Corsair Frame 5000D Wood RS: Leistung und Fazit
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Corsair Frame 5000D Wood RS: Leistung und Fazit

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Corsair Frame 5000D Wood RS im Test: Einbau, Kabelmanagement, Verarbeitung, Kühlung, Lautheit und Gesamtwertung eingeordnet.

Einbau, Kabelmanagement und Verarbeitung

Beim eigentlichen Aufbau spielt die Modularität dann wieder klar für Corsair. Seitenteile, Front und Deckel lassen sich ohne große Gegenwehr entfernen. Beim ersten Zerlegen ist ein Schraubendreher allerdings hilfreich, weil einige Thumbscrews ab Werk recht fest sitzen. Danach lassen sie sich problemlos per Hand bedienen. Der herausnehmbare Deckelträger erleichtert vor allem den Einbau großer Radiatoren oder Lüfter im oberen Bereich, weil man nicht im Gehäuse selbst hantieren muss. Auch die Lüfter- und Radiatorhalterungen sind gut zugänglich. Wer im Deckel oder an der Seite eine große AIO oder einen Custom-Radiator einsetzen will, profitiert davon, wenn die entsprechenden Träger nicht starr im Gehäuse sitzen.

Kabelmanagement

Beim Kabelmanagement liefert Corsair ebenfalls sauber ab. Natürlich stehen hinter dem Mainboard-Tray nicht unendliche Weiten zur Verfügung, wie es bei dem Lian Li Lancool 3 oder dem Light Base der Fall ist, dennoch dürften die 2,5 bis 3 cm mehr als ausreichend für die meisten Bauprojekte sein. Zumal Corsair den vorhandenen Raum gut nutzt: Stabile Kabelkanäle mit Klettverschlüssen, gummierte Durchführungen und zusätzliche Befestigungspunkte rund um das Mainboard-Tray sorgen dafür, dass auch dickere Kabelstränge sauber geführt werden können. Die Gummis bleiben beim Verlegen an Ort und Stelle.

Hinzu kommt das bereits bekannte Rapidroute-2.0-System. Die beiliegenden Pins beziehungsweise Kabelbinderhalter lassen sich dort flexibel setzen und helfen dabei, einzelne Kabelstränge abseits der großen Klettkanäle zu fixieren. Vorgesehen ist außerdem Platz für Zubehör wie Corsairs Xeneon-Edge-Display beziehungsweise dessen Verkabelung.

Das Kabelmanagement-System von Corsair bietet viele Möglichkeiten. Quelle: PC Games Hardware Das Kabelmanagement-System von Corsair bietet viele Möglichkeiten.

Staubschutz

Beim Staubschutz ist das Frame 5000D Wood RS gut zugänglich, aber nicht überall gleich elegant gelöst. Der Frontfilter ist fest eingeklipst, der untere Filter wird eingeschoben und lässt sich leicht erreichen. Seitlich gibt es ebenfalls Staubschutz, der etwas fummeliger ausfällt, aber grundsätzlich nur eingeklipst ist. Die Pfeile auf dem Filter können beim ersten Ausbau irritieren, weil nicht sofort klar ist, in welche Richtung der Einsatz gelöst werden soll. Im Deckel gibt es dagegen keinen separaten Staubfilter, sondern nur die Meshabdeckung.

Die Staubfilter wirken hochwertig. Quelle: PC Games Hardware Die Staubfilter wirken hochwertig. Die Verarbeitung gibt wenig Anlass zur Kritik. Materialqualität, Schnittkanten und Verwindungssteifheit liegen auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Holzfront wirkt sauber integriert und nicht wie ein nachträglich angesetztes Designelement. Spaltmaße und Übergänge passen, die Seitenteile sitzen ordentlich und die modularen Elemente wirken nicht klapprig. Das ist bei einem Gehäuse mit vielen demontierbaren Teilen nicht selbstverständlich, weil zusätzliche Flexibilität schnell zulasten der Stabilität gehen kann.

Zusammenbau

Beim Zusammenbau traten keine größeren Praxisprobleme auf. Kleine Info: Eine Anleitung für das Gehäuse gibt es, sie liegt allerdings wie gewohnt nur als QR-Code vor. Dafür hat Corsair die Schrauben in einer praktischen Plastik-Dose sortiert, statt auf die sonst üblichen Tütchen zu setzen. Das große Volumen, die herausnehmbaren Halterungen, der entfernbare Deckelträger und das gute Kabelmanagement machen den restlichen Einbau auch dann noch recht entspannt, wenn mehr als ein Standard-System aus Mainboard, Grafikkarte und Luftkühler verbaut wird.

Bis hierhin zeigt sich das Frame 5000D Wood RS also als großes, flexibles Gehäuse mit sehr starkem Radiatorsupport, moderner Anschlussausstattung und ungewöhnlicher Frontbestückung. Die Laufwerksplätze fallen für die Größe eher überschaubar aus, USB-A fehlt in der Serienbestückung an der Front und das Riserkabel für die vertikale Grafikkartenmontage muss separat gekauft werden. Dafür stehen viel Platz, eine gute Verarbeitung, ein durchdachtes Kabelmanagement und zwei 200-mm-Lüfter ab Werk gegenüber.

Leistungstest mit 200-mm-Lüftern

Im Leistungstest muss Corsair allerdings unter Beweis stellen, dass sich der Einbau der zwei 200-mm-Lüfter auch wirklich lohnt. Dafür wurden die Gehäuselüfter zwecks Vergleichbarkeit wie gewohnt auf 1,2 Sone normiert. Beim Frame 5000D Wood RS wurde dieser Wert bei rund 69 Prozent Lüfterleistung erreicht.

Lüfter im Überblick

Bei der CPU-Kühlung liefert das Corsair-Gehäuse dann stark ab. In der gewichteten CPU-Messung landet das Frame 5000D Wood RS bei etwa 65 °C. Damit bewegt sich das Gehäuse auf dem Niveau der besten Modelle im Testfeld. Das Antec Flux Pro Noctua kommt ebenfalls auf rund 65 °C, das Lian Li Lancool 3 RGB liegt in derselben Größenordnung. Das Be Quiet Light Base 900 FX fällt mit rund 67 °C etwas wärmer aus, bleibt aber ebenfalls klar im oberen Bereich des Testfelds.

Leider fällt die Einordnung bei der Grafikkartenkühlung etwas weniger eindeutig aus. Das Frame 5000D Wood RS bleibt auch hier auf einem sehr guten Niveau, setzt sich aber nicht so klar in Szene wie bei der CPU-Messung. Das Antec Flux Pro Noctua ist in dieser Disziplin weiterhin der stärkste Vergleichspunkt und kommt in der Tabelle auf 39 °C. Das Be Quiet Light Base 900 FX und das Lian Li Lancool 3 RGB liegen mit jeweils 41 °C etwas darüber. Corsair bewegt sich dazwischen beziehungsweise sehr nah an dieser Spitzengruppe.

Gehäuse im Überblick

Was Corsair bei der Kühlung richtig macht, fehlt allerdings noch beim Thema Lautheit. Das Frame 5000D Wood RS ist nicht störend laut, kann sich in dieser Disziplin aber nicht ganz mit den stärksten Vergleichsgehäusen messen. In der Lautheitswertung landet Corsair bei 1,69. Das Antec Flux Pro Noctua bleibt mit 1,18 klar davor, was allerdings auch die wenigsten Leser überraschen dürfte.

Summa summarum

In der Gesamtwertung landet das Frame 5000D Wood RS trotzdem weit oben. Mit 1,18 sortiert sich das Corsair-Gehäuse direkt hinter dem Antec Flux Pro Noctua und dem Be Quiet Light Base 900 FX ein, bleibt aber vor dem Lian Li Lancool 3 RGB. Damit gehört das Wood-Modell klar zur Spitzengruppe des PCGH-Testfelds. Unterm Strich ist das ein starkes Ergebnis für Corsair. Das Frame 5000D Wood RS bietet sehr viel Radiatorfläche und sehr viel Raum für Personalisierung. Zwar bleiben die Schwächen überschaubar, dennoch sind sie vorhanden. Die Laufwerksplätze fallen recht knapp aus und auch das Fehlen von USB-A vorn in der Standard‑Ausstattung kann man zumindest anmerken. Immerhin kann man das durchaus noch beheben.

Anmerkungen zur Testtabelle
* Unter Spiele-/synthetischer CPU-Last mit anschließender Verrechnung. Unterschied zum offenen Aufbau in Klammer angegeben. Szenario 1 (S1): Gehäuse-Lüfter auf 1,2 Sone normiert, Szenario 2 (S2): Gehäuse-Lüfter auf 60 Prozent fixiert. Bei Innenraumtemperatur Fixpunkt zwischen GPU-Backplate und CPU-Kühler.
** Messung 50 cm frontal | schräg vorne (45-Grad-Winkel) zur lauteren Seite mit Neutrik Cortex Instruments NC10.
*** 100 % U/min von CPU und GPU bei ausgeschalteten Gehäuselüftern, im offenen Aufbau 4,8 Sone | 4,9 Sone
System: Intel Core i7-12700K (PL1/2: 160 W), MSI MEG Z690 Unify, Asus TUF Gaming RTX 3080 12G, 32 GiB DDR5-5600 CL36 Corsair Vengeance, Scythe Fuma 2 Rev. B, Seasonic Focus PX-850 (ohne Hybrid-Modus). Umgebungstemperatur: 22 °C. Pro Szenario (S1/S2): Spielelast mit Cyberpunk 2077 (WQHD, Preset: Hoch, mit Vorwärmen und Messung nach 30 Minuten), gefolgt von 10 Minuten Cinebench R23, Hardware-Daten mit Programmen wie CapframeX ausgelesen und aggregiert, Innen- und Außentemperatur über mehrere Sensoren.
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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich hab in den zwei Stunden keine Störgeräusche wahrgenommen. Die Lüfter haben wir nicht außerhalb nochmal getestet. Das mit dem I/O-Panel find ich persönlich auch nicht so gut, weil ich meine Gehäuse IMMER unter dem Schreibtisch stehen hab, aber das is leider geschmackssache. Mein Mann bspw. hat sein Lian Li O11 Dynamic EVO XL (über 80 Liter) auf dem Schreibtisch stehen. Frag mich nich warum ^^
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Ich hab in den zwei Stunden keine Störgeräusche wahrgenommen. Die Lüfter haben wir nicht außerhalb nochmal getestet. Das mit dem I/O-Panel find ich persönlich auch nicht so gut, weil ich meine Gehäuse IMMER unter dem Schreibtisch stehen hab, aber das is leider geschmackssache. Mein Mann bspw. hat sein Lian Li O11 Dynamic EVO XL (über 80 Liter) auf dem Schreibtisch stehen. Frag mich nich warum ^^
      • Von Sibi_94 PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Habt ihr Störgeräusche, aufgrund dessen, dass die Halter in den Lüfter hineinragen? Hab ihr die Lüfter mal außerhalb des Gehäuses getestet?

        & Warum kann man das IO Panel nicht nach oben montieren? Das ist ein 75l Volumen Gehäuse. Das sieht AUF dem Schreibtisch nicht schön aus.
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