WTF ist BTF? Das versteckte Kabelmanagement für Asus-Mainboards und -GPUs im Test

Ein aufgeräumter PC-Innenraum liegt aktuell im Trend. Neben verstecktem Kabelmanagement setzen Hersteller zunehmend auf rückseitige Mainboard-Anschlüsse. Asus greift das mit der BTF-Reihe aus Mainboards und Grafikkarten auf und wir schauen uns das näher an.

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WTF ist BTF? Das versteckte Kabelmanagement für Asus-Mainboards und -GPUs im Test
Quelle: PCGH

Der Namenszusatz BTF steht bei Asus für Komponenten, die ein verstecktes Kabelmanagement erlauben. BTF-Mainboards verfügen dabei über nach hinten verlegte Anschlüsse, BTF-Grafikkarten können über das Mainboard mit Strom versorgt werden. Den Trend von rückseitig verbauten Mainboard-Anschlüssen gibt es dabei schon länger und auch andere Hersteller bieten ähnliche Systeme unter anderen Namen an. Wir konnten ein Asus-Mainboard und die zugehörige RTX 5090 in unserer Redaktion für ein Hands-on begrüßen und uns einen ersten Praxiseindruck des interessanten Systems verschaffen.

Das System

Bei dem uns zur Verfügung stehenden Mainboard handelt es sich um ein Asus ROG Crosshair X870E Hero BTF und damit um die AMD-Oberklasse im Asus-Sortiment. Die GPU repräsentiert das Stärkste, was es derzeit zu kaufen gibt. Die Asus Astral RTX 5090 BTF OC kombiniert den leistungsstarken Nvidia-Chip mit einem wuchtigen Kühler. Und da wir bis jetzt noch keine Asus Astral RTX 5090 in unserer Redaktion begrüßen durften, haben wir das BTF-Modell auch gleich durch unseren GPU-Custom-Design-Benchmark gescheucht. Wer mehr über die Kühlleistung der Astral erfahren möchte, findet alles im kommenden Custom-GPU-Einzeltest. In diesem Artikel gehen wir hingegen nur auf die Praxiserfahrung mit dem BTF-System ein.

Das System

Das passende Gehäuse

Damit ein BTF-Mainboard wie das Crosshair X870E Hero überhaupt sinnvoll eingebaut werden kann, braucht es ein entsprechendes Gehäuse. Wir nutzen in unserem Test das Be Quiet Light Base 600, das dank seiner Ausschnitte im Mainboard-Tray alle rückseitigen Anschlüsse erreichbar macht. Aber an dieser Stelle bedarf es einiger Aufmerksamkeit: Be Quiet bietet das Light Base 600 nur in der BTF-Version an. Ob man die BTF-Option nutzt, ist dem Käufer selbst überlassen.

Allerdings gibt es Hersteller, die einen anderen Weg gehen und ihre Gehäuse in zwei Ausführungen herausbringen: Ein anschauliches Beispiel ist das Phanteks NV5, das es sowohl in der Standardvariante ohne BTF-Features als auch als NV5 MK2 mit zusätzlichen Durchbrüchen für ein BTF-System gibt. Ähnlich verhält es sich mit dem Lian Li O11 Vision vs. Lian Li O11 Vision Compact. Vor dem Kauf sollte also unbedingt auf Bezeichnungen wie BTF, Back-Connect, Reverse Connector oder Hidden Connector geachtet werden. Fehlt ein solcher Hinweis, steckt meist ein klassisches Anschlusslayout dahinter und ein BTF-Board wird nicht passen. Wenn schon auffällt, dass es zwei Versionen gibt, wobei eine davon BTF-kompatibel sein soll, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass die teurere Version für ein BTF-System konzipiert ist. So kostet das MK2 des Phanteks NV5 10 Euro mehr als die non-BTF-Variante. Genauso verhält es sich auch bei dem Lian Li O11 Vision (Compact).

Auch andere Hersteller haben bereits eigene Lösungen parat. XPG bietet mit dem Invader X BTF und dem Starker Air BTF zwei Gehäuse an, die explizit für rückseitige Anschlüsse ausgelegt sind. Bitfenix liefert mit dem Ceto High Airflow Reverse ein Budget-Modell. Im höherpreisigen Segment befindet sich zudem noch das Hyte Y70 Touch BTF Edition. Bedenken sollte man beim Kauf eines solchen Gehäuses, dass jedes BTF-fähige Gehäuse auch als normales Gehäuse verwendet werden kann, während die normalen Gehäuse nicht ohne Weiteres als BTF-Gehäuse verwendet werden können.

Nach der Vorstellung von Mainboard, Grafikkarte und passenden Gehäusen stellt sich die entscheidende Frage: Wie aufwendig ist der praktische Einbau eines BTF-Systems wirklich und welche Vorteile oder Stolperfallen ergeben sich beim Kabelmanagement? Genau diesen Aspekten widmen wir uns auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 Das System und passende Gehäuse
  2. Seite 2 Einbau, GPU-Montage und Fazit
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ganjafield BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von VanWayne
        Hatte eigentlich nach Totenschädel-Emojis gesucht.
        Windows Taste + . drücken 💀
      • Von Ganjafield BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von VanWayne
        Hatte eigentlich nach Totenschädel-Emojis gesucht.
        Windows Taste + . drücken 💀
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Den Standard für die GPU Stromversorgung finde ich gut, aber das ich hinten am MB ein dickes 12VHPWR anschließen und verlegen muss graust mich sehr.
        Sollte ja vom Platz passen. Wenn das BTW-Gehäuse dafür nicht genug Platz bietet, ist es ein schlechtes BTW-Gehäuse. Sollte ja nicht so schwer sein, man müsste eigentlich schon ein paar cm Richtung Glas (oder so, halt meist links vom Betrachter aus, wenn man auf die Front guckt) verschoben haben. Die Graka braucht dann ja nicht mehr dort die Anschlüsse.

        Zitat von Blackfirehawk
        Stunde Arbeit


        Hatte eigentlich nach Totenschädel-Emojis gesucht.

        ---

        Ich wäre ja für voll modulare Gehäuse. Muss ja irgendwie möglich sein. Verschieb die Wand, wohin es dir passt. Lege das Gehäuse hin, wie du willst.

        Ich habe immer noch einen "Cube" hier rumfliegen:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Den konnte man auch hinlegen und das war eigentlich gar nicht so uncool. Wenn man an den Seiten (im Liegen), bzw. "unten" und "oben" quasi Glas einbauen könnte, wenn man wollte (warum auch immer man das machen wollte, wenn das steht), dann wäre es als echter, Ur-Desktop gar nicht so schlecht.

        Vielleicht noch in der Größe eines Full Towers oder wie ein Terrarium, BTW und liegend. Da wäre RGB auch wieder cool.

        Dann könnte man da zu Weihnachten eine Eisenbahn durchschicken ...

        Ich fände das cool, wäre aber halt nur mit sehr viel Geld zu bewerkstelligen.
      • Von midwed Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Ich halte es so... Sieht man die Unordnung nich, is sie nich da ☝🏻
        Von außen betrachtet (phun intended) ist das absolut korrekt - sehe (phun intended) es auch so
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von SanderX
        Dein Vorgehen klingt nach ziemlich viel Aufwand...
        Stunde Arbeit und n dickes Massekabel für 20€.
        Mach ich mittlerweile bei jedem Auto was ich kaufe
        Keins hat Elektronik probleme.
        Die Karre springt schneller an, und sowohl Sitzheizung als auch Scheibenheizung wird schneller warm
      • Von SanderX PC-Selbstbauer(in)
        Sieht schon sehr schick aus.👍 Ich denke viele, so auch ich, haben sich schon manchmal geärgert, dass die Kabel die Optik im PC schrotten oder den Luftstrom negativ beeinflussen.
        Mir ist das aber derzeit vom Preis her nicht Wert und mein PC ist noch relativ aktuell für Gaming.

        Vielleicht etabliert sich das in ein paar Jahren und dann schauen wir mal...
        Zitat von Blackfirehawk
        Jo.. beim Auto geht halt die Masse über die Karosserie..

        Da haste zig Sachen dran.. Beleuchtung, Sitzheizung, Servolenkung, Scheibenheizung vorne (Ford) .. Scheibenheizung hinten.. Musikanlage ect ect

        Und dann guckst du doof wenn die Auto Batterie nur mit nem 15-20mm² Kabel angeschlossen ist..
        Du rechnerisch aber über 200Ampere kommst wenn du im Winter alles einschaltest^^

        Und dann sich wundern warum die Batterie nach nicht Mal 2 Jahren fritte ist..
        Ich hab am Auto das Masse Kabel zusätzlich verstärkt und alle Massepunkte aufgemacht.. abgeschliffen (ist ja teils noch fett Lack zwischen Karosse und Gewinde der Masseschrauben) zugeschraubt und versiegelt.

        Siehe da.. die Karre ist selbst bei minus 10 Grad direkt angesprungen ohne zu Orgeln.. Batterie nun 7 Jahre alt
        Ich hatte in über 30 Jahren mit diversen Autos verschiedenster Marken noch nie eine Batterie, die nach 2 Jahren abgeraucht ist 🤔
        Im Schnitt hält eine gute Autobatterie 7-8 Jahre. Da hast du anscheinend echt Pech gehabt mit deinen Autos. Dein Vorgehen klingt nach ziemlich viel Aufwand...
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