Corsair Air 5400 RS-R ARGB im Test: Drei Kammern, viele Fragen - gibt es Antworten?
Mit dem Air 5400 bringt Corsair ein Drei-Kammer-Gehäuse auf den Markt, das konsequent auf AiO-Kühlung ausgelegt ist. Wir haben das Show-Case mit neuer Hardware getestet und verraten, wo Form und Funktion harmonieren und wo nicht.
In diesem Artikel
Corsair erweitert mit dem Air 5400 RS-R ARGB seine Gehäuse-Reihe um ein Modell, das sich ganz klar von bisherigen Designs absetzt. Statt auf das vertraute Zwei-Kammer-Layout zu setzen, führt Corsair hier ein komplett neues Drei-Kammer-Konzept ein, das auf AiO-Kühlung und rückseitige Mainboard-Anschlüsse ausgelegt ist. Das Air 5400 versteht sich also auch als Show-Case: gebogene Glasflächen, Scharniere statt Seitenteile und ein starker Fokus auf Präsentation. Auf dem Papier klingt das nach Fortschritt, in der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass das neue Konzept eigene Stärken, aber auch einige neue Eigenheiten mitbringt.
Wichtige Eckdaten und Infos zum Corsair Air 5400 RS-R ARGB
Das Corsair Air 5400 als AiO-Case gibt es in Schwarz und in Weiß. Darüber hinaus existieren auch noch die LX-R-Varianten mit iCue-Link-Unterstützung, und zwar ebenfalls in Schwarz und Weiß. Letztere unterscheiden sich vor allem durch das integrierte iCue-Link-System und die anderen Lüfter (LX120R statt RS120R) sowie den höheren Preis. Das Air 5400 RS-R ARGB liegt bei rund 280 Euro, die LX‑R‑Versionen bei etwa 330 Euro.
Das Gehäuse misst 47 × 34 × 46,7 cm, was einem Volumen von rund 75 Litern entspricht. Das reine Produktgewicht liegt bei knapp 14 kg. In das Corsair Air 5400 RS-R ARGB passen CPU-Kühler bis 18 cm Höhe, Netzteile bis zu 20 cm Länge sowie Grafikkarten bis zu 36 cm Länge. Unterstützt werden Mainboards im Format Mini-ITX, Micro-ATX, ATX und E-ATX (305 × 277 mm). Außerdem ist das Gehäuse mit Mainboards kompatibel, die über rückseitige Anschlüsse verfügen, etwa ASUS BTF, MSI Project Zero oder Gigabyte Project Stealth.
Ab Werk sind im unteren Bereich drei 120-mm-RS120R-ARGB-Lüfter vorinstalliert. Zusätzlich lassen sich jeweils drei 120-mm-Lüfter an der Oberseite und an der Front sowie ein 120-mm-Lüfter am Heck montieren, wodurch insgesamt bis zu zehn Lüfterplätze zur Verfügung stehen. Für Radiatoren bietet das Gehäuse ebenfalls zahlreiche Optionen, wobei das Drei-Kammer-Gehäuse prädestiniert für eine AiO in der Front ist. So können an der Front, an der Oberseite und am Boden jeweils Wasserkühlung bis 360 mm verbaut werden.
Quelle: PCGH
Die Grafikkarte wird direkt von unten mit Frischluft versorgt.
Das Corsair Air 5400 bietet insgesamt sieben horizontale Slotblenden, die wie gewohnt mit Thumbscrews befestigt sind. Allerdings sitzen diese ab Werk ziemlich fest, sodass man beim ersten Lösen in der Regel doch zum Schraubendreher greifen muss. Danach lassen sich die Blenden aber problemlos per Hand anziehen oder entfernen. Die Halterungen bestehen aus stabilem Metall und wirken langlebig - ein Vorteil bei häufigem Umbau oder beim Einsatz großer Grafikkarten.
Beim Datenspeicher zeigt sich das Air 5400 dagegen deutlich minimalistischer. Wer noch klassische SATA-Festplatten oder 2,5-Zoll-SSDs nutzt, findet lediglich einen Kombi-Montagepunkt direkt unterhalb des Netzteils. Hier können wahlweise zwei 2,5-Zoll-Laufwerke oder eine 3,5-Zoll-HDD untergebracht werden. Für moderne Systeme mit M.2-SSDs dürfte das in der Praxis ausreichen, klassische Datensammler müssen sich jedoch mit dieser einen Position begnügen. Positiv ist, dass sich die Schiene für die Laufwerke komplett ausbauen lässt. Das schafft zusätzlichen Raum für Kabelmanagement. Insgesamt stehen nach innen knapp 12 cm zur Verfügung, um Kabel zu verlegen.
Front und Zubehör
Die Frontanschlüsse des Corsair Air 5400 sitzen oben an der Gehäusevorderseite, wodurch sich das Modell besonders gut für den Einsatz unter dem Schreibtisch eignet. So bleiben Anschlüsse und Bedienelemente stets bequem erreichbar. Statt auf ein klassisches Mischlayout mit USB-A und USB-C setzt Corsair konsequent auf drei USB-C-Ports, die sich in der Praxis als äußerst zukunftssicher, aber weniger universell erweisen.
Quelle: PCGH
Corsair verzichtet bei dem Air 5400 auf die USB-A-Anschlüsse.
Laut den technischen Daten handelt es sich um einen USB 3.2 Gen 2 Type-C mit 20 Gb/s sowie zwei USB 3.2 Gen 1 Type-C mit 5 Gb/s. Hinzu kommen der Kombi-Klinkenanschluss (Headset/Mikrofon) und der Power-Button.
Insgesamt wirkt die Front dadurch aufgeräumt und modern, wenngleich der völlige Verzicht auf USB-A für viele Nutzer zunächst ungewohnt sein dürfte: gerade dann, wenn noch ältere Peripherie wie Speichersticks oder Dongles im Einsatz ist. Beim Zubehör liefert Corsair alles Nötige für den Aufbau mit. Im Lieferumfang befinden sich sämtliche benötigten Schrauben, ein Satz Kabelbinder für das interne Kabelmanagement und der optionale Staubfilter für die Front, der sich bei Bedarf einfach einklemmen lässt. Etwas unpraktisch ist die Verpackung der Schrauben, die in weißen, unbeschrifteten Papiertütchen beiliegt. Dadurch ist beim Zusammenbau nicht sofort erkennbar, welche Schrauben wofür gedacht sind.

Wie weit ist es den nun tatsächlich von der Front zur CPU?
Das Gehäuse ist 470 mm breit. Dem rechten Bild nach zu Urteilen sind 20 cm viel zu kurz für die Front.
Wie weit ist es den nun tatsächlich von der Front zur CPU?