Be Quiet Dark Base Pro 901: Alle Daten auf einen Blick samt Fazit
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Ab der PCGH-Ausgabe 07/2023 findet sich für Midi- bis Big-Tower ein neues System samt moderner Gewichtung und praxisnaher Messumgebung ein. Durch die pro Gehäuse aufwendigen Tests wird die Datenbank an neu getesteten Mustern peu à peu aufgefüllt, ein Leistungsvergleich mit älteren Testsystemen ist nicht möglich. Die Leistungsdaten können aber bereits mit den Midi-Gehäusen der Ausgabe 07/23 verglichen werden. In unserem Luxus-Vergleichstest der Ausgabe 09/2023 wird das Be Quiet Dark Base Pro 901 gegenüber anderen Gehäusen wie dem Asus ROG Hyperion GR701 (für ca. 365 Euro, Einzeltest hier), dem Corsair 5000T RGB (für ca. 335 Euro) und dem Cooler Master HAF 700 Evo (für ca. 400 Euro) gestellt.
Quelle: PCGH
Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum neuen Testsystem. Den vollständigen Artikel "8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest" finden Sie hier.
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Trotz stärkerer Dämmung der rechten Seite, der Decke sowie der Front erzielt das Dark Base Pro 901 hervorragende Kühlwerte (Kühlungsnote: 1,47) und kommt als erstes Gehäuse des moderneren Testsystems unter den Bedingungen mit durchschnittlich 1,7 Sone (Berechnung zwischen frontaler und schräger Messung im 45-Grad-Winkel) solide unter die 2,0-Sone-Marke. Auch beim Durchgang des Dämmwerts (ausgeschaltete Gehäuse-Lüfter, maximale U/min bei CPU und GPU) sind sehr gute Werte von 3,25 Sone (zusammengerechnet) Zeugnis des gelungenen Konzepts. Zwar kann das offene Asus Hyperion GR701 minimal bessere CPU-Temperaturen vorweisen, das Ergebnis ist jedoch angesichts der geschlossenen Decke dennoch erstklassig. Wer seinen Fokus auf einen offeneren Airflow setzen möchte, kann durch den Austausch der Front zur Mesh-Abdeckung und dem Weglassen der Deckendämmung eine stolze Kühlung erwarten.
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Fazit zum neuen Flaggschiff von Be Quiet
Zur reinen Optik und jeglichen Geschmacksrichtungen richten wir kein Urteil. Aber, um es abseits davon klar auf den Punkt zu bringen: Taugt das Dark Base Pro 901 was? Ja, das Gehäuse ist rundum erstklassig und eine gelungene Neuinterpretation des Vorgängers. Die deutlich zugänglicheren Modulumbauoptionen sind durchdacht und nicht mehr überladen komplex. Zu den größten Kritikpunkten gehören Details wie die notwendige Auswahl zwischen Rechnern mit 5,25-Zoll-Geräten, mit 420er-Radiatoren oder einem HDD-Käfig an der Front. Das Luxus-Gehäuse ist vielseitig und bietet genügend Platz für High-End-Hardware. Käufer sollten allerdings vor dem Erwerb genau vorplanen, wie sie welche Komponenten verbauen möchten oder können. Der Preis von ca. 265 bis 325 Euro ist für den durchschnittlichen PC-Nutzer äußerst hoch angesetzt. Doch die Gesamtqualität sowie die komfortablen Umbaumöglichkeiten mit potenziell individuell sinnvolleren Extras (Mainboard-Schiene etc.) machen das Be Quiet Dark Base Pro 901 zu einer Top-Empfehlung für gut betuchte PC-Nutzer. Als Top-Alternativen der Oberklasse kämen etwa Gehäuse wie das von uns getestete Lian Li Lancool III ab ca. 165 Euro infrage.
Aktueller Preisverlauf des Dark Base Pro 901
Be Quiet Dark Base Pro 901: Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung
| Gehäuse | Dark Base Pro 901 Black |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Be Quiet (www.bequiet.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2966228 |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. 265 Euro/Note: 3 |
| Alternativ-Version | Weiße Variante mit matten Oberflächen für ca. 320 Euro. |
| Ausstattung (20 %) | 1,00 |
| Plätze für Laufwerke (Non-Kombi-Slots separat benannt) | 1× 5,25-Zoll, 2× 2,5 Zoll und 2× 2,5/3,5-Kombi-Rahmen (2× 2,5-Zoll pro 1× Kombi-Rahmen) |
| Lüfterplätze | Front: 3× 140/120 mm, Decke: 3× 140/120 mm, Seite: 3× 120 mm, Boden: 1× 140/120 mm, Heck: 1× 140/120 mm |
| Vorhandene Lüfter | Front: 2× 140 mm, Heck: 1× 140 mm, alle Be Quiet Silent Wings 4 PWM-Lüfter mit bis zu 1.900 U/min |
| Plätze für Radiatoren (bis zu) | Front: 420 mm, Decke: 360 mm, Seite: 360 mm, Heck: 140 mm |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Acht (Slot-Blenden für vertikalen GPU-Aufbau um 90 Grad gedreht umbaubar) |
| Frontanschlüsse | 1× USB Typ-C (3.1/3.2 Gen 2), 4× USB Typ-A (3.0/3.2 Gen 1), 1× Kopfhörer- und 1× Mikrofonanschluss (Klinke), 5-stufige Lüftersteuerung, ARGB-Gehäusesteuereinheit, Wireless Charging bis zu 15 Watt (im Test wurden das Samsung S23 Ultra und iPhone 13 Max mit ca. 5–6 Watt geladen) |
| Staubschutz (Erreichbarkeit) | Front: feines Mesh (akzeptabel), Decke: Einklippmechanismus (leicht), Boden: Schiebemechanismus (knifflig), seitliches Mesh (akzeptabel) – insgesamt hochwertiger Staubschutz |
| Handbuch | Ausführliches Handbuch mit guten Illustrationen, mit Hinweis auf Videoanleitung (QR-Code) |
| Auszug der Bestandteile | Dämmung enthalten (Front, Decke, Seite) mit alternativen Mesh-Abdeckungen, getöntes Glasseitenteil, Seitenteile beidseitig montierbar, Deckel werkzeuglos entfernbar samt herausnehmbarer Halterung für Lüfter/Radiatoren, ähnliches Schienensystem an Front und Seite (optional), invertierbare Innenkammer, Mainboard auf Gerüst montierbar, ARGB-Beleuchtung, sehr gute Touch-Lüftersteuerung, ARGB-Touch-Steuerung, Grafikkarte hochkant montierbar (kein Riser-Kabel enthalten), spezielle Standfüße, sehr gutes Kabelmanagement, GPU-Halterung mit Kabelkanal (magnetisch unterhalb oder auf einer Schiene oberhalb verschraubbar). |
| Eigenschaften (20 %) | 1,30 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Stahl, Aluminium, Glas und Kunststoff – ca. 16,5 kg |
| Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen | 56,9 × 25,4 × 60,3 cm/87,1 Liter |
| Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) | GPU: 49,5 cm, CPU: 19,0 cm, Netzteil: 28,0 cm, Mainboard: 37,0 cm |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit | Sehr gut/gut/sehr gut |
| Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme | Zusammenbau: Note 1-. Bequemes Kabelmanagement mit viel Platz, modulare Demontage kann Einbau des Systems erleichtern, Wechsel zwischen Dämmung und Mesh geht leicht von der Hand, Sync-Funktionen der Front-Steuerungen und Wireless Charging funktionieren einwandfrei. Zwar gibt es viele Möglichkeiten, aber nicht immer gleichzeitig verbaubar (etwa 5,25-Zoll-Schacht, 420er-Radiator, HDD-Käfig an der Front). Die Seitenschiene ist in neueren Revisionen (auch in der White Edition) beidseitig im invertierten Aufbau anbringbar, wodurch der Abstand der Lüfter zur Front entweder enger oder weiter ausfällt. |
| Maximale Radiator-Kombination | Sehr gut (420/360/140) |
| Leistung (60%) | 1,45 (Kühlung: 1,47/Lautheit: 1,41) |
| Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 | 69,5 °C, (4,7 Kelvin) | 70,8 °C, (6,0 Kelvin) |
| Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 | 64,0 °C, (1 Kelvin) mit 1.899 MHz bei 1.993 U/min | 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.894 MHz bei 2.030 U/min |
| M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 | 39 °C, (1 Kelvin) | 40 °C, (2 Kelvin) |
| Innenraum-Temperatur* S1 | S2 | 42 °C, (2 Kelvin) | 43 °C, (3 Kelvin) |
| Lautheit unter Spielelast** | Frontal: 1,8 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,6 |
| Dämmwert*** | Frontal: 3,3 Sone | 45-Grad-Winkel: 3,2 |

) be Quiet-Gehäuse ist echt mal die Möglichkeit verstärkt auf Dämmung zu gehen oder halt Richtiung Airflow.
Definitiv eine Überlegung wert da ich mir Ende des Jahres ein neues Gehäuse holen werde. Entweder das hier, eins von Lian Li oder ganz klassisch Fractal Design.
Habt ihr mal getestet, wie sich die Temperaturen verhalten? Also zwischen normaler und invertierter Montage? Die dürften doch bestimmt ein kleines bisschen höher ausfallen beim invertierten Aufbau...
Die Temperaturen haben wir beim Dark Base 901 nicht im invertierten Zustand mit dem Testsystem gemessen. Je nach Kühlkonzept der Grafikkarte können die Temperaturen beeinflusst werden. Im Zweifel ausprobieren, messen, ob alles passt, und dann bei Bedarf entscheiden, wie es weiter geht (beispielsweise normaler Aufbau oder modularer Wasserkreislauf etc.).
Habt ihr mal getestet, wie sich die Temperaturen verhalten? Also zwischen normaler und invertierter Montage? Die dürften doch bestimmt ein kleines bisschen höher ausfallen beim invertierten Aufbau...