[26/11/2021] Spiele-Vorbestellungen … Ich verweise an dieser Stelle gern auf meine Worte kurz vor dem Release von Cyberpunk 2077. Denn die Situation hat sich bis heute nicht verbessert, im Gegenteil. Wenn man nicht gerade ein absoluter Fan eines Spiels ist oder Urvertrauen zu einem Entwickler hat, gibt es im 21. Jahrhundert absolut keinen Grund, ein digital, unendlich verfügbares Gut vorzubestellen. Die "Vorbesteller-Boni" sind in 99,9 Prozent der Fälle reines Marketing und bieten weder sinnvolle Inhalte, noch geben sie mir das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Obendrein bedeutet der 1.0-Release heutzutage überhaupt nichts, wenn man sich den Zustand vieler Spiele zum Start ansieht. Und das soll ich dann auch noch mit einer Vorbestellung belohnen, echt jetzt? Ich wünsche mir die Zeit zurück, in der sich ein Entwickler noch richtig Mühe gegeben hat, mir sein Produkt in möglichst bestem Zustand zu präsentieren und mich damit zu einem Kauf zu motivieren. Sie fragen sich, welches Spiel ich als letztes vorbestellt habe? Total War: Rome II, weil ich den Vorgänger so gern spielte. Bemühen Sie gern die Suchmaschine Ihrer Wahl und informieren Sie sich mal über den Zustand des Spiels zum Release. Seitdem war mir eines klar: Ich bestelle nie wieder ein Spiel vor, im Gegenteil, ich warte mit dem Kauf sogar noch einige Monate ab, was in der Regel für weniger Bugs und einen geringeren Preis sorgt. Würde das nur jeder 10. oder 15. auch so machen, gäbe es vielleicht weniger Schrott auf dem Spielemarkt. Aber, der Zug ist abgefahren. Habt Spaß mit den Bugs, offensichtlich hat der Spieler von heute sie gern. (David Krausbauer)