Verarbeitung, Stärken und Schwächen
Wie sehen Verarbeitung, Stärken und Schwächen beim Corsair 6500X aus?
Rückblick zu den Unterkapiteln
Hochwertiges Material mit verschmerzbaren Schwachpunkten
Verarbeitungstechnisch überzeugt das Corsair 6500X mit Stahl und getöntem Glas, vor allem äußerlich. Kanten, Abdeckungen und Glasoptik gehen allesamt sauber ineinander über. Haptisch billigen Kunststoff sucht man vergebens. Abzüge gibt es allerdings bei der Stabilität ohne verbaute Komponenten. Empfindlichere Ecken wie etwa die PCI-E-Blenden oder die seitliche Lüfter-/Radiatorschiene lassen sich leicht biegen. Selbst das komplett perforierte Seitenteil weist in unserem Muster eine leichte Krümmung auf, die jedoch nur ohne Gehäuse überhaupt sichtbar wird.
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Beim Zusammenbau gilt es daher mit Geduld und Vorsicht an das Gehäuse zu gehen, andernfalls drohen unschöne Metalldeformierungen. Ein Geradebiegen ist zwar möglich, jedoch nur bedingt. Der Balance-Akt zwischen (dem mit ca. 14,2 kg ohnehin recht hohen) Gewicht und Materialstärke ist kein leichter. Dem Corsair 6500X hätte im Innern dennoch eine gewisse Robustheit (wie etwa bei den Hyte-Gehäusen) geholfen. Auf die Ecke des Gerüsts sollte man (ohne Glasteile) kein hohes Gewicht ausüben. Mit verbauten Komponenten, insbesondere mehreren Radiatoren, sollte die Stabilität im Alltag jedoch überhaupt kein Problem darstellen.
Platz und Zusammenbau
Trotz Überbreite von knapp 33 cm bleiben die Laufwerksplätze ähnlich wie bei anderen Show-Gehäusen überschaubar (mit Ausnahme des Cooler Master HAF 700 Evo mit 12× 2,5-/3,5-Zoll-Kombi-Slots). Am Laufwerkskäfig hinter dem Mainboard-Sockel können 2× 2,5-Zoll-SSDs (oder kleinere HDDs) an je einem abschraubbaren Rahmen befestigt werden. Innerhalb des Käfigs kommen zudem noch zwei 2,5-/3,5-Zoll-Kombi-Slots hinzu. Am Heck befindet sich eine abschraubbare Abdeckung als Zugang zu den herausnehmbaren Kombi-Schächten. Die Laufwerke können von außen nach innen geschoben werden. Für das Verlegen der CPU-EPS-Stecker (oder Lüfterkabel) kann der gesamte Cage zudem, ebenfalls von außen, abmontiert werden. Eine nennenswerte HDD-Entkopplung konnten wir nicht feststellen.
Für CPU-Tower-Kühler wie etwa einen Noctua NH-D15 bietet das Corsair 6500X mit 19,0 cm mehr als genug Volumen. Auch zur Decke hin. Die EPS-Stecker sind mit Leichtigkeit an der Platine verbunden. Selbst mit verbautem Radiator dürfte noch Spielraum zum Anschließen vorhanden sein (sofern der Radiator nicht wie vorgesehen erst nach der Platine am Gehäuse befestigt wird). Wen die Frontverglasung beim 6500X beim Zusammenbau stört, der kann mit dem Lösen zweier Schrauben die zusätzlich eingeklippte Scheibe schnell entfernen. Das Montieren mehrerer Radiatoren innerhalb eines modularen Wasserkreislaufs (ergo auch abseits von Kompaktwasserkühlern, zum angedachten Vorzeigen des Systems), fällt so auch deutlich leichter.
Quelle: PCGH
Zum Anschluss von Strom- oder Peripherie-Buchsen ist rundum genug Platz. Prominentes Beispiel: die CPU-Anschlüsse.
Quelle: PCGH
Während die Glasseitentür mit einer Schraube fixiert wird, ist die Front doppelt verschraubt ...
Quelle: PCGH
... und eingehakt. Mit etwas Gefühl und dem richtigen Winkel lässt sich die Front aus dem Gehäuse heben.
Nette Extras und Zubehör
Zum vollständigen Anschließen der Front-I/O werden zwei interne USB-Typ-A-Header am Mainboard vorausgesetzt, da insgesamt vier USB 3.2 Gen 1 (Typ-A, ehemals auch USB 3.0 genannt) an der Oberseite zur Verfügung stehen. Für die übliche USB-C-Buchse kommt USB 3.2 Gen 2 (mit bis zu 10 Gbit/s) zum Einsatz. Der Einschaltknopf ist dank Front-I/-O-Pin-Bündel schnell am Mainboard angeschlossen (sofern keine abweiche JFP1-Belegung an der Platine vorliegt oder erwünscht ist).
Quelle: PCGH
Der Festplattenkäfig ist optional ausbaubar. Am rechten Seitenteil ist zudem ein frei platzierbarer Rahmen für Lüfter/Radiatoren angebracht. Als Alternative zum gebündelten Front-Kabel (für Power- und Reset-Taste) gibt es für etwa inkompatible Mainboards einen Breakout-Zusatz.
Quelle: PCGH
Kurios: Obwohl das Corsair 6500X keine Lüfter mitliefert, sind alternative an der Spitze weichere Lüfterschrauben mit anderem Gewinde-Konzept in der Schraubenbox enthalten (links). Im Vergleich zu den üblichen Fan-Screws (rechts) fallen diese länger und beim Reinschrauben erst etwas schwerer, dann leichtgängiger aus.
Staubschutz beim Corsair 6500X
Die Staubfilter sind grundsätzlich hochwertig. Da das gesamte rechte Seitenteil als Luftzugang fein durchlöchert ausfällt, ist dort auch ein umfassendes feines Mesh angebracht. Die Oberseite ist mit einem gröberen, ausklippbaren Metall-Mesh (samt Schlaufe am Heck) versehen. Der Staubfilter am Boden lässt sich von der Front aus einfach herausziehen. Im Gegensatz zum Corsair 6500D ist durch die geschlossene Verglasung an der Vorderseite kein Staubfilter beim 6500X nötig. Beim 6500D würde sich neben einem Staubfilter dort zudem eine weitere Schiene für Lüfter und Radiatoren befinden. Auf der nächsten Seite gehen wir die Leistungsdaten durch, ziehen ein Fazit und fassen alle wichtigen Informationen in der Testtabelle zusammen.

[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie dick darf der obere Radi inkl. Lüfter sein damit er nicht mit den RAM kollidiert?
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EDIT: Corsair hat hier dazu eine Extra-Seite erstellt. Sie empfehlen maximal einen 30- bis 35-mm-Radiator samt 25-mm-Lüfter. Mehr gehen auch, aber dabei werden die Kabeldurchführungen blockiert und man müsste den Radiator oben an andere Schraubenplätze verschieben, die nicht offiziell dafür vorgesehen wären (es ginge, wäre aber nicht unbedingt ideal). Für modulare Kreisläufe könnte man aber unterhalb wie von Corsair angeregt evtl. besser fahren. Je nach Vorhaben.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie dick darf der obere Radi inkl. Lüfter sein damit er nicht mit den RAM kollidiert?
Dual Chambers,
Platz für 140mm Luffis und wenigstens 120mm hinten,
Platz für mind.165mm Kühler,
Meshfront,
Angemessener Preis.
Ist das so schwer?
Dann muss ich doch nochmal über das 011 Air Mini nachdenken. Schade Corsair.
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Finde ich aber gut dass es als Mesh oder Glasfront zu kaufen gibt. Eine frei wählbar mit beiden Optionen im Lieferumfang wäre aber besser gewesen. Be quite als Beispiel hat Gehäuse, da ist die Front als Mesh und auch als Glas mit enthalten.