Asus Proart PA602: Leistung und Fazit
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Asus Proart PA602: Leistung und Fazit

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Test Richard Engel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Seit der PCGH-Ausgabe 07/2023 findet sich für Midi- bis Big-Tower ein System mit moderner Gewichtung und praxisnaher Messumgebung ein. Durch die pro Gehäuse aufwendigen Tests wird die Datenbank an getesteten Mustern peu à peu aufgefüllt, ein Leistungsvergleich mit älteren Testsystemen ist dabei nicht möglich. Gehäuse ohne Lüfter werden mit Referenzlüftern (stets 4× Arctic P12 PWM zwecks Kompatibilität) in den Leistungstest geschickt. In einer kommenden Heft-Ausgabe möchten wir neuere Punkte wie etwa die Kompatibilität zu Platinen mit Anschlüssen auf der Rückseite mit in die Wertung aufnehmen sowie das Notenfeld unter allen Kandidaten breiter fächern lassen.

Auszug aus der <a href='www.pcgameshardware.de/PC-Games-Hardware-Brands-18366/Specials/PCGH-07-2023-Magazin-273-DVD-Download-PDF-1420812/'><strong>PCGH-Ausgabe 07/2023</strong></a> zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel '8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest' finden Sie <a href='www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Specials/8-bezahlbare-Midi-Gehaeuse-im-Vergleichstest-1422526/'><strong>hier</strong></a>. Quelle: PCGH Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel "8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest" finden Sie hier.

Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben. Quelle: PCGH Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben.

Leistung in unserem Testlabor

In unseren Leistungsmessungen mit Luftkühlersystem präsentiert sich das Asus Proart PA602 mit guten Temperaturen, hat aber stellenweise mit Lautstärkeproblemen zu kämpfen, wenn es um zu hohe Umdrehungsprofile der verbauten Proart-Lüfter geht. Ergo sind die Temperaturen im zweiten Szenario mit fixiertem Lüfterpunkt bei 60 Prozent sehr gut, dafür fällt die Lautheitsmessung mit dem Durchschnittswert von 2,75 auch lauter aus. Wenig überraschend, Lautstärke der Kühlung und Temperaturen hängen direkt miteinander zusammen. Im wichtigeren ersten Szenario werden die Gehäuse-Lüfter dagegen auf 1,2 Sone im frontalen Abstand von 50 cm lautheitsnormiert und die Temperaturmessungen im Spiel und für die CPU auch bei synthetischer Last gemessen.

Mit einer Kühlungsnote von 1,35 im Szenario 1 ist das Asus Proart PA602 durchaus für High-End-Hardware geeignet. Durch den relativ luftigen Mesh-Aufbau an der Front und dem seitlichen Luftschlitz im Glasseitenteil kann sich das PA602 nur eine befriedigende Note bei der Messung mit fixierter Geräuschquelle ("Dämmwert") abholen. Gerade frontal werden viele Nebengeräusche wie Spulenfiepen oder mögliche Luftverwirbelungen der verbauten Komponenten kaum aufgehalten. Für den Alltag empfehlen wir ähnlich wie bei im Grunde allen Gehäusen, hier aber nochmal betont, eine individuelle Anpassung der Lüfterkurven im UEFI oder unter Windows. Ansonsten drehen die Lüfter lauter als sie müssten.

Zum Vergleich: Bei maximalem PWM-Profil kommen nur die Gehäuse-Lüfter auf unangenehm laute 4,6 Sone, beim PWM-Wert von 60 Prozent sind es dagegen deutlich humanere 1,9 Sone, bei 50 Prozent 1,2 Sone, bei 30 Prozent 0,2 Sone und letztlich bei 15 Prozent kaum wahrnehmbare 0,1 Sone. Im Idle- und Office-Betrieb braucht es keine aggressive Kühlung, bei härteren Lasten kann dagegen auf höher skaliert werden, sofern denn die Temperaturen es erforderlich machen. Prüfen Sie daher Ihre Temperaturen mit Programmen wie Hwinfo und justieren Sie Ihr Gehäuse dem Bedarf entsprechend. Der von Asus mit dem Umschalter suggerierte "Maximum-Modus" der am PWM-Hub angeschlossenen Lüfter ist nämlich in nur sehr, sehr wenigen Fällen eine sinnvolle Lösung.

Summa summarum beim Asus Proart PA602

Das Asus Proart PA602 möchte Künstler, Content-Creator und Design-Liebhaber ansprechen. Ähnlich wie auch etwa beim Fractal North wird dafür ein entsprechend stolzer Preis aufgerufen, auch wenn Leistung und Ausstattung nicht im Fokus liegen mag. Beim PA602 resultiert das Gesamtkonzept in einer guten Note von 1,93. Sowohl Ausstattung (20 Prozent, Note: 1,53), Eigenschaften (20 Prozent, Note: 2,17) als auch Leistung (60 Prozent, Note: 1,98) attestieren Asus mit dem Proart PA602 ein gutes, aber nicht kompromissloses Gehäuse.

Marketing-Features wie der IR-Staubsensor oder die eher am Boden schleifenden zwei Transportrollen klingen zwar auf dem Papier interessant, spielen in der Praxis jedoch kaum eine Rolle. Attraktiver wären etwa optional beigelegte, vollwertige Rollen sowie eine mehrstufige Umdrehungsauswahl für die Gehäuse-Lüfter, statt nur der Maximalstufe und der Mainboard-Synchronisation.

Trotz der recht kunststofflastigen Materialwahl, gerade an der Front, und der wuchtigen Größe wirkt das Proart PA602 so dunkel gehalten und ohne RGB-Beleuchtung dennoch edel und schick. Ein exklusives, wirklich praktisches K.O.-Feature sucht man beim Proart im Vergleich zu anderen Gehäuse-Serien dagegen eher vergebens. Ob das Gesamtkonzept die 200 Euro einem wert sind, hängt letztlich (wie praktisch immer bei Gehäusen) vom eigenen Anwendungsfall und Geschmack ab.

Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung

PCGH-Wertung

1,93
Gehäuse Proart PA602
Hersteller (Webseite) Asus (www.asus.com)
Link zum PCGH-Preisvergleich Schwarz mit Glasfront für ca. 200 Euro
Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis ca. 200 Euro (UVP)/Note: 3-
Alternativ-Versionen Bisher keine
Ausstattung (20 %) 1,53
Plätze für Laufwerke 5× 2,5 Zoll, 1× 3,5 Zoll, 3× 2,5/3,5-Zoll-Kombi-Slots
Lüfterplätze Front: 2× 180/200 mm, Decke: 3× 120/140 mm, Heck: 1× 120/140 mm
Vorhandene Lüfter Front: 2× 200 mm (mit 38 mm Dicke), 1× 140 mm, alle Proart-Lüfter
Plätze für Radiatoren (bis zu) Decke: 420 mm
Erweiterungs-Slots (Blende) Acht (keine seitlichen Blenden, Riser-Kabel muss separat erworben werden)
Frontanschlüsse 2× USB 2.0 (Typ-A), 2× USB 3.2 Gen 1 (Typ-A), 1× USB 3.2 Gen 2×2 (Typ-C, 20 GBit/s), 1× Audio-Klinke (Headset), Power- und Reset-Taste, Lock-Mechanismus für den Startknopf, Lüfterschalter (maximal U/min oder automatisch über PWM-Signal)
Staubschutz (Erreichbarkeit) Front: feines Netz hinter Kunststofffront (leicht), Decke: feines Mesh auf Metallgitter (leicht), Seite: kleines Mesh samt feineren Filter (akzeptabel), Boden: feines Netz mit Schiebemechanismus (akzeptabel)
Handbuch Ausführlich und gut bebildert
Auszug der Bestandteile Glasseitenteil mit schmalem Luftzugang bei der Grafikkarte, IR-Staubsensor (Front) samt LED-Anzeige, Lüfterschalter für PWM-Hub (Max./MB-Sync), PWM-Hub mit 6 Slots (3 vorbesetzt), abmontierbare Netzteilkammer, seitliche Hebe-Metallstreben oberhalb, 2 Transportrollen am Boden am Heck, entnehmbare Deckenschiene für Radiator- und Lüfter, Power-Button-Lock, entnehmbare Festplattenslots, Klippsystem (mit Entriegelungstasten) bei den Seitenteilen und der Front, Ablage für evtl. Wifi-/Bluetooth-Antennen unter dem Deckel, werkzeugloser Einbau der Grafikkarte (für Dual-Slot-Karten, darunter normal verschraubt), Grafikkartenhalterung.
Eigenschaften (20 %) 2,17
Material – Gewicht (nicht gewertet) Stahl, Kunststoff, Glas – ca. 15,8 kg
Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen 56,0 × 24,5 × 59,3 cm/ca. 81,4 Liter
Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) GPU: ca. 45,0 cm, CPU: 19,0 cm, Netzteil: ca. 19,0 cm, Mainboard: bis zu E-ATX (bis 27,7 cm)
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Gut bis sehr gut/sehr gut/sehr gut
Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme Zusammenbau: Note 2+. Die Seitenteile können schnell und unkompliziert per Knopfdruck am Heck (jeweilige Seite) gelöst und rausgehoben werden. Die Front kann mit zwei Knöpfen (oberhalb, beide Seite) genauso abmontiert werden. Dual-Slot-Grafikkarten sind mit der werkzeuglosen Halterung am Heck schnell montiert, Triple- und Quad-Karten profitieren davon kaum (es braucht Schraubenzieher). Für den Einbau muss die gesamte Netzteilkammer ausgebaut werden. Klettverschlüsss an der rechten Seite erleichtern Kabelmanagement.
Maximale Radiator-Kombination Ausreichend (420)
Leistung (60%) 1,98 (Kühlung: 1,29/Lautheit: 3,25)
Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 67,8 °C, (3,0 Kelvin) | 67,0°C, (2,2 Kelvin)
Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.907 MHz bei 2.100 U/min | 64 °C, (1 Kelvin) mit 1.904 MHz bei 2.090 U/min
M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 40 °C, (2 Kelvin) | 39 °C, (1 Kelvin)
Innenraum-Temperatur* S1 | S2 44 °C, (4 Kelvin) | 38 °C, (-2 Kelvin)
Lautheit unter Spielelast** Frontal: 3,0 Sone | 45-Grad-Winkel: 2,5 Sone (linke Seite)
Dämmmessung*** Frontal: 4,3 Sone | 45-Grad-Winkel: 3,8 Sone (linke Seite)

Summa Summarum: Note 1,93

Pro Neutral Contra 
[+] Schicke Optik, wenn sauber gehalten und schneller Zugriff aller Seitenteile durch Einrast-/Knopf-System [±] Gesamtvolumen von 81,4 Liter – nimmt viel Platz ein [-] Viele Kunststoffflächen, Anfälligkeit für sichtbare Fingerabdrücke
[+] E-ATX-Support bis 27,7 cm, GPU-Längen bis ca. 45,0 cm und CPU-Kühlerhöhe bis ca. 19,0 cm [±] Nur 420-mm-Radiator an der Decke möglich [-] Hohes Gewicht mit knapp 16 kg ohne System
[+] 4× USB-Typ-A (davon 2× USB 2.0), Startknopf-Lock, zweifacher Lüftermodus (max. vs. auto.), PWM-Lüfter-Hub mit 6 Plätzen [±]  2× 200-mm-Lüfter an der Front [-] Maximaler Lüftermodus mit 4,6 Sone sehr/zu laut für den Alltag, zudem keine nennenswerte HDD-Entkopplung
[+] Grafikkartenhalterung und teils werkzeuglosem GPU-Einbau (Dual-Slot) [±]  2× kleine Transportrollen hinten – nur bedingt hilfreich (4× richtige nachrüstbar)  [-] Recht teuer mit ca. 200 Euro

 

Anmerkungen zur Testtabelle
* Unter Spiele-/synthetischer CPU-Last mit anschließender Verrechnung. Unterschied zum offenen Aufbau in Klammer angegeben. Szenario 1 (S1): Gehäuse-Lüfter auf 1,2 Sone normiert, Szenario 2 (S2): Gehäuse-Lüfter auf 60 Prozent fixiert. Bei Innenraum-Temperatur Fixpunkt zwischen GPU-Backplate und CPU-Kühler.
** Messung 50 cm frontal | schräg vorne (45-Grad-Winkel) zur lauteren Seite mit Neutrik Cortex In­struments NC10.
*** 100 % U/min von CPU und GPU bei ausgeschalteten Gehäuselüftern, im offenen Aufbau 4,8 Sone | 4,9 Sone**
System: Intel Core i7-12700K (PL1/2: 160 W), MSI MEG Z690 Unify, Asus TUF Gaming RTX 3080 12G, 32 GiB DDR5-5600 CL36 Corsair Vengeance, Scythe Fuma 2 Rev. B, Seasonic Focus PX-850 (ohne Hybrid-Modus). Umgebungstemperatur: 22 °C. Pro Szenario (S1/S2): Spielelast mit Cyberpunk 2077 (WQHD, Preset: Hoch, mit Vorwärmen und Messung nach 30 Minuten), gefolgt von 10 Minuten Cinebnech R23, Hardware-Daten mit Programmen wie CapframeX ausgelesen und aggregiert, Innen- und Außentemperatur über mehrere Sensoren.

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  1. Seite 1 Überblick
  2. Seite 2 Verarbeitung und Zusammenbau
  3. Seite 3 Leistung und Fazit
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pcgamer2025 Komplett-PC-Käufer(in)
        Wie ist denn die HDD Kühlung bei dem Teil ?
      • Von pcgamer2025 Komplett-PC-Käufer(in)
        Wie ist denn die HDD Kühlung bei dem Teil ?
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        5,25-Zoll-Slot hatte auch den Vorteil das man da schön die ganzen Kabel "verstecken" konnte.

        Auch war Staub früher kein großes Ding da der Tower komplett schallisoliert war.
        Geht heute nicht mehr bzw. deutlich schwerer; aber soll es heutzutage so schlimm sein das man dafür ein Sensor braucht? Dürfte man das nicht mit dem Fenster eh schon frühzeitig sehen?
      • Von AyC Software-Overclocker(in)
        Zitat von _noid_
        Genau. Weil wir das machen und so einrichten können, ist das aber keine generelle Lösung. Wie gesagt, das Thermostat ist auf der Hardware und ich will beim Zocken keine Zahl mehr als nötig auf dem Bildschirm haben.
        Ich möchte auch keine Zahl auf dem Bildschirm dauerhaft haben. Einmal korrekt gebaut läuft ein PC einfach und hat keine Temperaturprobleme. Daher ist eine dauerhafte Zahl irgendwo schon nervig, weil man automatisch immer mal wieder kontrolliert. Wie gesagt, entweder so einstellen, dass man bei Temperatur X informiert wird oder sich die Werte anschauen, wenn man z.B. einen PC neu gebaut hat oder Benchmarks durchführt. Wofür braucht man sonst eine Temperaturanzeige? Selbst die Lüfter regeln ja automatisch, also auch da braucht man keine Temperaturanzeige.

        Das ist für mich eine dauerhafte Lösung! Dauerhaft irgendwo eine Temperatur sehen ist für mich keine dauerhafte Lösung. Ebenso eben jetzt mit einem Staubsensor. Bei einem Luftreiniger verstehe ich das, bei einem PC finde ich ihn überflüssig.
      • Von _noid_ PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von AyC
        Naja, man kann sich das auch einfach über Software viel praktischer am Monitor anzeigen lassen und Grenzen einrichten wo es eine Info gibt. Dann muss man nicht ständig in den PC hereinschauen. Für mich ist vieles eher ein Gimmick. Beim Staubfilter ebenso. Ich reinige alle 3 Monate mal den Filter und fertig. War noch nie ein Problem.
        Genau. Weil wir das machen und so einrichten können, ist das aber keine generelle Lösung. Wie gesagt, das Thermostat ist auf der Hardware und ich will beim Zocken keine Zahl mehr als nötig auf dem Bildschirm haben.
      • Von AyC Software-Overclocker(in)
        Zitat von _noid_
        Ich halte das nicht für überflüssig. Displays auf Hardwarekomponenten. die z.B Temperaturen der CPU und Grafikkarte anzeigen? Perfekt und logisch.
        Naja, man kann sich das auch einfach über Software viel praktischer am Monitor anzeigen lassen und Grenzen einrichten wo es eine Info gibt. Dann muss man nicht ständig in den PC hereinschauen. Für mich ist vieles eher ein Gimmick. Beim Staubfilter ebenso. Ich reinige alle 3 Monate mal den Filter und fertig. War noch nie ein Problem.
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