Corsair 6500X: Leistung und Fazit
Wie sehen Leistung und Fazit beim Corsair 6500X aus?
Rückblick zu den Unterkapiteln
Ab der PCGH-Ausgabe 07/2023 findet sich für Midi- bis Big-Tower ein neues System samt moderner Gewichtung und praxisnaher Messumgebung ein. Durch die pro Gehäuse aufwendigen Tests wird die Datenbank an neu getesteten Mustern peu à peu aufgefüllt, ein Leistungsvergleich mit älteren Testsystemen ist nicht möglich. Gehäuse ohne Lüfter, wie auch beim Corsair 6500X der Fall, werden mit Referenzlüftern (stets 4× Arctic P12 PWM zwecks Kompatibilität) in den Leistungstest geschickt. In einer kommenden Ausgabe möchten wir neuere Punkte wie etwa die Kompatibilität zu Platinen mit Anschlüssen auf der Rückseite mit in die Wertung aufnehmen sowie das Notenfeld unter allen Kandidaten breiter fächern lassen.
Quelle: PCGH
Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum neuen Testsystem. Den vollständigen Artikel "8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest" finden Sie hier.
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Im Leistungstest zeigt sich das Corsair 6500X absolut in der Lage, High-End-Hardware unterzubringen. Die Kühlungsnote von 1,59 (mit vier Arctic P12 als Referenzlüftern) ist ordentlich. Die Kombination mit seitlichem und unterem Luftzugang geht im Test ideal auf (0 Kelvin Unterschied zum offenen Aufbau bei 1,2 Sone normierten Gehäuselüftern ist ein sehr guter Wert). Durch den üppigen Platz sind auch anspruchsvollste Kühlvorhaben (mit einem modularen Wasserkreislauf) für besonders stromhungrige Komponenten im Alltag keine Hürde.
Beim Lautheitstest ergeben sich, wie bei aquarienartigen Show-Gehäusen fast immer der Fall, starke Unterschiede zwischen dem linken Glas- und dem rechten perforierten Seitenteil. Das Glas blockiert deutlich mehr von der Hardware-Geräuschkulisse. Während die linke Seite im Spieleszenario mit Cyberpunk 2077 auf im Vergleich niedrige 1,4 Sone kommt, sind es an der rechten Seite merklich lautere 2,0 Sone. Das Gleiche wiederholt sich bei der Dämmmessung: Der Wert der Glasseite von 2,7 Sone unter maximalen GPU- und CPU-Lüftern (ohne Gehäuse-Fan) ist praktisch ideal, wird jedoch von der rechten Seite mit 3,6 Sone etwas relativiert.
Bedeutet: Sollten Sie Ihren Rechner rechts von sich aufbauen, wie es auch optisch konzipiert ist, dann können Sie tatsächlich mit sehr guten Lautheitswerten im Vergleich rechnen. Für ein Setup, bei dem Ihr PC links von Ihnen aufgebaut wird, dagegen weniger. Das Zurückprallen des Schalls von den Wänden kann dafür sorgen, dass Sie, obwohl Sie den Rechner rechts von sich stehen haben, doch mehr von der aktiven Kühlung mitbekommen als Ihnen lieb ist. Je nach Setup sollte jedoch keine absurde Emission vom Corsair 6500X zu erwarten sein, abgesehen von HDD-Vibrationen.
Bildergalerie
Fazit zum 6500X
Das Corsair 6500X präsentiert sich als optisch gelungene, modulare Alternative zu Show-Gehäusen wie dem Hyte Y70 Touch oder Lian Li O11. Die optionalen, aber voraussichtlich nicht günstigen Kits mit Holzoptik trennen Corsairs Serie von der Konkurrenz, jedoch steigt der Gesamtpreis damit auf ein vergleichsweise noch höheres, tendenziell völlig unattraktives Niveau. Sofern es auch schmaler und günstiger (für etwa Mittelklasse-Hardware) sein soll, käme als Alternative das Phanteks NV5 mit ähnlichem Konzept für ca. 100 Euro infrage. Bei der Verarbeitung des Corsair 6500X gibt es ansonsten nur wenig zu meckern. Die Abwägung zwischen Gewicht und Stabilität lassen manche Komponenten empfindlicher im Alltag zurück - um ein Verbiegen zu vermeiden, gilt es daher bei dünneren Stellen wie den PCI-E-Blenden, den Schienen oder den perforierten Abdeckungen (rechte Seite/Deckel) nicht unnötig Druck auszuüben. Für High-End-Rechner bietet sich das Corsair 6500X ohne Frage als Option an. Die Überbreite ermöglicht praktisch alles an moderner Hardware. Nur bei den Radiatoren wird man sich auf maximal 3× 360er-Modelle statt 420ern beschränken müssen, was angesichts der Plätze jedoch praktisch gar nicht ins Gewicht fällt.
Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung
| Gehäuse | Corsair 6500X (schwarze Variante mit Glasfront) mit 4× Arctic P12 PWM im Test |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Corsair (www.corsair.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | Mit Glasfront in weißer oder schwarzer Version für ca. 210 Euro |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. 210 Euro (UVP)/Note: 4 |
| Alternativ-Versionen | 6500D als Airflow-Variante für ca. 210 Euro, eine später folgende 6500X RGB-Version mit 3× 120er-LED-Fans samt RGB-Hub oder die kleineren Alternativ-Versionen mit M-ATX-Formfaktor als Corsair 2500D (Airflow) oder 2500X (Glasfront)/2500X RGB (Glasfront und RGB-Lüfter) |
| Ausstattung (20 %) | 1,60 |
| Plätze für Laufwerke | 2× 2,5 Zoll und 2× 2,5-/3,5-Zoll-Kombi-Slots hinter dem Mainboard-Tray als abnehmbarer Käfig, von außen zugänglich. |
| Lüfterplätze | Front: kein Platz bei der Glasvariante, Seite: 3× 120 mm, Boden: 3× 120/140 mm, Decke: 3× 120/140 mm, Heck: 1× 120/140 mm |
| Vorhandene Lüfter | Keine Lüfter mitgeliefert. |
| Plätze für Radiatoren (bis zu) | Seite: 360 mm, Decke: 360 mm, Unterseite: 360 mm, Heck: 140 mm |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Acht (keine seitlichen Blenden vorhanden, vertikales Riser-Set nur separat erhältlich). |
| Frontanschlüsse | 4× USB 3.2 Gen 1 (Typ-A), 1× USB 3.2 Gen 2 (Typ-C), 1× Audio-Klinke (Headset), Power- und Reset-Taste |
| Staubschutz (Erreichbarkeit) | Front: verglast (kein Filter/geschlossen), Decke: eingeklipptes Metall-Mesh mit Schlaufe am Ende (leicht), Seite: Metall-Mesh samt feineren Filter (leicht), Boden: feines Netz mit Schiebemechanismus (leicht, an der Front) |
| Handbuch | Keins mitgeliefert, nur als QR-Code-Weiterleitung am Karton für die Online-Version |
| Auszug der Bestandteile | Verglaste Front (abmontierbar durch zwei Schrauben im Innern) samt linkes Glasseitenteil mit Tönung, linkes Seitenteil mit Scharnieren als Tür ausgestattet (mit einzelner Schraube oben fixiert, Lücke zum Öffnen an der Unterseite), vollständig perforiertes Seitenteil mit Luftzugang und Staubfiltern an der rechten Seite, breiteres Zweikammer-System mit seitlicher Netzteilposition (rechts), Luftzugang direkt vom Boden und der rechten Seite aus, viele Kabeldurchführungen und Lücken am Mainboard-Tray (auch passend für Platinen mit verstecken Anschlüssen), zusammenhängendes Front-Kabel samt optionalem Breakout-Adapter, asymmetrische Standfüße mit Gummierung, einzelner Klettkabelbinder am Heck für Peripherie-Anschlüsse, Schraubenbox mit alternativen Lüfterschrauben (mit anderem Gewindetyp) und schwarzen Kunststoffkabelbindern. |
| Eigenschaften (20 %) | 1,78 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Stahl und Glas – ca. 14,15 kg |
| Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen | 49,6 × 32,8 × 48,1 cm/ca. 78,3 Liter |
| Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) | GPU: 40,0 cm, CPU: 19,0 cm, Netzteil: ca. 22,5 cm, Mainboard: bis zu E-ATX (30,5 × 27,7 cm) |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit | Gut bis sehr gut/sehr gut/gut |
| Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme | Zusammenbau: Note 2. Die eingeklippte Glasseitentür ist unterhalb am Standfuß zu öffnen. Für das Entfernen muss die obere Schraube am Scharnier gelöst werden, dann lässt sich die Tür leicht herausheben (und später auch durch längeren Bolzen unterhalb leicht wieder anbringen). Die Frontverglasung lässt sich durch zwei Schrauben (oben/unten, zur Seite des Glasseitenteils) herausnehmen. Ohne stabilisierende Teile gilt es bei allen Metallelementen vorsichtig zu sein, ansonsten sind Deformationen durch Verbiegen nicht auszuschließen (etwa an der Lüfterschiene, den PCI-E-Blenden, dem rechten Seitenteil etc.). Durch die Breite von ca. 33 cm und das hohe Gewicht ist der System-Einbau minimal kniffliger, dafür wird aber mehr Platz für etwa das Kabelmanagement geboten. Der Hecklüfter ist in der Höhe verstellbar. Die Laufwerksplätze sind von außen am Heck zugänglich (mit verschraubter Abdeckung). Der Käfig kann für etwa die Verlegung der CPU-EPS-Stecker abgenommen werden. Eine nennenswerte HDD-Entkopplung liegt nicht vor. Verschraubte Außenelemente mit anderer Stahl- oder Holz-Optik können zwar ausgetauscht werden, sind jedoch nur als separat erhältliche Kits im Online-Shop dabei (als Elite-Panel-Kit). |
| Maximale Radiator-Kombination | Sehr gut (360/360/360/140) |
| Leistung (60%) mit Referenzlüftern (4× Arctic P12) | 1,40 (Kühlung: 1,59/Lautheit: 1,05) |
| Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 | 71 °C, (6,2 Kelvin) | 73 °C, (8,2 Kelvin) |
| Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 | 63,0 °C, (0 Kelvin) mit 1.904 MHz bei 1.969 U/min | 63 °C, (0 Kelvin) mit 1.905 MHz bei 2.007 U/min |
| M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 | 38 °C, (0 Kelvin) | 41 °C, (3 Kelvin) |
| Innenraum-Temperatur* S1 | S2 | 44 °C, (4 Kelvin) | 45 °C, (5 Kelvin) |
| Lautheit unter Spielelast** | Frontal: 1,4 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,4 Sone (linke Seite) sowie 2,0 Sone (rechte Seite) |
| Dämmmessung*** | Frontal: 2,8 Sone | 45-Grad-Winkel: 2,7 Sone (linke Seite) sowie 3,6 Sone (rechte Seite) |

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EDIT: Corsair hat hier dazu eine Extra-Seite erstellt. Sie empfehlen maximal einen 30- bis 35-mm-Radiator samt 25-mm-Lüfter. Mehr gehen auch, aber dabei werden die Kabeldurchführungen blockiert und man müsste den Radiator oben an andere Schraubenplätze verschieben, die nicht offiziell dafür vorgesehen wären (es ginge, wäre aber nicht unbedingt ideal). Für modulare Kreisläufe könnte man aber unterhalb wie von Corsair angeregt evtl. besser fahren. Je nach Vorhaben.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie dick darf der obere Radi inkl. Lüfter sein damit er nicht mit den RAM kollidiert?
Dual Chambers,
Platz für 140mm Luffis und wenigstens 120mm hinten,
Platz für mind.165mm Kühler,
Meshfront,
Angemessener Preis.
Ist das so schwer?
Dann muss ich doch nochmal über das 011 Air Mini nachdenken. Schade Corsair.
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Finde ich aber gut dass es als Mesh oder Glasfront zu kaufen gibt. Eine frei wählbar mit beiden Optionen im Lieferumfang wäre aber besser gewesen. Be quite als Beispiel hat Gehäuse, da ist die Front als Mesh und auch als Glas mit enthalten.