Gigabyte Aorus RTX 5090 Infinity: Temperaturen, Lautstärke und Fazit
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Gigabyte Aorus RTX 5090 Infinity: Temperaturen, Lautstärke und Fazit

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Test Jan Hauck Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wir betrachten im Folgenden die Temperaturen und die Lautstärke der Gigabyte Aorus RTX 5090 Infinity genauer und ziehen ein Fazit.

Temperaturen

Die Infinity setzt sich im Temperaturbenchmark ans hintere Ende des Testfeldes. Mit einem einzelnen BIOS erhalten wir lediglich einen Speicher- und einen GPU-Temperaturwert. Letzterer liegt mit 77 Grad Celsius relativ hoch und auch der VRAM ist mit 84 Grad Celsius recht warm. Zwar gibt es in beiden Fällen Karten, die beispielsweise im Silent-BIOS noch etwas höhere Temperaturen erreichen. Beim Blick auf die Lautheitsmessung wird aber klar, warum. Die der Infinity im Spezialfall unterlegenen Karten sind allesamt deutlich leiser. Doch ein Faktor der Gigabyte-Karte darf nicht unterschätzt werden.

Das Modell verfügt über ein hohes Powerlimit von 600 Watt, andere Karten erreichen diesen Wert nicht standardmäßig und nur durch manuelle Erhöhung. Die zusätzliche Abwärme treibt die Temperaturen beziehungsweise die Lautstärke etwas nach oben. Hinzu kommt das Spulenfiepen, doch dazu später mehr. Im lautheitsnormierten Test werden genau diese Faktoren herausgerechnet und jede Karte wird bei festgelegten 575 Watt und 1,0 Sone getestet. Hier zeigt sich schließlich die eigentliche Platzierung des Kühlers im Vergleich zur Konkurrenz - nicht ganz am Ende, aber im hinteren Feld. Palits Gamerock und Zotacs Solid performen sowohl bei der GPU- als auch bei der Speichertemperatur schlechter. Nvidias Founders Edition ist bei der Chip-Temperatur lediglich ein halbes Grad besser, dank 100 Grad VRAM-Temperatur sonst aber sehr deutlich unterlegen.

Spulenfiepen

Die Infinity reiht sich zusammen mit der Founders Edition und der Proart in die Liste der kompakten Platinen ein. Wie die beiden anderen Kandidaten verfügt das Modell über zwei Flow-Through-Bereiche und von der Platine abgetrennte VGA-Anschlüsse. Und auch der angewinkelte Stromstecker erinnert an die Platine der FE-Version. Beide Mitstreiter hatten massive Probleme mit Spulenfiepen und leider sieht das bei der Infinity ganz ähnlich aus. Mit 0,6 Sone ist die Lautstärke zwar ein wenig niedriger als bei den beiden Konkurrenz-Kandidaten, jedoch auf einem Niveau, das man deutlich auch durch Gehäuse-Seitenteile hört. Der Zusammenhang mit der kompakten Platine wird immer deutlicher.

Die schnellste Karte?

Bei all der Kritik gibt es bei der Infinity auch eine große Überraschung. Die Karte erreicht in Metro Exodus Enhanced Edition - dem Test, um jede GPU-Architektur ins Powerlimit zu treiben - einen Takt von über 2.850 MHz und stellt sich somit unangefochten an die Spitze der RTX-5090-Custom-Modelle. Die gesamte Konkurrenz ist lediglich mit einem maximalen Takt von 2.670 MHz vertreten. Das gibt der Infinity ein Taktplus von 16 % zur Founders Edition, die mit 2.450 MHz relativ langsam ist. Warum die Geschwindigkeit derartige Höhenflüge erreicht, ist nicht absolut zu klären. Die anliegenden 600 Watt bringen der Karte etwas Leistungsreserve. Doch diese Energie dürfen auch andere Modelle ziehen, die im Betrieb auch noch deutlich kühler bleiben. Wir vermuten eine Takt- und Spannungsoptimierung seitens Gigabyte und natürlich das zugehörige goldene Chipsample mit besonders guten elektrischen Eigenschaften, das dies zulässt. Beeindruckend ist das Ergebnis allemal, und auch in der Praxis konnte die Infinity in Spieletests einen sehr leistungsstarken Eindruck hinterlassen.

Fazit

Die Infinity ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist die Karte eher mittelmäßig gekühlt und lässt GPU und Speicher relativ warm zurück. Dazu kommt die Lärmbelastung. Nicht nur die Lüfter könnten leiser sein, auch das Spulenfiepen ist deutlich hörbar und stört. Auf der anderen Seite steht neben dem schicken Design und der tollen Verarbeitung die reine Power der Karte. 600 Watt sorgen dank der passenden Abstimmung und des richtigen Chips für einen massiven Taktsprung, der die Infinity an die Leistungsspitze transportiert. Als Sonderedition trauen wir uns hier kaum, über den Preis zu spekulieren. Derzeit ist die Karte in Deutschland noch nicht erhältlich. Geht man von einem realistischen Preis von um die 4.000 Euro aus, ist die Infinity - wie alle RTX-5090-Modelle - absurd teuer und fernab von jeder Kaufempfehlung.

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KornDonat
        Ich finde Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
        Häh?

        ... abgekupfert von der hässlichen ASUS
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        Zitat von KornDonat
        Ich finde Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
        Häh?

        ... abgekupfert von der hässlichen ASUS
      • Von KornDonat Software-Overclocker(in)
        Ich finde die Karte optisch wirklich gelungen, ist jedenfalls mal wieder was anderes. Erinnert mich an alte Tage, wo die Hersteller noch Experimentierfreudig waren.
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        ... und warum gibt's so was ned mal in bezahlbar?
      • Von Evgasüchtiger Volt-Modder(in)
        Schön ist was anderes
      • Von Gast1781730603
        Letztendlich wäre mir egal, wie die aussieht. Mein PC ist noch immer oldschool: ein schwarzer Metalkasten unterm Tisch. Bisschen RGB ist drin, weil es nicht mehr ohne quasi gibt, das Gehäuse ist etliche Jahre alt.
      Direkt zum Diskussionsende
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