Google Stadia: Spiele-Streamingservice soll Milliarden Menschen erreichen

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Quelle: Google Playstore Stadia

Google gibt einen Einblick, wen man mit seinem Streamingservice für Videospiele erreichen will. Im Fokus stehen Leute, die bisher nur wenig oder gar nicht gespielt haben. Genau für diese Zielgruppe wolle man den Streamingservice Stadia etablieren. Das Ziel sei es, möglichst viele Menschen zum Spielen zu bringen - unabhängig vom Endgerät.

Es klingt typisch amerikanisch, aber warum sollte man sich nicht ein hohes Ziel setzen? Der Google-Manager Jack Buser hat im Rahmen der Gamescom erklärt, für wen der Spiele-Streamingservice Stadia entwickelt wird. Man habe ein Milliardenpublikum im Blick, schließlich wolle man Leute ansprechen, die bisher wenig oder gar nicht gespielt hätten. Das Hauptargument für die Nutzung des Spiele-Streamingservice ist, dass Nutzer auf verschiedenen Endgeräten und Plattformen Zugriff auf ihre Spiele erhalten. Es soll daher kein besonders leistungsfähiger Computer notwendig sein, um flüssig spielen zu können.

Zwei verschiedene Angebote fürs Cloud Gaming

Interessenten werden zwischen zwei Offerten wählen können. Im kommenden Jahr wird das kostenfrei nutzbare Stadia Base erhältlich sein. Dabei müssen potenzielle User den Chrome-Browser benutzen und sich bei der Stadia-Web-App mit ihrem Google-Account anmelden. Dann können die Nutzer auf all ihre Spieletitel zugreifen, unabhängig davon, ob man einen PC, ein Notebook, einen Chromecast oder ein Smartphone benutzt. Allerdings müssen die gewünschten Spiele zuvor im Stadia Store gekauft werden. Die Preise sollen vergleichbar sein wie auf der Playstation 4 oder der Xbox One, so Google. Um spielen zu können, muss die Internetleitung mindestens 10 Mbit pro Sekunde stabil liefern können. Ist das der Fall, kann in 720p-Auflösung und mit Stereosound gezockt werden.

Bereits zum Marktstart im November wird das kostenpflichtige Abonnement Stadia Pro verfügbar sein. Dabei zahlen Nutzer 10 Euro monatlich und bekommen ausgewählte Spieletitel kostenfrei, solange sie zahlender Kunde sind. Bei Release wird dies Destiny 2 sein, weitere Titel folgen sukzessive. Wer jedoch bestimmte Spiele erleben will, der muss sich auch bei Stadia Pro diese einzeln im Store kaufen. Insofern sei Stadia Pro mit PS Plus vergleichbar, so Google. Alle Stadia Pro-Abonnenten können - eine potente Internetleitung vorausgesetzt - in bis zu 4K-Auflösung und mit 5.1-Sound spielen. Für eine derartige Qualität muss die Verbindung jedoch mindestens 35 Mbit pro Sekunde verkraften.

Spieleangebot

Alles entscheidend ist, welche Spiele spielbar sein werden. Zur Gamescom hat Google den Schleier gelüftet und verraten, dass 28 Publisher mit etwa 40 verschiedenen Spieletiteln im Stadia Store zum Release erhältlich sein werden. Darunter sind lang erwartete Spiele wie Cyberpunk 2077, Grid und Baldur's Gate 3. Außerdem werden alle Spiele aus dem Uplay+Abo spielbar sein. Allerdings müssen Interessenten ein eigenes Abo bei Ubisofts Streamingservice abschließen, ehe Sie sowohl Spieleklassiker wie Assassin's Creed spielen können, als auch alle kommenden Titel des französischen Publishers.

"Die meisten Plattformen erreichen ihr Maximum bei 100 bis 150 Millionen Nutzern. Wir schauen auf Milliarden. Wenn wir nur 100 oder 200 Millionen Menschen erreichen, haben wir etwas falsch gemacht." - Jack Buser, Manager bei Google.

Fokus liegt auf Gelegenheitsspielern und auf Endgeräteunabhängigkeit

Wie Google bekannt gibt, liegt der Benefit für Stadia-Nutzer darin, auf all ihren Endgeräten spielen zu können. Zum Start im November wird der Dienst zunächst nur für Chromecast-Besitzer und Nutzer eines Google-Pixel-3 oder Pixel-3a-Smartphones nutzbar sein. In der Founders Edition für rund 130 Euro sind neben drei Monaten Stadia Pro-Mitgliedschaft auch ein Chromecast Ultra und ein Stadia-Controller enthalten. Perspektivisch will Google aber auf allen Plattformen vertreten sein, auf denen der Chrome-Browser läuft und man entweder eine Tastatur und Maus oder ein Gamepad nutzen kann. Das ist eine andere Herangehensweise, als sie Konkurrent Microsoft mit Project xCloud wählt.

Bei den Redmondern wird es zum Start darum gehen, ihren Streamingservice zunächst nur auf mobile Endgeräte wie Smartphones zu bringen. Dabei wird die Qualität nicht vergleichbar sein mit einer stationären Xbox One (X). Für ein verhältnismäßig kleines Display, wie es bei mobilen Endgeräten üblich ist, würden auch niedrigere Grafikeinstellungen ausreichen, so Microsoft. Daher müsse die Internetleitung nicht ganz so potent sein wie bei Google Stadia. So soll für Microsofts xCloud auch eine Mobilfunkverbindung genügen. Welcher Mobilfunkstandard es ist, dazu hat sich Microsoft noch nicht geäußert, es kann sich aber nur um LTE oder 5G handeln, da UMTS aka 3G mit Sicherheit zu langsam ist.

Bildergalerie

Ebenfalls lesenswert: Project xCloud: Laut Phil Spencer wird Cloud-Gaming die Konsole nicht ersetzen

Fakten zu Google Stadia:

  • Im Rahmen der Gamescom hat Google-Manager Jack Buser erklärt, wer im Fokus der Bemühungen rund um Google Stadia steht. Es gehe darum, Leute zu erreichen, die wenig oder bisher gar nicht spielen.
  • So soll Stadia im kommenden Jahr auf allen Endgeräten laufen, auf denen ein Chrome-Browser seinen Dienst verrichtet. Neben dem Google-Konto ist der Browser zwingende Voraussetzung zur Nutzung des Spiele-Streamingservices.
  • Bereits im November startet der kostenpflichtige Dienst Stadia Pro. Für 10 Euro monatlich erhält man ausgewählte Spieletitel und kann - je nach Internetleitung - mit bis zu 4K-Auflösung und Surround-Sound spielen. Für diese hohen Einstellungen müssen aber mindestens 35 Mbit pro Sekunde durch die Internetbahnen fließen. Wer nur in 720p und mit Stereoton spielen will, dem reicht eine 10 Mbit-Leitung.
  • Im kommenden Jahr wird dann auch die kostenlose Version Stadia Base am Start sein. Dabei müssen sämtliche Spieletitel gekauft werden im Stadia Store, ehe diese gestreamt werden können.
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Quellen: Golem, Google

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        "Milliardenpublikum im Fokus" ...

        da muss man gar nicht erst weiterlesen, mir haben die anderen großspurigen Ankündigungen der Konsolenvermarkter schon gereicht. 8K, 4 mal so schnell, und was nicht alles.
        Wenn die das alles selber glauben, was die am Tag so von sich geben, dann sollten die vielleicht mal über einen Jobwechsel nachdenken. Wie wärs z.B. etwas ausgefallen mit Sektenführer, oder klassisch einfach nur Politiker?
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        "Milliardenpublikum im Fokus" ...

        da muss man gar nicht erst weiterlesen, mir haben die anderen großspurigen Ankündigungen der Konsolenvermarkter schon gereicht. 8K, 4 mal so schnell, und was nicht alles.
        Wenn die das alles selber glauben, was die am Tag so von sich geben, dann sollten die vielleicht mal über einen Jobwechsel nachdenken. Wie wärs z.B. etwas ausgefallen mit Sektenführer, oder klassisch einfach nur Politiker?
      • Von sam10k
        die switch hat exklusive sehr gute plattform-seller
        die switch kommt auch ohne krücken-internetverbidung aus
        die switch kann man ebenso als 2DS/3DS ersatz sehen und auch da ist keine krücken-internetverbindung notwendig.
        mit der switch kannst du im flugzeug, in der bahn und am a-der-welt zum beispiel dark souls spielen... wird mit stadia nie funktionieren.
        die switch hat sich seit release, bezogen auf den zeitraum bislang so gut wie die wii verkauft und besser als die xbox one

        stadia ist da kein konkurrent zur switch, nicht im geringsten.

        und wie du cod bzw. reine ego-shooter ansich via stream und extra latenz, abhängig von deinem ISP auf stadia spielst will ich sehen.
        selbst unter den besten bedingungen habe ich eine latenz zum nächst größeren knotenpunkt von 30 ms. und wer weiß ob da überhaupt ein stadia server steht.
        wenn der traffic zu hoch wird, wird der ISP ggf. stadia sogar anders routen, wie es mit vielen traffic-intensiven diensten der fall ist.
        da kann es dann auch sein, dass du plötzlich über die niederlande zockst, statt über die nächste hauptstadt.
        zu youtube habe ich 200 ms, weil der ISP den service nun mal anders routet. das ist nicht unüblich und auch unabhängig von der bestellten bandbreite.
        ebenso werden viele ihre bandbreite nicht aufstocken wegen stadia. in den USA liegt der durchschnitt bei <10 mbit (exakt 9,7). was soll man da mit stadia?
        480p 30 fps in battlefield oder was?
        die bildqualität ist auch fragwürdig. youtube 1080p ist nun wirklich nicht das gelbe vom ei und aktuell weiß noch niemand ob stadia eine bessere (komprimierung) bzw. höhere datenrate bei 1080p bietet.

        für konsolen bekommst du games am gebrauchtmarkt 3 monate nach release um -50%.
        destiny 2 gibt es sowieso schon fast gratis und geht nur nebenbei ab herbst in die free2play phase.
        assassins creed odyssey kostet für ps4/x1 20€.
        ein älteres spiel wie doom bekommst du für ps4/x1 um 8€.
        natürlich ist der gebrauchtmarkt wichtig. es gibt auch sehr viele reseller (rebuy, medimops, amazon, shpock, willhaben, ebay usw. usf.)
        alleine rebuy hat pro tag in deutschland ein aufkommen von 50.000 paketsendungen mit gebrauchter ware.

        trotz des gebrauchtmarktes hat sony bislang 1 milliarde ps4 games verkauft, also nicht gerade wenig.
        die produktionskosten für spiderman waren bereits wenige monate nach release eingespielt.
        neben den verkauften retail und ps store games setzt die ps4 eben auch auf ps plus und zukünftig ps plus premium. also einen abo-service, der bislang von 25 mio nutzern abonniert wird.

        Zitat von Auron1902
        Mir ist bis heute nicht klar welchen Markt Stadia bedienen will.
        mir auch nicht. die konsolen bzw. pc spieler erreicht stadia definitiv nicht.
        es haben beide zielgruppen ganz andere anforderungen.
      • Von cryptochrome
        Zitat von Auron1902
        Es geht bei dem Erfolg von Stadia nicht um irgendeine Serverinfrastruktur seitens Google sondern viel mehr darum ob man gewillt ist die nächsten 5-10 Jahre ein Verlustgeschäft zu machen und Studios zu kaufen, die Technologie weiterzuentwickeln und Beziehungen zu Publishern aufzubauen. Mir ist bis heute nicht klar welchen Markt Stadia bedienen will
        Welchen Markt Stadia bedienen will, steht in dem Artikel, den wir hier diskutieren.

        Zitat

        , um die Konsoleros zu erreichen fehlen einfach Spiele wie GTA, Cod, Fifa und Co dazu gibts keinen einzigen exklusiven Systemseller und hat man so einen aktuell in Entwicklung werden wir den ersten in 4 oder 5 Jahren sehen.
        Der Punkt ist, diese (oder solche) Spiele werden nicht fehlen. Sowohl Fifa als auch Cod werden auf Stadia erscheinen, das haben EA, respektive ATVI, bereits angekündigt. Ebenso wie quasi ausnahmslos alle großen Publisher angekündigt haben, auf Stadia zu veröffentlichen (selbst Rockstar, die traditionell erstmal exklusiv auf Konsolen veröffentlichen). Die meisten davon entwickeln und portieren seit über einem Jahr. Stadia selbst befindet sich seit Jahren im Aufbau. Auch das Google Game Studio, das eigens gegründet wurde und für "Systemseller" sorgen wird, ist seit Jahren am arbeiten.

        Fakt ist, nach allem, was bisher bekannt ist, wird es für Stadia um Welten mehr Content geben, als z.B. für die Switch. Der hat seltsamerweise niemand ein frühes Scheitern vorhergesagt.

        https://extreme.pcgameshardware.de/asset.php?fid=911926&uid=151164&d=1559917169

        E3 2019: Google Stadia confirms publisher subscriptions as Ubisoft announces Uplay+ | GameDaily.biz
      • Von cryptochrome
        Zitat von sam10k
        selbst wenn es technisch einwandfrei funktioniert, wird es am spieleangebot und am spielepreis scheitern.
        Die Spielpreise werden sich laut Google auf dem üblichen Marktniveau einpendeln, also irgendwo zwischen den Preisen von PC und Konsolenspielen. Da diese Preise offensichtlich funktionieren und der Spieleindustrie im letzten Jahr Gewinne von über 40 Milliarden in die Kassen gespült haben, ist es vollkommen abwegig anzunehmen, dass Stadia aufgrund der Spielpreise scheitern wird. Wenn man die Preise als Maßstab für den Misserfolg von Stadia ansetzen wollte, hätten Deiner "Logik" nach auch Playstation und Xbox scheitern müssen. Beide haben sich absolut prächtig entwickelt.

        Warum Stadia am Spielangebot scheitern soll, hast Du leider nicht begründet. Vermutlich, weil Du es nicht kannst. Da sämtliche großen Publisher wie Ubisoft, EA, Square Enix, Nordic, ActivisionBlizzard, Bethesda, Bungie, Sega, Warner Bros und und und bereits angekündigt haben, auf Stadia zu veröffentlichen (gleiches gilt übrigens für zahllose Indies), wird ein Mangel an Content das geringste Problem von Stadia sein. Alleine Ubisoft wird seinen kompletten UPlay Katalog auf Stadia bereitstellen.

        Da mag vielleicht nix für Dich dabei sein, das ist aber kein standhaftes Indiz für das Scheitern von Stadia.

        Zitat

        stadia ansich wird nicht teurer. aber die spiele werden von anfang an für alle ewigkeit extrem teuer sein.
        Wo nimmst Du eigentlich Deine "Informationen" her? An den Haaren herbei gezogen? Aus dem Ärmel geschüttelt? Oder weißt Du tatsächlich mehr als wir? Oder wie definierst Du "extrem teuer"? Wenn für Dich ein AAA Titel für rund 60 EUR oder ein Indie Titel für rund 30 EUR "extrem teuer" sind, dann ist Stadia extrem teuer. Richtig.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Ray2015
        Nie nie nie niemals... Werde ich monatlich zahlen um zocken zu können.
        Dito!

        Habe ich noch nie gemacht und werde ich auch nie.

        Wobei, wenn man sein Geld für teure HW sparen kann, schon ein Reiz da ist.
        Aber man ist dann auch abhängiger. Auf die Verfügbarkeit, Leistung und Bandbreite deren Server.
        Die eigene Internetleitung usw.
      Direkt zum Diskussionsende
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