Fractal Meshify 3 XL RGB: Leistung und Fazit
Quelle: PCGH
Seite 3:

Fractal Meshify 3 XL RGB: Leistung und Fazit

13
Test Jacqueline Brosch Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Leistung in unserem Testlabor

In unseren Leistungsmessungen mit Luftkühlung zeigt das Meshify 3 XL Ambience Pro RGB eine insgesamt sehr gute Performance. Im normierten Testszenario 1 mit auf 1,2 Sone lautheitsnormierten Gehäuselüftern erreicht unser Testaufbau eine gewichtete CPU-Temperatur von 76,3 °C sowie eine GPU-Temperatur von ebenfalls 62 °C. Die Innenraumtemperatur bleibt mit rund 40 °C im absolut grünen Bereich, was auf eine effiziente Luftführung innerhalb des Gehäuses hinweist. Die Teilkühlungsnote liegt entsprechend bei 1,35, was auf eine gute Eignung für leistungsstarke Komponenten hindeutet - insbesondere im Vergleich zu ähnlich großen Gehäusen, die bei gleichen Lautheitsvorgaben nicht selten deutlich höhere Temperaturwerte aufweisen.

Auszug aus der <a href='www.pcgameshardware.de/PC-Games-Hardware-Brands-18366/Specials/PCGH-07-2023-Magazin-273-DVD-Download-PDF-1420812/'><strong>PCGH-Ausgabe 07/2023</strong></a> zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel finden Sie <a href='www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Specials/8-bezahlbare-Midi-Gehaeuse-im-Vergleichstest-1422526/'><strong>hier</strong></a>. Quelle: PCGH Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Die Dämmwertmessung dient der Beurteilung der Geräuschabschirmung durch das Gehäuse selbst. Dabei werden sämtliche Gehäuselüfter deaktiviert, während CPU- und GPU-Lüfter maximal anlaufen. Das Meshify 3 XL Ambience Pro RGB erreicht in dieser Konstellation 4,4 Sone frontal und 3,9 Sone (links) aus einem 45-Grad-Winkel sowie 4,2 Sone (rechts), gemessen jeweils im Abstand von 50 Zentimetern.

Diese Werte bewegen sich im erwartbaren, guten Rahmen für ein offenes Mesh-Gehäuse mit Glasseite ohne gezielte Schalldämmung. Aufgrund des durchlässigen Designs bietet das Meshify 3 XL an offenen Stellen nur begrenzte Isolation gegen hochfrequente Geräusche wie Spulenfiepen, Lüfterklackern oder pumpenbedingte Nebengeräusche. Besonders bei leistungshungrigen Komponenten mit teils hochfrequenten Tonlagen können diese ohne akustische Barrieren nahezu ungehindert nach außen dringen.

In der Praxis bedeutet das: Das subjektive Lautstärkeempfinden hängt stark von der individuellen Komponentenauswahl und deren Positionierung im System ab. Wer leise Lüfter und entkoppelte Kühllösungen einsetzt und dazu eine gut abgestimmte Lüfterkurve nutzt, kann das Geräuschniveau deutlich reduzieren - dennoch bleibt die generelle Offenheit der Konstruktion eine akustische Herausforderung für besonders empfindliche Nutzer.

Alle Bilder zum Fractal Meshify 3 XL Ambience Pro RGB

Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben. Quelle: PCGH Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben.

Summa summarum

Im Gesamturteil hinterlässt das Meshify 3 XL Ambience Pro RGB einen sehr stimmigen Gesamteindruck. Objektiv betrachtet überzeugt es durch sehr gute Messwerte bei Kühlung und Lautheit, eine durchdachte Innenstruktur und hohe Verarbeitungsqualität. Subjektive Aspekte wie Design bleiben dabei Geschmackssache. Wer ein kompromisslos ausgestattetes Gehäuse im High-End-Bereich sucht, erhält mit dem Meshify 3 XL Ambience Pro RGB ein durchdachtes Produkt. Allerdings existieren durchaus Alternativen mit ähnlicher Ausstattung, die zu einem deutlich günstigeren Preis erhältlich sind.

Besonders punkten kann das Meshify 3 mit seinem modularen Aufbau, der sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Systembauern einen vergleichsweise unkomplizierten Zugang zur Hardware bietet. Die werkseitig installierten Lüfter liefern eine solide Leistung, lassen sich aber bei Bedarf problemlos erweitern oder austauschen. Wer in erster Linie auf niedrige Temperaturen, eine einfache Handhabung und einen klar strukturierten Innenraum Wert legt, dürfte mit dem Meshify 3 XL Ambience Pro RGB gut beraten sein - vorausgesetzt, der aufgerufene Preis liegt im persönlichen Budgetrahmen.

PCGH-Wertung

1,52
Gehäuse Meshify 3 XL Ambience Pro RGB
Hersteller (Webseite) Fractal-Design.com
Link zum PCGH-Preisvergleich Meshify 3 XL Ambience Pro RGB White
Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. 240 Euro/Note: 3-
Alternativ-Version Meshify 3 XL Black Solid, TG Light Tint, TG Clear Tint für ca. 155 Euro (ohne Hub, ohne Beleuchtung, PWM-Momentum-Fans ohne RGB) oder Meshify 3 RGB Black TG Light Tint (ohne Gehäusebeleuchtung, aber Momentum PWM-RGB-Lüftern) für ca. 175 Euro
Ausstattung (20 %) 1,32
Plätze für Laufwerke (Non-Kombi-Slots separat benannt) 1× 2,5-Zoll und 2× 2,5/3,5-Kombi-Rahmen (2× 2,5-Zoll oder 1× 3,5-Zoll pro 1× Kombi-Rahmen)
Lüfterplätze Front: 3× 120/140 mm/2× 180 mm, Decke: 3× 120/140 mm, Seite: 1× 120/3× 140 mm, Heck: 1× 120/140 mm
Vorhandene Lüfter Front: 3× 140 mm Momentum 14 ARGB PWM
Plätze für Radiatoren (bis zu) Front: 360 mm, Decke: 280 mm, Seite: 360 mm, Heck: 140 mm
Erweiterungs-Slots (Blende) Sieben
Frontanschlüsse 1× USB Typ-C 3.2 (Gen 2×2), 2× USB Typ-A (3.0/3.2 Gen 1), 1× Kombi-Anschluss für Mikrophon und Adio
Staubschutz (Erreichbarkeit) Front: Mesh-Abdeckung (leicht), Decke: Mesh-Abdeckung (leicht), Boden: Schiebemechanismus (akzeptabel), seitliches Mesh (leicht)
Handbuch Ausführliches Handbuch mit guten und farblich hervorgehobenen Illustrationen
Auszug der Bestandteile Einklippbare Seitenteile mit Schrauben weiter fixierbar, Deckel werkzeuglos entfernbar inklusive Halterung für Lüfter und Radiator, beleuchtete proprietäre Lüfter inklusive Adapter und Hub, stabile Kanäle mit Plastikklammern für Kabelführung hinter der Innenkammer
Eigenschaften (20 %) 1,26
Material – Gewicht (nicht gewertet) Stahl, Glas und Kunststoff – ca. 13 kg
Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen 51,4 × 24,5 × 51,5 cm, ca. 65 Liter
Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) GPU: 51,2 cm, CPU: 18,2 cm, Netzteil: 23,0 cm, Mainboard: E-ATX (33 cm)
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Sehr gut/sehr gut/sehr gut
Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme Zusammmenbau: Gut bis sehr gut, angenehmens Kabelmanagement, wenn auch mit recht schmalem Kabeldurchgang unten, Controller-LED ist am Ende durch Seitenteil verdeckt, Kabelspangen sind wenig leichgängig, modulare Radiator-/Lüfter-Halterung erleichtert den Einbau, keine Standard-PWM-Lüfter verbaut, allerdings liegt ein passender Adapter bei. Zu beachten ist bei Bestückung mit Seitenlüfter oder -Radiator, dass je nach Dicke die Maximallänge der GPU begrenzt wird.
Maximale Radiator-Kombination Sehr gut (360/360/360/140)
Leistung (60%) 1,69
Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 66,3 °C, (1,5 Kelvin) | 67,2 °C, (2,4 Kelvin)
Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 62 °C, (1 Kelvin) mit 1.905 MHz bei 1.919 U/min | 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.910 MHz bei 2.020 U/min
M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 38°C, (0 Kelvin) | 40 °C, (2 Kelvin)
Innenraum-Temperatur* S1 | S2 40 °C, (2 Kelvin) | 42 °C, (0 Kelvin)
Lautheit unter Spielelast** Frontal: 2,0 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,7 Sone (links), 1,9 Sone (rechts)
Dämmwert*** Frontal: 4,4 Sone | 45-Grad-Winkel: 3,9 Sone (links), 4,2 Sone (rechts)
Pro Contra
[+] Modularer Rahmen im Deckenbereich [-] Leichtgängiger Deckel nicht mit Schrauben fixierbar
[+] Praktische Kabelspangen [-] Enge Kabelöffnung unten
[+] Seiten, Front und Decke werkzeuglos abmontierbar
13
  1. Seite 1 Überblick
  2. Seite 2 Ausstattung und Materialqualität
  3. Seite 3 Leistung und Fazit
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von dynastes
        Siehe oben, das Pop Air gehört zu den Gehäusen, die keinen Staubfilter brauchen. Das Mesh sollte fein genug sein.
        Reingeguckt habe ich noch nicht in meinen PC. Ich hoffe es!
        Bisher hatte ich die Front immer nur mit einen feuchten Tuch abgewischt.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von dynastes
        Siehe oben, das Pop Air gehört zu den Gehäusen, die keinen Staubfilter brauchen. Das Mesh sollte fein genug sein.
        Reingeguckt habe ich noch nicht in meinen PC. Ich hoffe es!
        Bisher hatte ich die Front immer nur mit einen feuchten Tuch abgewischt.
      • Von dynastes Software-Overclocker(in)
        Zitat von OmasHighendPC
        Du magst Recht haben. Beim meinem Bequiet Silent Base 802 sind die zwei verbauten, herausnehmbaren Filter (Boden/Front) aber sicher sinnvoll, ich meine sogar notwendig. Das sehe ich, wenn ich diese Filter ca. 1 Mal monatlich mit dem Sauger reinige. Da hängt immer einiges drin, von dem ich froh bin, dass es nicht ins Gehäuse hineingeht und sich dort auf Lüfter und anderes legt. Die Reinigung ist extrem einfach und dauert ca. 1-2 Minuten. Hingegen ist die Front-Meshe aus Metall zu grob um den Staub abzufangen (da sammelt sich genau Null Staub an). Deshalb braucht es den, viel feineren, herausnehmbaren Filter dahinter. Aber das ist wohl nicht bei allen Gehäusen so.
        Richtig, das Silent Base 802 ist nicht drauf ausgelegt, ohne Filter genutzt zu werden. Mit entsprechend feinem Mesh sieht das dann anders aus.

        Ich wollte auch keinen der beiden Ansätze für zweifelsfrei überlegen erklären, nur den Eindruck zerstreuen, dass es ohne Staubfilter nicht geht.
        Zitat von RyzA
        Bei meinem Pop Air habe ich leider erst nach dem Kauf bemerkt, das da auch kein Staubfilter vorne drin ist.
        Davor hatte ich das Define C und da war einer drin.

        Staubfilter sollten Standard sein.
        Siehe oben, das Pop Air gehört zu den Gehäusen, die keinen Staubfilter brauchen. Das Mesh sollte fein genug sein.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Neitros
        Schick sieht es ja aus. Aber 240€ zu verlangen und das ohne Staubfilter, ist für mich ein absolutes K.O. Kriterium.
        Bei meinem Pop Air habe ich leider erst nach dem Kauf bemerkt, das da auch kein Staubfilter vorne drin ist.
        Davor hatte ich das Define C und da war einer drin.

        Staubfilter sollten Standard sein.
      • Von OmasHighendPC Freizeitschrauber(in)
        Zitat von dynastes
        Ich verstehe die Skepsis, da ich sie früher geteilt habe, nach eigenem Ausprobieren halte ich sie aber für revisionsbedürftig. Dass es keinen zweiten Staubfilter gibt - denn die Front selbst ist der erste - ist ein vernachlässigbarer Kritikpunkt, auch für jene von uns, die seltener als der Durchschnitt durchsaugen

        Du magst Recht haben. Beim meinem Bequiet Silent Base 802 sind die zwei verbauten, herausnehmbaren Filter (Boden/Front) aber sicher sinnvoll, ich meine sogar notwendig. Das sehe ich, wenn ich diese Filter ca. 1 Mal monatlich mit dem Sauger reinige. Da hängt immer einiges drin, von dem ich froh bin, dass es nicht ins Gehäuse hineingeht und sich dort auf Lüfter und anderes legt. Die Reinigung ist extrem einfach und dauert ca. 1-2 Minuten. Hingegen ist die Front-Meshe aus Metall zu grob um den Staub abzufangen (da sammelt sich genau Null Staub an). Deshalb braucht es den, viel feineren, herausnehmbaren Filter dahinter. Aber das ist wohl nicht bei allen Gehäusen so.
      • Von dynastes Software-Overclocker(in)
        Zitat von Neitros
        Schick sieht es ja aus. Aber 240€ zu verlangen und das ohne Staubfilter, ist für mich ein absolutes K.O. Kriterium.
        Zitat von OmasHighendPC
        Wär ich mit dem Bequiet Silent Base 802 (auch in weiss wie das hier auf dem Bild ) nicht noch vollauf zufrieden (sehr ähnlich aufgebaut wie das Fractal, mit Mesh System und 3 grossen Front-Fans), wäre dieses Gehäuse möglicherweise sein Nachfolger. Aber der Staubfilter könnte bei dem Preis schon mit dabeisein. Beim Bequiet war er das. Und den braucht man wirklich.
        Zitat von Froggenhart
        Die fehlenden Staubfilter sind aber schon eine Enttäuschung, denn die sind zum einen im Meshify 2 XL verhanden und zum anderen auch recht gut.
        Zitat von Der_Fenten
        Ich finde es ein absolutes Armutszeugnis, das die meisten Hersteller mittlerweile die Staubfilter weg lassen.
        Gehäuse ohne Staubfilter kommen mir nicht ins Haus.

        Ich muss aus eigener Erfahrung hier mal deutlich widersprechen, einfach weil die Kritik ja in praktisch jedem Beitrag vorkommt: "Fehlende" Staubfilter sind längst nicht das Problem, zu dem ihr es hier macht. Ich nutze in meinem Zweitsystem seit Erscheinen ein G500A von Phanteks und kann vor diesem Hintergrund nur sagen: Die Filterwirkung des feinen Stahlmeshes ist sehr viel besser als einige hier offenbar denken - und in einer durchschnittlich staubigen Umgebung mehr als ausreichend (und, volle Transparenz, meine Wohnung ist eher staubiger als der Durchschnitt, dank ADHS bin ich im Ordnung halten ziemlich schlecht). Das so bestückte Gehäuse kann in einem ähnlichen Rhythmus wie ein mit Staubfilter versehenes ausgeblasen werden, die Resultate sind dabei ähnlich.

        Ich verstehe die Skepsis, da ich sie früher geteilt habe, nach eigenem Ausprobieren halte ich sie aber für revisionsbedürftig. Dass es keinen zweiten Staubfilter gibt - denn die Front selbst ist der erste - ist ein vernachlässigbarer Kritikpunkt, auch für jene von uns, die seltener als der Durchschnitt durchsaugen

        Zitat von DanHot
        Ich versteh auch nicht warum es immer nicht zwei Gehäuse gibt mit und ohne Lüfter zum kaufen da mindesten 60% eh andere oder eigene vorhanden Lüfter benutzen.
        Wenn du dich da mal nicht täuschst ... die allermeisten Anwender dürften im Gegenteil sehr zufrieden mit den Lüftern sein, die Gehäuse heutzutage schon bieten. Eher häufiger sind das heutzutage nämlich ziemlich brauchbare Modelle, so etwa auch hier.

        @topic:

        Ich finde das Meshify 3 sehr attraktiv, obgleich ich mich wohl eher fürs kompaktere Non-XL entschieden hätte. Die Kühlleistung ist augenscheinlich ausgezeichnet und macht dem Torrent Konkurrenz - das nach wie vor eines der besten Gehäuse ist, die Fractal je gebaut hat. Lobenswert außerdem: Aufgetretene Mängel in der Produktion hat man schon vor Release adressiert, entsprechende Produktsamples umgehend zurückgezogen. Das handhabt so nicht jeder Hersteller. In meinen Augen verdient sich Fractal mit solchen Aktionen seinen guten Ruf, von sehr guten Produkten ganz abgesehen.

        Allerdings agiert Fractal hier auch irreführend, man würde meinen, dass das Meshify 3 der direkte Nachfolger des Meshify 2 wäre. Tatsächlich folgt es eher dem Compact-Modell nach und das XL ersetzt das "mittelgroße" Gehäuse aus der Meshify 2-Serie (wie es etwa auch die Anzahl der Erweiterungsslots nahelegt). Ein tatsächliches XL-Modell gibt es demnach eigentlich gar nicht.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk