NZXT H5 Flow RGB im Test: Leistung und Fazit
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Seit der PCGH-Ausgabe 07/2023 findet sich für Midi- bis Big-Tower ein System mit moderner Gewichtung und praxisnaher Messumgebung ein. Durch die pro Gehäuse aufwendigen Tests wird die Datenbank an getesteten Mustern peu à peu aufgefüllt, ein Leistungsvergleich mit älteren Testsystemen ist dabei nicht möglich. Gehäuse ohne Lüfter werden mit Referenzlüftern (stets 4× Arctic P12 PWM zwecks Kompatibilität) in den Leistungstest geschickt. Bei Kandidaten wie dem NZXT H5 Flow RGB (2024) halten die vormontierten Lüfter her. Bei der Leistungsnote durchlaufen Gehäuse verschiedene Testszenarien. Details sind weiter unten erläutert.
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Alle Bilder zum NZXT H5 Flow RGB (2024) in einem Rutsch
Quelle: PCGH
Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel "8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest" finden Sie hier.
Quelle: PCGH
Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben.
Leistung in unserem Testlabor
In unseren Leistungsmessungen mit Luftkühlersystem wird deutlich, dass das NZXT H5 Flow RGB sehr gut abschneidet für den Formfaktor mit rund 45 Liter Gesamtvolumen. Im wichtigeren Testszenario 1 mit auf 1,2 Sone lautheitsnormierten Gehäuselüftern liegen die Kühlungswerte auf Top-Niveau, was in einer Teilkühlungsnote von 1,15 resultiert. Zum Vergleich: Das Fractal North TG mit ebenfalls 45 Litern und ähnlich kompakten Maßen kommt mit gleicher Lautstärke der Case-Lüfter auf 1,69. Das Be Quiet Pure Base 500 FX kann im selben Szenario 1 das NZXT H5 Flow mit 1,12 minimal unterbieten. Diese Leistung lässt die 2024er-Version des H5 Flow RGB in einem wortwörtlich strahlendem Licht dastehen.
Bei der ebenfalls in mehrere Segmente aufgeteilten Lautheitsmessung bewegt sich NZXTs Gehäuse mit einer Lautheits-Gesamtwertung von 2,21 im guten Durchschnitt. Bei der frontalen 50-cm-Messung unter Spielelast (nach längerer Aufwärmphase) kommt das H5 Flow auf (für den konzipierten Test!) gute 2,1 Sone und kann mit der Konkurrenz dieser Größen- und Preisklasse definitiv mithalten - Be Quiets Pure Base 500 FX kommt in unseren Messungen an der Stelle mit 2,2 Sone auf sehr ähnliche Werte, das Fractal North TG dagegen auf lautere 2,7 Sone.
Summa summarum beim NZXT H5 Flow (2024)
Das NZXT H5 Flow RGB positioniert sich praktisch perfekt zwischen zwei anderen beliebten Gehäusen um den Preisbereich von 120 bis 130 Euro herum. Ähnlich wie das völlig von LEDs verschonte Fractal North setzt das H5 Flow RGB auf ein edleres, eleganteres Design und bietet in puncto Zubehör und Extras ein überschaubares Paket. Ohne Lüfter-/RGB-Hub und sonstige Positivpunkte mündet die Ausstattungsnote auf einer befriedigenden bis guten 2,53. Das Fractal North kommt da auf 2,78, während Be Quiets pompöses RGB-Gehäuse mit 48,3 Litern sich bei der Ausstattung bessere 1,90 sichern kann.
Bei den Eigenschaften kommt das H5 Flow RGB (2024) auf ein gutes Ergebnis von 1,90. Weder bei der Verarbeitung noch bei dem Zusammenbau gibt es großen Grund zur Beschwerde. Von den kleineren Punkten wie der leicht erschwerten Montage der CPU-EPS-Stecker sind sehr viele Midi-Cases dieser Größe betroffen. Durch den stetigen Wegfall mechanischer Laufwerke (sowohl 5,25-Zoll-Blu-ray/-DVD als auch 3,5-Zoll-HDDs allmählich) fallen Punkte wie fehlende Vibrationsentkopplung für die meisten PC-Gamer weniger bis überhaupt nicht ins Gewicht. Bei manchen Details wie Radiatoren oder der Orientierung der Lüfter über der Netzteilkammer ist ein wachsames Auge ratsam, um Fehlkäufe zu vermeiden.
Im Leistungsabschnitt performt NZXT in unserer Testreihe absolut einwandfrei und kann sich eine 1,54 sichern. Mit zusätzlichen, aber guten Lüftern lässt sich noch mehr Potenzial für luftgekühlte Systeme mit anspruchsvolleren Komponenten schöpfen. Insgesamt schafft es das H5 Flow RGB von 2024 auf die Endnote von guten 1,81. Das Be Quiet Pure Base 500 FX liegt dank breiterer Ausstattung mit 1,74 eine Nasenlänge vorn, das Fractal North liegt mit insgesamt 2,23 ein Stück weiter hinten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis für das NZXT H5 Flow RGB (2024) ist für die Klasse fair gestaltet. Zwar hätten zusätzliche Beilagen das Ergebnis weiter abgerundet, aber sobald Optik mit guter Haptik und Verarbeitung im Fokus steht, läuft es bei den bekannteren Marken zwangsläufig in den Bereich von 90 bis 130 Euro.
Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung
| Gehäuse | H5 Flow RGB (2024) |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | NZXT (www.nzxt.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | Weiße Version für ca. 130 Euro |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. 130 Euro (UVP)/Note: 2- |
| Alternativ-Versionen | Schwarze RGB-Variante sowie mit nur zwei 120-mm-Lüftern ohne ARGB für ca. 105 Euro |
| Ausstattung (20 %) | 2,53 |
| Plätze für Laufwerke | 2× 2,5 Zoll, 1× 3,5 Zoll |
| Lüfterplätze | Front: 2× 140 mm/3× 120 mm, Innenkammer: 2× 120 mm, Decke: 2× 120/140 mm, Heck: 1× 120 mm |
| Vorhandene Lüfter | Front: 3× 120 mm (als Trio-Bund, NZXT F360 RGB Core, ARGB), Heck: 1× 120 mm (NZXT F120Q), alle 3-polig (DC) |
| Plätze für Radiatoren (bis zu) | Front: 360 mm, Decke: 280 mm (maximale Dicke inkl. Lüfter 55 mm, zudem Low-Profile-RAM-Riegel notwendig)/240 mm, Heck: 120 mm |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Sieben |
| Frontanschlüsse | 1× USB 3.2 Gen 1 (Typ-A, 5 GBit/s), 1× USB 3.2 Gen 2 (Typ-C, 10 GBit/s), 1× Audio-Klinke (Headset), Einschalttaste |
| Staubschutz (Erreichbarkeit) | Front: einfaches Metallmesh (leicht), Decke: einfaches Metallmesh (leicht), Seite: einfaches Metallmesh (akzeptabel bis knifflig), Boden: keine Luftzufuhr |
| Handbuch | Auführliches Faltblatt und gut bebildert, auch online erhältlich |
| Auszug der Bestandteile | Glasseitenteil zum System hin mit einem ordentlichen und schraubenlosen Einklippmechanismus. Frontlüfter sind nicht einzeln, sondern im Dreierpack in einen Rahmen samt verzierender ARGB-Beleuchtung ausgestattet (F360 RGB Core), mit 3-poligem ARGB- und 3-poligem DC-Lüfter-Anschluss (Anschluss für NZXT-Controller dabei, aber kein Controller selbst). Hecklüfter ist nicht beleuchtet, ebenfalls DC-Variante. Front-I/O (Power-Button) ist in einem Bündel zusammengefasst (statt einzelne Pins). |
| Eigenschaften (20 %) | 1,90 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Stahl, Kunststoff, Glas – ca. 7,3 kg |
| Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen | 46,5 × 22,5 × 43,0 cm/ca. 45,0 Liter |
| Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) | GPU: ca. 42,5 cm, CPU: 17,5 cm, Netzteil: ca. 20,0 cm, Mainboard: bis zu E-ATX (ohne Kabelabdeckung in der Innenkammer) |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit | Gut bis sehr gut/sehr gut/sehr gut |
| Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme | Zusammenbau: Note 2. Das kürzere Glasseitenteil und die Front sind schnell und angenehm mit einem Ruck vom Gehäuse gelöst. Das Netzteil muss zwangsläufig mit Lüftern nach oben montiert werden, die Unterseite ist komplett geschlossen. Anschluss der CPU-EPS-Stecker kann oberhalb etwas kniffliger ausfallen. Der Deckel kann oben mit dem Lösen einer Thumbscrew-Schraube schnell und unkompliziert entfernt werden. Die Lüfterhalterung an der Oberseite ist fest fixiert. Der Front-I/O-Anschluss (Einschalttaste) geht dank Bündelung schnell und unkompliziert von der Hand. Das Kabelmanagement ist dank der üppigen Kanäle und Klettkabelbinder ordentlich zu bewerkstelligen. Die an der linken und rechten Seite vorhandenen Perforationen machen Beleuchtungseffekte und potenzielle Kabelsalate in der Netzteilkammer sichtbar. Für einen noch direkteren Luftstrom oder Optikzwecken lassen sich überhalb der Netzteilkammer zwei 120-mm-Lüfter montieren. Durch die notwendige Bauweise zieht das Netzteil unten Luft von der Innenkammer nach außen, was es bei einer weiteren Lüfterbestückung über der PSU-Chamber zu beachten gilt (Konfigurationsbeispiel: ein Lüfter zur PSU pustend, der andere zur Front hin in Richtung der Grafikkarte). |
| Maximale Radiator-Kombination | Gut (360/280/120) |
| Praxisprobleme | Leichte. Hörbare Vibrationen können ein Resultat von mechanischen Bauteilen sein, gerade bei HDDs. Durch die kompakte Bauweise gilt es, bei den Maßen von Radiatoren aufzupassen. An der Decke sind beispielsweise maximal insgesamt 55 mm angedacht (etwa kein Arctic Liquid Freezer III mit 63-mm-Dicke an der Oberseite möglich), 280er-AiOs sind zudem nur mit Low-Profile-RAM-Riegel möglich. |
| Leistung (60%) | 1,54 (Kühlung: 1,19/Lautheit: 2,21) |
| Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 | 66,3 °C, (1,5 Kelvin) | 67,3°C, (2,5 Kelvin) |
| Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 | 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.927 MHz bei 2.060 U/min | 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.935 MHz bei 2.100 U/min |
| M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 | 38 °C, (0 Kelvin) | 40 °C, (2 Kelvin) |
| Innenraum-Temperatur* S1 | S2 | 40 °C, (0 Kelvin) | 41 °C, (1 Kelvin) |
| Lautheit unter Spielelast** | Frontal: 2,1 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,8 Sone (linke Seite) |
| Dämmmessung*** | Frontal: 4,4 Sone | 45-Grad-Winkel: 3,8 Sone (linke Seite) |

Liebe Grüße
Sven
Ach so, ist ja völlig ausgeblieben: Danke Dir für den ausführlichen Test!
Ansonsten würde er schon irgendwann gelb werden.
Dieses RGB-Gedönse können sie von mir aus dem 10-jährigen "Pro Gamer" Kevin andrehen.