Wie im Video des Youtube-Kanals Actually Hardcore Overclocking beschrieben, trifft die Problematik der gebündelten und ergo "blinden Stromzufuhr" nicht auf die RTX 3090 Ti mit den drei Shunt-Widerständen zu. Als Testkandidat erhebt sich Legende EVGA mit der RTX 3090 Ti FTW 3 Ultra, die wie in der vorherigen Seite ebenfalls das Szenario mit komplett gekappten 12-Volt-Leitungen durchläuft. Der Erwartung entsprechend bootet die EVGA bei einem gekappten 12-Volt-Ader-Paar nicht - das Bild bleibt schwarz, die Warn-LEDs signalisieren einen fehlerhaften Anschluss.
Quelle: PCGH
Mit zwei fehlenden 12-V-Leitungen verweigert die RTX 3090 Ti von EVGA den Dienst.
Quelle: PCGH
Die EVGA lebt, zumindest mit ordnungsgemäßem Anschluss bootet die Karte ohne Probleme.
Gegencheck mit Asus
Die neue ROG-Astral-Serie von Asus setzt sich als Custom-Modell von der Founders Edition in mehreren Punkten ab. Die spannendsten Zusätze sind die einzeln platzierten Shunt-Widerstände aller 12-V-Adern des 12V-2×6-Anschlusses. Die Karte registriert die Ampere der einzelnen Kabel und könnte, sofern nicht anders von Nvidia vorgegeben oder spezifiziert, als Folge dieser Information etwa einen Boot verhindern.
Quelle: PCGHFehlen 12-Volt-Leitungen, blinkt eine rote LED über dem 12V-2×6-Anschluss der Asus ROG Astral. Sonst wird die Karte in keinster Weise eingeschränkt. Durch die Shunt-Widerstände wären mehr als genug Daten vorhanden.
Im Falle unserer getesteten Asus ROG Astral Geforce RTX 5080 ist das Feature jedoch eher ein seichter Bonus. Grund: Die Karte bootet ohne Probleme. Die Last der Adern über die Spezifikation hinaus sowie fehlende Leitungen werden zwar bemerkt. Außer der roten Warn-LED, die recht schnell übersehen werden kann, und einem kleinen Hinweis in der Asus GPU-Tweak-Software ergibt sich daraus jedoch nichts Auffälliges. Immerhin: Wer sich der physischen LED bewusst ist und die Software verwendet, hat zumindest eine Chance, auch ohne Last Schlimmeres zu verhindern. Andere Hersteller folgen dagegen dem Vorbild des Chip-Herstellers.
Meinungen
Zwischenfazit
Sofern die Ampere-Verteilung, aus welchen Gründen auch immer, stark unterschiedlich ausfällt, können Überbelastungen für zu hohe Anschlusstemperaturen sorgen. Je konzentrierter die Belastung einzelner 12-V-Stränge, umso stärker auch die Schmorgefahr. Einen effektiven Schutzmechanismus gibt es aufseiten der Grafikkarte nicht. Eine gerade für die High-End-Klasse naheliegende Lösung wären sechs Shunt-Widerstände aller 12-V-Adern mit entsprechender Überwachung der Karte gewesen. Mögliche Ursachen von gravierend unterschiedlichen Stromstärkenverteilungen gibt es zahlreiche: Verunreinigungen beim Kontakt, verschobene Rahmen/Pins wie bei den alten Molex-Buchsen, unbemerkte Defekte wie Kabelbrüche etc. Als Anwender können nicht nur Schäden bei Fehlverhalten, sondern auch bei an sich korrekter Vorgehensweise entstehen. Bei schlecht gecrimpten Anschlüssen können Kontakte unbemerkt, gerade bei feineren Steckern, rausgedrückt werden (durch Kante auf Kante mit Druck beim Anschließen etwa).
Der durchschnittliche Nutzer hat keine nennenswerte Chance, solche Fälle effektiv vorzubeugen - abseits von aufwendigeren Sicherheitsmaßnahmen wie Temperatursensoren an den Buchsen oder dem Prüfen der Lastverteilung über eine Amperezange. Am ehesten können Kandidaten wie die Asus ROG Astral mit zusätzlichen Messpunkten und der Warn-LED arglose Anwender rechtzeitig warnen. Schade ist dabei jedoch die fehlende Konsequenz beim Erkennen von Problemen. Zwar mag ein Bootstop beim Zusammenbau ärgerlich wirken. Schlimmer ist jedoch das physische und letztlich vermeidbare Schmoren sehr teurer High-End-Hardware.
Update
Mittlerweile hat Roman "der8auer" Hartung ein Folgevideo veröffentlicht und grundlegend dieselben Probleme und Schlussfolgerungen nochmal separat hervorgehoben.
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Ich hab's im vorherigen Artikel ja schon gesagt: mit ein bisschen ingenieurstechnischem Nachdenken eigentlich ein no-brainer.
Nun bestätigt der8auer also im Detail die Designschwächen. Zitat: "Das Schöne ist, dass der 12V-High-Power-Stecker, bzw. Standard, so dermaßen dämlich ist, daß wir das ganz ganz einfach reproduzieren können"
Hat Nvidia wohl im AI-Cluster designen lassen? Man braucht ja keine Menschen mehr ... "Entwerfe mir einen möglichst schlanken, filigranen Stecker, der alle bisherigen Standards ignoriert und das Rad neu erfindet. Reduziere dabei Sicherheitsbeiwerte auf ein Minimum". Tja Jensen, so sieht das aus, wenn man nur noch die KI machen lässt und physikalisches Grundlagenwissen sowie Sachverstand vernachlässigt.
Frage [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie kann sowas eigentlich in der EU in Verkehr gebracht werden? Wie hat das das CE-Siegel bekommen? Da droht doch nun bestimmt eine fette Verbraucherschutzklage, Rückruf und Verbot der Inverkehrbringung?
Zu kleiner Sicherheitsfaktor, reduzierte Querschnitte, erhöhte Leistungsaufnahme, zusammengefasste Leitungs-Shunts, Unsinnige Sense-Line ... Das widerspricht allen Regen der Ingenieurskunst. Mutwillig und vorsätzlich.
Ich hab's im vorherigen Artikel ja schon gesagt: mit ein bisschen ingenieurstechnischem Nachdenken eigentlich ein no-brainer.
Nun bestätigt der8auer also im Detail die Designschwächen. Zitat: "Das Schöne ist, dass der 12V-High-Power-Stecker, bzw. Standard, so dermaßen dämlich ist, daß wir das ganz ganz einfach reproduzieren können"
Hat Nvidia wohl im AI-Cluster designen lassen? Man braucht ja keine Menschen mehr ... "Entwerfe mir einen möglichst schlanken, filigranen Stecker, der alle bisherigen Standards ignoriert und das Rad neu erfindet. Reduziere dabei Sicherheitsbeiwerte auf ein Minimum". Tja Jensen, so sieht das aus, wenn man nur noch die KI machen lässt und physikalisches Grundlagenwissen sowie Sachverstand vernachlässigt.
Frage [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie kann sowas eigentlich in der EU in Verkehr gebracht werden? Wie hat das das CE-Siegel bekommen? Da droht doch nun bestimmt eine fette Verbraucherschutzklage, Rückruf und Verbot der Inverkehrbringung?
Zu kleiner Sicherheitsfaktor, reduzierte Querschnitte, erhöhte Leistungsaufnahme, zusammengefasste Leitungs-Shunts, Unsinnige Sense-Line ... Das widerspricht allen Regen der Ingenieurskunst. Mutwillig und vorsätzlich.
Da es ja schon eine Fachzeitschrift ist habe ich an einigen Stellen die Lust am lesen verloren.
Mich triggern hier Bezeichnungen: "Die Folge sind erhöhte Ampere-Werte bei den restlichen Leitungen." Sowie "Ampere-Messungen" als Überschrift!
Man würde auch keine Meter-Messung oder km/h-Messung machen, stattdessen würde man eine Strecke messen oder eine Geschwindikeitmessung druchführen! Es währe auch unüblich von erhöhten km/h odererhöhten Meter-Werten zu schreiben.
Zur Vollständigkeit ist eine erhöhte Stromstärke die Folge und es werden Strommessungen durchgeführt oder Strom gemessen!
Sry, wir sind hier nicht bei Heise (Badewannen, Fussballfelder und Saarländer)!
P.S.: Dann ist es halt Korintengekacke, auch habe ich nichts gegen lebendige Sprache! Fachlich korrekte Artikel, im Sinne der Nomenklatur, darf man aber erwarten!
Jeder der mal was mit Garantie und Kulanzabwiklungen zu tun hatte kennt das .
Bei Bestimmungsgemäßem Gebrauch war nur in aller seltensten Fällen ein Produktfehler das Problem , sondern eher der Dau mit seinen ungelenken Wurschtfingern .
Vieleicht mal vor Einbau und Gebrauch der Grafikarte die Einbau und Gebrauchsanleitung lesen und befolgen .
Glaube nicht, aber wenn der Fall nach oben in Richtung Consumer Product Safety Commission (CPSC) eskaliert wird, dann kann es plötzlich ganz schnell gehen. Die haben damals auch das NZXT H1 aus dem Verkehr gezogen. In der EU rührt sich auch was, wenn man Reddit glauben darf. Mal abwarten was da kommen wird...
Nun bestätigt der8auer also im Detail die Designschwächen. Zitat: "Das Schöne ist, dass der 12V-High-Power-Stecker, bzw. Standard, so dermaßen dämlich ist, daß wir das ganz ganz einfach reproduzieren können"
Hat Nvidia wohl im AI-Cluster designen lassen? Man braucht ja keine Menschen mehr ...
"Entwerfe mir einen möglichst schlanken, filigranen Stecker, der alle bisherigen Standards ignoriert und das Rad neu erfindet. Reduziere dabei Sicherheitsbeiwerte auf ein Minimum".
Tja Jensen, so sieht das aus, wenn man nur noch die KI machen lässt und physikalisches Grundlagenwissen sowie Sachverstand vernachlässigt.
Frage [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Wie kann sowas eigentlich in der EU in Verkehr gebracht werden? Wie hat das das CE-Siegel bekommen? Da droht doch nun bestimmt eine fette Verbraucherschutzklage, Rückruf und Verbot der Inverkehrbringung?
Zu kleiner Sicherheitsfaktor, reduzierte Querschnitte, erhöhte Leistungsaufnahme, zusammengefasste Leitungs-Shunts, Unsinnige Sense-Line ...
Das widerspricht allen Regen der Ingenieurskunst. Mutwillig und vorsätzlich.
Da müsste es doch jetzt Anzeigen und Gerichtsverfahren hageln.
-> "https://www.wiwo.de/unternehmen/gefaehrliche-elektronik-behoerde-zieht-tausende-illegale-produkte-aus-dem-verkehr/30200158.htm']Bundesnetzargentur zieht Tausende illegale Produkte aus dem Verkehr"
Da es ja schon eine Fachzeitschrift ist habe ich an einigen Stellen die Lust am lesen verloren.
Mich triggern hier Bezeichnungen:
"Die Folge sind erhöhte Ampere-Werte bei den restlichen Leitungen."
Sowie "Ampere-Messungen" als Überschrift!
Man würde auch keine Meter-Messung oder km/h-Messung machen, stattdessen würde man eine Strecke messen oder eine Geschwindikeitmessung druchführen!
Es währe auch unüblich von erhöhten km/h odererhöhten Meter-Werten zu schreiben.
Zur Vollständigkeit ist eine erhöhte Stromstärke die Folge und es werden Strommessungen durchgeführt oder Strom gemessen!
Sry, wir sind hier nicht bei Heise (Badewannen, Fussballfelder und Saarländer)!
P.S.: Dann ist es halt Korintengekacke, auch habe ich nichts gegen lebendige Sprache! Fachlich korrekte Artikel, im Sinne der Nomenklatur, darf man aber erwarten!
Bei Bestimmungsgemäßem Gebrauch war nur in aller seltensten Fällen ein Produktfehler das Problem , sondern eher der Dau mit seinen ungelenken Wurschtfingern .
Vieleicht mal vor Einbau und Gebrauch der Grafikarte die Einbau und Gebrauchsanleitung lesen und befolgen .
Gruß T.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]