Fractal Meshify 3 XL RGB: Ausstattung und Materialqualität
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Zum Lieferumfang des Gehäuses gehören drei vorinstallierte 140-mm-Lüfter vom Typ Momentum 14 ARGB PWM. Laut Hersteller sollen diese Lüfter auf besonders verwindungssteife LCP-Blätter setzen, was eine geringe Spaltmaß-Toleranz ermögliche und damit die Effizienz erhöhen könne. Das überarbeitete Flügeldesign soll die Geräuschkulisse, insbesondere bei hohen Drehzahlen, verringern. Eine Zero-RPM-Funktion ermögliche es, die Lüfter bei geringer Auslastung vollständig abzuschalten (etwa bei niedrig eingestelltem PWM-Signal).
Die Anbindung der Lüfter erfolgt über ein Daisy-Chain-fähiges Kabelsystem mit flachen Steckern, die auf einem USB-C-Format basieren. Der mitgelieferte RGB-Hub dient als zentrale Steuereinheit für Beleuchtung und Lüfterdrehzahl. Ergänzt wird das Setup durch praktische Erweiterungen wie eine herausnehmbare Lüfter- und Radiator-Halterung im Deckel, die die Installation deutlich vereinfachen.
Quelle: PCGH
Zum Lieferumfang gehören Montagematerial, Kabelbinder, Entkoppler und Adapter - ordentlich verpackt in einer beschrifteten Zubehörbox.
Das Innenleben
Das Meshify 3 setzt auf ein übliches Zwei-Kammern-Layout. Das Netzteil befindet sich in einem separaten Bereich im unteren Teil des Gehäuses, wird von hinten eingeschoben und kann nicht seitlich eingesetzt werden. Der Deckel des Fractal Meshify 3 XL lässt sich werkzeuglos abnehmen, kann jedoch nicht zusätzlich mit Schrauben gesichert werden. Beide Seitenteile lassen sich per Push-to-Lock-System montieren, optional kann eine Verschraubung zur Fixierung erfolgen.
Quelle: PCGH
Der Deckel lässt sich komplett werkzeuglos entfernen, allerdings gibt es keine Option zur Fixierung des Deckels.
Hinter dem Mainboard-Tray finden sich stabile Kabelkanäle mit Klettverschlüssen sowie eher ungewöhnliche, aber praktische Kunststoffspangen zur weiteren Fixierung von Kabeln. Die Halterung für SSDs ist demontierbar und hinter dem Mainboard zu finden.
Das Meshify 3 besteht hauptsächlich aus Stahl mit kleineren Kunststoffelementen und einer Hartglas-Seite. Die Verarbeitungsqualität ist wie von Fractal gewohnt sehr gut. Schnittkanten sind sauber entgratet und das Gehäuse weist im Test eine hohe Verwindungssteifigkeit auf.
Staubschutz und Zusammenbau
Die Front ist durch eine einfach zugängliche Mesh-Abdeckung geschützt, die durch einen Klippmechanismus leicht entfernt werden kann. Einen zusätzlichen Staubfilter gibt es für die Front allerdings nicht. Im Betrieb zeigt sich ein kleiner Nachteil: Wird die Frontabdeckung während des laufenden Betriebs abgenommen und anschließend wieder eingesetzt, startet die Beleuchtung der Front nicht automatisch neu.
Beim Deckel kommt ebenfalls eine einfache Mesh-Abdeckung zum Einsatz, die sehr unkompliziert abnehmbar ist. Diese obere Abdeckung kann allerdings bei unglücklichen Griffen zum Anheben des Gehäuses relativ schnell verrutschen, da es sich lediglich um einen Schiebemechanismus handelt, der nicht zusätzlich verschraubt werden kann. Das Problem ist im Vergleich zu früheren Modellen wie der Fractal-North-Serie zwar deutlich weniger ausgeprägt, aber nicht gänzlich beseitigt. An der Unterseite schützt ein schiebbarer Staubfilter das Netzteil. Zwar ist dieser nicht ganz so bequem zu erreichen, lässt sich aber entfernen, um ihn zu reinigen. Beide Seitenteile können wie Front und Deckel werkzeuglos entfernt werden. Es handelt sich um ein werkzeugloses Push-to-Lock-System, das bei Bedarf zur zusätzlichen Stabilisierung verschraubt werden kann.
Im Praxistest gestaltet sich der Zusammenbau insgesamt komfortabel. Besonders die modulare Lüfterschiene im Deckel spart bei der Installation von Wasserkühlungen oder Lüftern einiges an Zeit. Die großzügig dimensionierten Kabelkanäle auf der Rückseite sowie die ungewöhnlichen, aber praktischen Kunststoffspangen - die statt der obligatorischen Klettbänder zum Einsatz kommen - erleichtern das Kabelmanagement deutlich. Einzig der untere Kabeldurchgang ist etwas eng bemessen, was das Verlegen von PCI-Kabeln erschwert. Hier empfiehlt sich die seitliche Führung als Alternative. Auf der nächsten Seite geht es weiter mit den Leistungstests und dem Fazit.

Bisher hatte ich die Front immer nur mit einen feuchten Tuch abgewischt.
Ich wollte auch keinen der beiden Ansätze für zweifelsfrei überlegen erklären, nur den Eindruck zerstreuen, dass es ohne Staubfilter nicht geht.
Davor hatte ich das Define C und da war einer drin.
Staubfilter sollten Standard sein.
Davor hatte ich das Define C und da war einer drin.
Staubfilter sollten Standard sein.
Gehäuse ohne Staubfilter kommen mir nicht ins Haus.
Ich verstehe die Skepsis, da ich sie früher geteilt habe, nach eigenem Ausprobieren halte ich sie aber für revisionsbedürftig. Dass es keinen zweiten Staubfilter gibt - denn die Front selbst ist der erste - ist ein vernachlässigbarer Kritikpunkt, auch für jene von uns, die seltener als der Durchschnitt durchsaugen
@topic:
Ich finde das Meshify 3 sehr attraktiv, obgleich ich mich wohl eher fürs kompaktere Non-XL entschieden hätte. Die Kühlleistung ist augenscheinlich ausgezeichnet und macht dem Torrent Konkurrenz - das nach wie vor eines der besten Gehäuse ist, die Fractal je gebaut hat. Lobenswert außerdem: Aufgetretene Mängel in der Produktion hat man schon vor Release adressiert, entsprechende Produktsamples umgehend zurückgezogen. Das handhabt so nicht jeder Hersteller. In meinen Augen verdient sich Fractal mit solchen Aktionen seinen guten Ruf, von sehr guten Produkten ganz abgesehen.
Allerdings agiert Fractal hier auch irreführend, man würde meinen, dass das Meshify 3 der direkte Nachfolger des Meshify 2 wäre. Tatsächlich folgt es eher dem Compact-Modell nach und das XL ersetzt das "mittelgroße" Gehäuse aus der Meshify 2-Serie (wie es etwa auch die Anzahl der Erweiterungsslots nahelegt). Ein tatsächliches XL-Modell gibt es demnach eigentlich gar nicht.