakes in einem dargereichten FAQ. Auch wenn man die Aussicht gleich einschränkt und erklärt, aus heutiger Sicht nichts kommentieren zu können - ein Dementi sieht anders aus.
Jetzt, da die Rechte komplett in den Händen des Publishers liegen, würden sich Remakes und Elex 2 nicht mal gegenseitig ausschließen. Die Neuauflage müsste ja nicht von Piranha Bytes kommen. Es wäre wohl unrealistisch zu erwarten, dass jemand Fremdes Gothic komplett neu entwickelt. Vorstellbar wäre aber zumindest eine Remastered-Fassung nach Vorbild verschiedener Fan-Mods. Modder Degenerated hat beispielsweise einen DX11-Renderer für Gothic 1 und 2 im Angebot, der heutige Hardware sehr viel besser ausnutzt. Ein paar moderne Effekte und fetzige Texturen dazu - schon hätte man eine würdige Enhanced Edition (Zu entfernen wären natürlich noch die bis heute vorhandenen Bugs bis rauf zu Plotstoppern).
Einem Gothic 5 oder auch 4, wenn man Jowoods Ansatz für ungültig erklären würde, hatte Piranha Bytes wiederholt eine Absage erteilt. Eine Fortsetzung könnte jedoch auch bei einem anderen Entwickler entstehen. Piranha Bytes könnte sich beispielsweise mit den Warhorse Studios zusammentun. Der Entwickler von Kingdom Come: Deliverance hätte reichlich Rollenspiel-Erfahrung und Übung mit einer modernen 3D-Engine. Anfang des Jahres wurde das tschechische Team von Koch Media übernommen, einem Schwesterunternehmen von THQ Nordic. Zumindest in der Theorie wäre eine Kooperation also denkbar - wenn auch nur ein Gedankenspiel. Die Konzerngruppe, die sich derzeit auf Einkaufstour befindet, hätte auch genug andere fähige Entwickler im Portfolio.
Bei Fans ist die Übernahme der Piranha Bytes sicher nicht unumstritten. Das Studio hat immer Wert auf seine Unabhängigkeit gelegt und dafür wurde man auch von seinen Anhängern gefeiert. Als etwa nach der Pleite Jowoods endlich die Gothic-Markenrechte an die Essener zurückflossen, atmete die Fanbase, die Jowood Jahre lang mit Gift und Galle überzogen hatte, erleichtert auf. Nun steht natürlich die Befürchtung im Raum, die erworbenen Marken würden wie seinerzeit durch Jowood ausgeschlachtet. Außerdem wäre Piranha Bytes nicht der erste Entwickler, der nach einer erfolgten Übernahme unter die Räder kommt. Nehmen wir nur mal Bioware. Dort kamen unter der Ägide Electronic Arts erst noch brauchbare Titel raus. Der Geist vergangener Zeiten ist aber längst verflogen. Bei Anthem mag man sich vielleicht verzettelt haben, anderes Genre und so, doch auch bei den Kernmarken Mass Effect und Dragon Age ist schon lange die Luft raus.
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Derartige Niedergänge sind natürlich keine Naturkonstante. Piranha Bytes könnte auch ungemein profitieren. Die Essener mögen zwar durch ihren Ruhrpott-Charme punkten, doch es fehlte ihren Spielen auch immer an der zeitgemäßen Präsentation, sodass manch Rollenspielfan aus Prinzip einen Bogen um die Werke der Essener machte. Wie gut wären die Spiele erst mit einem konkurrenzfähigen Kampfsystem und zeitgemäßer Technik? Hier könnte der Publisher in Form anderer Entwickler den Deutschen tatsächlich mal unter die Arme greifen.
Befürchtungen, Elex 2 könnte exklusiv im Epic Games Store erscheinen, müssten sich erst einmal bewahrheiten. Bei Metro: Exodus hatte das Koch Media, zu denen auch Deep Silver zählt, unabhängig von der Konzernmutter THQ Nordic AB entschieden, wie man seinerzeit Wert legte zu betonen. Die THQ Nordic GmbH mit Sitz im Wien, zu der Piranha Bytes nun gehört, ist ein Schwesterunternehmen von Koch Media. Beide gehören zu THQ Nordic AB im schwedischen Karlstad und agieren nach Angaben der Konzernmutter unabhängig.
Piranha Bytes scheint mit dem neuen Besitzer jedenfalls gut auszukommen. "Schließlich möchten wir weiterhin mit größtmöglicher kreativer Freiheit fantastische, denkwürdige und eindrucksvolle Spiele erschaffen, und mit THQ Nordic haben wir den perfekten Partner dafür, um uns dabei zu unterstützen", sagt Björn Pankratz, Project Director und Game Designer der Essener zur beschlossenen Übernahme. Das klingt nicht so, als habe man nur schweren Herzens zugestimmt. Erst am Wochenende hatte man noch mal betont, sich selber treu bleiben zu wollen - mit allen Ecken und Kanten. Metacritic-Bewertungen wolle man keineswegs hinterherhecheln. Auch ein Youtube-Video der Entwickler haut in diese Kerbe.
Schon damals, als man die Kooperation mit THQ Nordic im Zusammenhang mit Elex, damals noch als reiner Publisher, bekanntgab, waren die Essener voll des Lobes. Gewiss, das können auch alles PR-Phrasen gewesen sein. Piranha Bytes müsste sich aber schon ziemlich hassen, wenn man nach dem Jowood-Debakel erneut einen schlechten Deal unterzeichnet hätte. Positiv zu bewerten ist allemal, dass sich der kleine Entwickler so lange im hart umkämpften Geschäft halten konnte. Bleibt nun zu hoffen, dass man auch unter neuer Flagge seiner Fanbase treu bleibt und unterm Strich alle profitieren.
Vielleicht haucht die Übernahme sogar Piranha Bytes Red wieder neues Leben ein. Urgestein Mike Hoge hatte den Ableger seinerzeit gegründet, um mit dem Science-Fiction RPG Spacetime gänzlich neue Wege einzuschlagen. Von dem Projekt hat man Jahre nichts gehört und vermutlich wurde es längst zu den Akten gelegt. Vielleicht haben die Investoren es wieder auf dem Schirm? Wer weiß das schon. Als Fan kann man sich nur entspannt zurücklehnen und abwarten, wie sich die Nummer entwickelt.

Die Einzelspielererfahrung geht immer mehr verloren bei heutigen Games. PB ist mit Gothic und Elex einer der wenigen wie z.B. CPr mit Witcher , die überhaupt noch derartige Spiele herstellen.
Mir persönlich ist es wichtig "meine Ding" ingame machen zu können, ohne Online kram.
Also ja, Gothic 4 ist nicht (mehr) Teil der Gothic-Reihe. Die Community sah das vorher schon zu einem sehr großen Teil auch so.
Bei Götterdämmerung wurde nicht Gothic aus dem Namen gestrichen, als Teil des Gothic-Canon wird es trotzdem nicht gesehen. Wie so manch anderes, das bereits vor Gothic 3 auf den Markt kam. So gehört das Handbuch zu Gothic, und auch nicht das Comic (japp, gab eines) und natürlich auch nicht das Handyspiel "Gothic 3 - The Beginning". Eigentlich alles, das nicht direkt aus der PB-Feder stammt. (Wurde im WoG-Forum mal von PB gesagt.)
Wer weiß ob sie vorher schon ihre Meinung zu dem ein oder anderen gegeben hat, ist ja die Frau von Björn.
Könnte auch eine zugesandte Fan-Zeichnung gewesen sein. Ich verfolge die PB-Videos jetzt nicht Regelmäßig, aber in mind. einem davon hatten sie Sachen gezeigt, das sie von Fans geschickt bekommen haben.
Für mich sieht das eher wie "Gothic II" aus.
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So gut kenne ich den Herrn jetzt nicht, aber im Hintergrund ist doch ganz klar ein Ausschnitt des Elex-Covers zu sehen, oder nicht?
Demnach dürfte das Bild nicht so alt sein. Was natürlich immer noch nicht bedeuten muss, dass es ein Hint ist.
Aber vielleicht wurde auch der Hintergrund nur rein editiert und das Bild stammt tatsächlich von einem irgendwann geplanten Gothic 4 (bevor PB die Rechte verloren hatten.)
Oder es ist das 4. Bild einer Gothic-Artwork-Serie
Mysteriös
Ich frage mich jedenfalls seit einiger Zeit, was es mit diesem in Elex findbarem Bild auf sich hat.
Im Netz habe ich nichts dazu gefunden, habe aber auch nur einmal kurz Google bemüht und mich im "World of Gothic"-Forum umgesehen.
Man achte auf den relativ schlecht lesbaren Schriftzug des Bildes, das Björn Pankratz in der Hand hält.
In der (mit meinem bescheidenen Bildbearbeitungstalent) bearbeiteten Version kann man's etwas besser lesen.
Könnte das tatsächlich ein Hint sein? Oder ist das einfach nur ein Artwork zu Elex, welches intern vielleicht anders benannt wurde?