Corsair Frame 5000D Wood RS: Dreimal 420 mm Radiatorfläche im Test

Corsair bringt das Frame 5000D Wood RS mit Holzfront, zwei 200-mm-Lüftern und Platz für bis zu drei 420-mm-Radiatoren. Der PCGH-Test zeigt, wie stark Kühlung, Lautheit und Ausstattung wirklich ausfallen.

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Corsair Frame 5000D Wood RS: Dreimal 420 mm Radiatorfläche im Test

Holzfronten gibt es immer wieder und auch Corsair hatte schon die eine oder andere Variante mit Holz an der Front. Corsair geht den hölzernen Weg nun erneut mit dem Frame 5000D Wood RS. Wem die Bezeichnung bekannt vorkommt, kennt vermutlich schon das Frame 5000D RS. Das neue Modell übernimmt die bekannte 5000D-Basis, setzt aber sichtbar andere Schwerpunkte, und die lassen sich an zwei Fingern abzählen. Beim Frame 5000D RS saßen vorne noch drei 140-mm-Lüfter, dieses Mal sind ab Werk zwei 200-mm-PWM-Lüfter verbaut. Interessanterweise hatten wir bisher nicht sehr oft Gehäuse mit vormontierten 200-mm-Lüftern in der Redaktion. Das letzte Modell dieser Art dürfte das Coolermaster HAF 700 Evo aus dem Jahr 2023 gewesen sein. In diesem Fall lässt sich allerdings schon jetzt vorwegnehmen, dass das Corsair-Modell besser abschneidet.

Aber abseits der offensichtlichen Lüfter, die einem fast schon ins Gesicht springen, ist das Frame 5000D Wood RS breit aufgestellt. Im Deckel lassen sich drei 120- oder 140-mm-Lüfter montieren, an der rechten Seite ebenfalls drei 120- oder 140-mm-Modelle. Die seitliche Lüfterposition kann zusätzliche Frischluft in Richtung Grafikkarte bringen oder als Radiatorplatz genutzt werden. Gleichzeitig muss dann aber die Grafikkartenlänge geprüft werden, weil Lüfter und Radiatoren an der Seite Platz im Innenraum belegen.

Platzangebot und Radiatorsupport

Und wenn wir schon bei den Radiatoren sind: Front, Deckel und rechte Seite nehmen jeweils Radiatoren bis 420 mm auf. Am Heck bleiben 120 oder 140 mm möglich, am Boden ist kein Radiatorplatz vorgesehen. Damit bewegt sich das Frame 5000D Wood RS auf einem Niveau, das im Testfeld nur wenige Gehäuse erreichen. Am nächsten dürften das Antec Flux Pro Noctua und das Be Quiet Light Base 900 FX liegen, die jeweils zweimal 420 mm, einmal 360 mm und 240 bzw. 140 mm unterstützen. Ein Modell, bei dem gleich dreimal 420 mm möglich sind, hatten wir bisher nicht im Test.

Es gibt drei Plätze für 420-mm-Radiatoren. Quelle: PC Games Hardware Es gibt drei Plätze für 420-mm-Radiatoren.

Wer mehrere Radiatoren gleichzeitig verbauen will, muss trotzdem genauer planen. Drei mögliche 420-mm-Positionen bedeuten nicht automatisch, dass jede Kombination ohne Einschränkungen passt. Vor allem die rechte Seite sollte einem da ein Dorn im Auge sein. Zwar hat Corsair netterweise den Wert für die GPU-Länge angegeben, die mit Radiator möglich ist, also 42,5 cm. Wenn dieser allerdings weggelassen wird, hat man noch einmal deutlich mehr Platz in der Länge. Schon mit Radiator sollte der Platz allerdings deutlich üpigger ausfallen. Ob man den Platz benötigt, ist allerdings fraglich, wenn allein schon alle von PCGH getesteten 5090-Versionen trotz seitlichem Radiator von der Länge her passen.

Beim CPU-Kühler liefert Corsair 17,5 cm Platz, was für die meisten großen Tower-Kühler ausreichen dürfte. Im Vergleich zu den bestplatzierten Gehäusen im PCGH-Testfeld fällt der Wert aber etwas niedriger aus. Das Antec Flux Pro Noctua und das Be Quiet Light Base 900 FX erlauben jeweils bis zu 19 cm hohe CPU-Kühler, das Lian Li Lancool 3 RGB liegt mit 18,7 cm ebenfalls darüber. Für klassische Luftkühler bieten diese Modelle also etwas mehr Reserve.

Wird die Netzteilkammer ausgebaut, entsteht mehr Platz für das Netzteil. Quelle: PC Games Hardware Wird die Netzteilkammer ausgebaut, entsteht mehr Platz für das Netzteil. Der Platz für das Netzteil wiederum fällt mehr als üppig aus. Das Gehäuse bietet ab Werk 25 cm Tiefe, dazu kommt die Demontierbarkeit der Netzteilkammer. Damit bleibt genug Raum für lange ATX-Netzteile und die dazugehörigen Kabelstränge.

Bei den Erweiterungsslots bleibt Corsair klassisch aufgestellt. Acht horizontale PCIe-Blenden stehen zur Verfügung, zusätzlich lässt sich die Grafikkarte vertikal montieren. Das passende Riserkabel liegt, anders als es beispielsweise beim Arctic Xtender der Fall ist, nicht bei und kostet bei Corsair selbst etwa 80 Euro.

Dafür gibt es dann aber die mittlerweile fast schon obligatorische Grafikkartenhalterung. Im Fall des Frame 5000D Wood RS wirkt sie allerdings nicht wie ein Alibi-Bauteil. Die Halterung lässt sich leicht verschieben, sitzt aber fest genug, um schwere Grafikkarten abzustützen, ohne bei der kleinsten Berührung wieder zu verrutschen.

Bei Laufwerken gibt es eher wenig Platz. Quelle: PC Games Hardware Bei Laufwerken gibt es eher wenig Platz.

Bei den Laufwerken zeigt sich dagegen ein Punkt, den man bei einem Gehäuse dieser Größe zumindest erwähnen muss. Ab Werk bietet Corsair einen kombinierten 2,5-/3,5-Zoll-Platz sowie weitere 2,5-Zoll-Positionen auf der Rückseite des Mainboard-Trays. Für ein aktuelles Gaming-System mit M.2-SSD auf dem Mainboard und vielleicht einer zusätzlichen SATA-SSD reicht das aus. Wer mehrere 3,5-Zoll-Festplatten unterbringen will, bekommt im Auslieferungszustand aber nur überschaubare Optionen. Gerade in Anbetracht der Größe des Gehäuses, hätte es hier eigentlich noch die eine oder andere Möglichkeit gegeben, Plätze unterzubringen. Ganz ohne Ausweg bleibt man allerdings nicht. Corsair bietet für die Frame-Serie 3D-druckbare Infini-Rail-Laufwerkskäfige an, die pro Käfig drei 3,5-Zoll-Laufwerke aufnehmen. Kostenloser Platz entsteht dadurch aber natürlich nicht. Die Käfige belegen wieder Innenraum und können je nach Position Einfluss auf den restlichen Aufbau nehmen.

Anschlüsse und I/O-Panel

Ähnlich modern wie bei den Laufwerksplätzen geht Corsair auch bei der Front-I/O vor. Klassische USB-A-Anschlüsse gibt es vorne in der Serienbestückung nicht mehr. Stattdessen sitzen dort zwei USB-C-Ports mit 5 Gbit/s sowie ein farblich abgesetzter USB-C-Anschluss mit 20 Gbit/s. Damit ist das Frame 5000D Wood RS konsequenter auf USB-C ausgelegt als die bestplatzierten Vergleichsgehäuse im PCGH-Testfeld. Das Antec Flux Pro Noctua und das Be Quiet Light Base 900 FX setzen vorne weiterhin auf eine Mischung aus USB-C und USB-A.

Wer Sticks, Dongles oder ein älteres Headset vorn anschließen will, benötigt beim Corsair-Gehäuse Adapter oder muss auf die Anschlüsse am Mainboard ausweichen. Corsair entschärft das Ganze immerhin durch den modularen Frame-Aufbau: Das I/O-Modul bleibt verschraubt und lässt sich nach dem Lösen von zwei Schrauben ausbauen. Passende Front-Module mit USB-A bietet Corsair ebenfalls an. Dann muss das Panel aber zusätzlich gekauft oder beim Kauf über den Konfigurator separat ausgewählt werden. Damit steht die Ausstattung des Corsair Frame 5000D Wood RS weitgehend fest. Wie gut Corsairs modularer Aufbau beim eigentlichen Einbau funktioniert und ob die 200-mm-Lüfter auch im Leistungstest überzeugen, zeigt die nächste Seite.

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  1. Seite 1 Übersicht und Anschlüsse
  2. Seite 2 Leistung und Fazit
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich hab in den zwei Stunden keine Störgeräusche wahrgenommen. Die Lüfter haben wir nicht außerhalb nochmal getestet. Das mit dem I/O-Panel find ich persönlich auch nicht so gut, weil ich meine Gehäuse IMMER unter dem Schreibtisch stehen hab, aber das is leider geschmackssache. Mein Mann bspw. hat sein Lian Li O11 Dynamic EVO XL (über 80 Liter) auf dem Schreibtisch stehen. Frag mich nich warum ^^
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich hab in den zwei Stunden keine Störgeräusche wahrgenommen. Die Lüfter haben wir nicht außerhalb nochmal getestet. Das mit dem I/O-Panel find ich persönlich auch nicht so gut, weil ich meine Gehäuse IMMER unter dem Schreibtisch stehen hab, aber das is leider geschmackssache. Mein Mann bspw. hat sein Lian Li O11 Dynamic EVO XL (über 80 Liter) auf dem Schreibtisch stehen. Frag mich nich warum ^^
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Habt ihr Störgeräusche, aufgrund dessen, dass die Halter in den Lüfter hineinragen? Hab ihr die Lüfter mal außerhalb des Gehäuses getestet?

        & Warum kann man das IO Panel nicht nach oben montieren? Das ist ein 75l Volumen Gehäuse. Das sieht AUF dem Schreibtisch nicht schön aus.
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