Gothic überrascht mit Technik: Damit haben wir auf der Gamescom 2024 nicht gerechnet
Gothic atmet, Gothic lebt! Auf der diesjährigen Gamescom durften Messebesucher eine Demo des Remakes anspielen. Wir fassen alle wichtigen Informationen und Eindrücke unsererseits zusammen.
In diesem Artikel
Gibt's Neues zum Release?
Dass THQ Nordic und Alkimia Interactive das Gothic Remake auf der Gamescom 2024 breiter vorstellen würden, damit war zu rechnen (Showcase-Trailer). Schließlich soll das neue Gothic eigenen Angaben zufolge spätestens im ersten Quartal 2025 erscheinen. Ein Release des Gothic Remakes im Kalenderjahr 2024 (ganz im Gegensatz zum Geschäftsjahr, das bis 2025 hineinreicht) wird damit immer unwahrscheinlicher. Es braucht noch etwas Schliff. Zwischen einerseits einem verfrühten und dadurch vergeigten oder andererseits einem späteren und ergo besseren Launch dürfte die Antwort aus Konsumentensicht auf der Hand liegen.
Quelle: PCGH
Hinter den Kulissen: Neben einigen internationalen Kollegen durfte sich auch PCGH einen Eindruck verschaffen. Rechts im Bild: Javier Untoria Zuñiga, Lead Game Designer von Alkimia Interactive, der uns und anderen Medien Details zur Demo präsentierte.
Quelle: PCGH
Wann auch immer das Gothic Remake erscheint: Was wir und andere Besucher in der ca. 15 bis 60 Minuten Demo sehen durften, stimmte uns sehr positiv, auch wenn es (noch) manche zu erwartende Baustellen gab.
Am Puls der Zeit mit der Unreal Engine 5.4
Noch vor zwei Jahren beantwortete Reinhard Pollice uns die Frage, ob die Unreal Engine 4 oder 5 zum Einsatz kommen wird, mit "Ja!". Auf der diesjährigen Gamescom bestätigte uns der Lead Game Designer Javier Untoria Zuñiga: Das Gothic Remake setzt auf die aktuelle Unreal Engine 5.4. Das ist gerade für kleine Entwicklerstudios wie Alkimia Interactive in Barcelona oder dem etwa bei Gesichtern unterstützenden Gate21 in Sarajewo ein bärenstarkes Technikfundament, das viele sinnvolle, größtenteils automatisierte Optionen, wie Motion Matching für passende Animationsüberblendungen, anbietet. Das ist eine für die Zukunft vielversprechende Entscheidung - auch für Sequels und/oder Erweiterungen in einigen Jahren. Apropos: Die 2024 für die Öffentlichkeit vorgestellte Demo dient beiläufig als Testballon für potenzielle Mod-Pakete, ähnlich wie sie in der originalen Zen-Engine noch bis heute vorgestellt und umgesetzt werden.
[PLUS] Unreal Engine 5.4: Die vielen Verbesserungen erläutert
PCGH Plus: Die Unreal Engine 5.4 bringt einige neue Techniken, viele verbesserte Features und obendrein mehr Performance. Wir fassen die spannenden Fortschritte zusammen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 08/2024.
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Aus technischer Sicht ist die gewählte Unreal Engine 5.4 keineswegs selbstverständlich, gerade wenn die Entwicklung mit der älteren Unreal Engine 4 begonnen wurde. Als konkretes Gegenbeispiel, ebenfalls von der Gamescom 2024, hält Stalker 2 her - dort erfahren wir vom Entwickler GSC Game World auf Nachfrage, dass zumindest bis zum Launch von Stalker 2 an der Unreal Engine 5.1 festgehalten wird, dafür aber neuere Technik-Bausteine eigenhändig eingebaut sind. Das Updaten auf neue Engine-Branches bedarf nicht nur der technischen Umsetzung auf die aktualisierte Umgebung, sondern birgt auch ein (je nachdem überschaubares) Risiko für den Workflow, Instabilitäten und Inkompatibilitäten.
Quelle: THQ Nordic
Vom Plateau aus über die Kolonie blickend, kommt ja doch Nostalgie auf. Die Spielewelt ist um rund 10 bis 15 Prozent vergrößert worden. Mit der Unreal Engine 5.4 und der richtigen Implementierung kann das Gothic Remake zum Vorzeigetitel für moderne Grafik werden - insbesondere mit regem Mod-Support.
Warum die Technik so vielversprechend wirkt
Die Unreal Engine 5.4 bietet das aktuelle Gesamtpaket der UE5 mit allen wichtigen (Performance-)Verbesserungen wie Shader-Precompile, Datenstreaming und grafischen Highlights. Dazu zählen Optimierungen des Render-Threads (mit praktisch der doppelten Leistung im CPU-Limit) sowie umfangreiche Anpassungen für die Raytracing-Beleuchtung.
Nanite ist eine moderne Form von Auto-LoD (Level of Detail), die den Detailgrad von 3D-Modellen je nach Entfernung stufenlos und nahezu unbemerkt automatisch anpassen kann. Neu ist da in der UE5.4 neben der Darstellung von Vegetation und Props die Landschafts-/Bodendarstellung (Nanite Terrain, nicht zu verwechseln mit der noch kommenden "Next-Gen-Terrain") samt Hilfsmitteln wie Nanite Tessellation.
Lumen zielt mit performantem Software-Raytracing auf eine realistische Beleuchtung ab, was je nach Szenerie für den größten "Aha!"-Grafikeffekt sorgt. Lumen mit Hardware-Raytracing soll zwar theoretisch genauer und deutlich schneller laufen (ca. 30 Prozent gegenüber UE5.3), befindet sich aber auch in der Unreal Engine 5.4 noch in Arbeit.
Quelle: THQ Nordic
Neben der hohen Sichtweite und den schönen Grafikeffekten sind auch weitere Merkmale der UE5.4 bereits sichtbar implementiert. Unter anderem Motion Matching bei Laufanimationen und dem Kampfsystem, welches im Endeffekt als automatischer Animationsübergang Bewegungen natürlicher darstellen soll. Auch wenn solche Optionen in der Unreal Engine 5.4 eine echte Stütze sind, müssen Entwickler bei Feinheiten und Fixes selbst ran.
(Noch vorhandene) Ecken in einer kantigen Welt?
Der technische Zustand der vom Hauptspiel völlig separaten Demo, die Jahre vor dem Einwurf des namenlosen Helden in die Barriere mit Nyras in der Hauptrolle spielt, schwankt gelegentlich zwischen "hübsch fertig poliert, so muss es sein!" (Stichwort: Rüstungen) und "noch Liebe bedürftig" - etwa bei den leicht verzögerten, teils lahmen Lauf- und Kampfanimationen. Einen ungefähren Eindruck samt Musikstücken, Dialogen und Co. vermitteln Gameplay-Aufnahmen im Rahmen der Kooperationen von THQ Nordic mit Content-Erstellern wie HandOfBlood oder PietSmiet.
Die in der Demo gezeigten Gesichter fallen im Spiel einerseits äußerst detailreich und dem Original entsprechend passend aus - kleinere Freiheiten wie Schnurrbärte inklusive. Die Mimik sieht je nach Dialogszene emotional passend und eindrucksvoll aus. In einigen anderen Passagen, teils im selben Gespräch, können Gesichter jedoch besonders um die Augen herum hölzern wirken. Bedeutet: Sowohl beim Motion Matching, der Geschwindigkeit (respektive dem Eingabeverhalten) der Laufanimationen und der Mimik bedarf es etwas Schliff, für den zumindest auf dem Papier bis zum Release genug Zeit vorhanden sein sollte. Auf der nächsten Seite gehen wir weitere Detailpunkte und Impressionen durch. Wie schmeckt das Fleischwanzenragout sonst (bisher)?

Also wird wohl irgend eine Art von Show stattfinden.
Ob es nun unbedingt In Extremo sein wird ist damit natürlich nicht gesagt, aber irgendwer wird da wohl sehr sicher auftreten.
Tatsächlich freue ich mich richtig darauf. Bisher störe ich mich auch an noch gar nichts. Da ist das was mir so gute Laune bereitet.
Also wird wohl irgend eine Art von Show stattfinden.
Ob es nun unbedingt In Extremo sein wird ist damit natürlich nicht gesagt, aber irgendwer wird da wohl sehr sicher auftreten.