Speicherkrise: Erster Hersteller ruft Grafikkarten-Notstand aus

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Speicherkrise: Erster Hersteller ruft Grafikkarten-Notstand aus
Quelle: Nvidia / Montage: Sven Bauduin

Die historische Speicherkrise ist im Begriff, sich zu einem akuten Grafikkarten-Notstand zu entwickeln. Als erster Hersteller malt jetzt Zotac den Teufel an die Wand und spricht davon, dass Modelle zeitweise nicht mehr verfügbar sein werden.

Die historische Speicherkrise, welche durch die anhaltend hohe Nachfrage aus dem KI-Segment getrieben wird, ist im Begriff, sich zu einem akuten Grafikkarten-Notstand zu entwickeln. Als erster Hersteller malt jetzt Zotac den Teufel an die Wand und spricht davon, dass einige Modelle wohl zeitweise nicht mehr verfügbar sein werden. So sind besonders die Geforce RTX 5090 und Geforce RTX 5060 nun von einem reduzierten Angebotsvolumen und "unangemessenen Preisen" betroffen. Der Hersteller geht allerdings noch weiter und schreibt auf seinem offiziellen TagTag-Account:

Die derzeitige Situation ist so ernst, dass sie Bedenken aufwirft, ob Grafikkartenhersteller und -händler weiterarbeiten können. — Zotac

Der in Hongkong beheimatete Grafikkartenhersteller, welcher unter der mächtigen Dachorganisation von PC Partner operiert, spricht davon, dass man sich "Sorgen über die Existenz von Grafikkartenherstellern und -vertreiber" machen müsste. Zotac sei darüber informiert worden, dass vorerst nicht genügend Grafikspeicher für die Herstellung von aktuellen Grafikkarten geliefert werden könne.

Darüber hinaus werden auch einige Modelle für eine Weile nicht mehr verfügbar sein. — Zotac

Da sowohl Nvidia als auch AMD ihre Grafikprozessoren im Bundle mit dem dafür vorgesehenen Grafikspeicher an ihre AIB-Partner verkaufen, wurden auch die Lieferungen der GPUs entsprechend drastisch reduziert.

Es wurde angekündigt, dass man nicht in der Lage sein wird, Speicher zu liefern, und dass damit auch die GPU-Zusage reduziert wird. — Zotac

Dass die Grafikkartenpreise im Einzelhandel, welche sich aktuell ohnehin bereits auf einem Rekordhoch bewegen, noch weiter steigen werden, ergibt sich schon allein anhand der Preise, welche die AIB-Partner beim Einkauf zahlen müssen.

Zudem sind die Preise, die wir vor Kurzem erhalten haben, schlichtweg unverschämt. Nicht nur bei der Geforce RTX 5090, sondern auch bei der Geforce RTX 5060 ist der Preisanstieg enorm. — Zotac

Während die Durchschnittspreise für die Custom-Designs der Geforce RTX 5090 inzwischen bei etwa 3.500 Euro liegen, wird innerhalb davon ausgegangen, dass die schnellste Gaming-Grafikkarte noch in diesem Jahr auf Rekordpreise von mehr als 4.000 Euro steigen wird. Einige Schätzungen gehen auch von bis zu 5.000 US-Dollar und mehr aus. Das Ende der Preissteigerungen ist in jedem Fall noch lange nicht erreicht und eine Entspannung der Situation nach wie vor nicht in Sicht.

Neben Zotac haben auch bereits Asus und Lenovo entsprechende Preiswarnungen herausgegeben und Engpässe bei der Verfügbarkeit an ihre Kundschaft kommuniziert.

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Quelle: Zotac via 포시포시 via VideoCardz

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    • Kommentare (205)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Tornavida Freizeitschrauber(in)
        Meine 2te. 5070ti war auch schon angekommen vorgestern, die ich gestern in Empfang nehmen durfte. So kommt man gerne von der Dienstreise zurück.

        Meine 9070xt hab ich mal hier im Verkaufsforum zu einem m.E. fairen Preis reingesetzt .Bin mal auf die Resonanz gespannt .
      • Von Tornavida Freizeitschrauber(in)
        Meine 2te. 5070ti war auch schon angekommen vorgestern, die ich gestern in Empfang nehmen durfte. So kommt man gerne von der Dienstreise zurück.

        Meine 9070xt hab ich mal hier im Verkaufsforum zu einem m.E. fairen Preis reingesetzt .Bin mal auf die Resonanz gespannt .
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Svenc
        Auch andere Söhne und Töchter rechnen gerade mit schönen Wertsteigerungen. In Deutschland Nummer 1:
        Hab mir tatsächlich auch ne Astral geholt. Hab ich wohl aufs richtige Pferd gesetzt
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von Gurdi
        Das ist tatsächlich nicht mehr von der Hand zu weisen. Ich hab mir auch ne 5090 jetzt zugelegt aus ähnlichen Gründen. Ich rechne kaum mit signifikanten Leistungssprüngen die nächsten Jahre und mit mehr VRAM erst Recht nicht. Zudem würde ich mich gerne flexibel halten für lokalen KI Einsatz bei Bedarf.
        Auch andere Söhne und Töchter rechnen gerade mit schönen Wertsteigerungen. In Deutschland Nummer 1:

        Die Amigos
        Currywurst mit Pommes
        GeForce FlexTX

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Läuft bei denen.
      • Von annaku Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe mir mal heute die Preise für Grafikkarten angeschaut. Die 5070 ti kostet soviel im Schnitt wie anno dazumal vor der Speicher Krise einer 5080, so um die 1100 Euro und die 5080 kostet rund 1400 bis 1500 Euro, eine 5090 für stolze 3500 Euro. Das ist irre, was hier wegen dem RAM abgeht. Man kann keinen DDR5 RAM, Grafikkarten und nvme mehr kaufen, weil viel zu teuer. Bleibt nur noch MB und CPU übrig. Ich weiss net wohin das noch hinführt.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        In den von dir genannten Settings setzte offensichtlich schon ein CPU-Limit ein, im härtesten Setting setzt sich die 8800 U durchaus ab. Und dass die damaligen 34 Fps heute niemand mehr akzeptieren würde, kann ich so auch nicht unterschreiben. 1600p sind schon deutlich mehr Pixel, als heute für DLSS Q UHD berechnet werden, und damit erreicht einer RTX 5090 in Cyberpunk 2077 mit "alle Regler nach rechts" auch nur 51 Fps.
        Der feine Unterschied:
        Doom 3 war damals mit einem Alter von knapp drei Jahren nur "oll".
        Cyberpunk 2077 ist heute mit einem Alter von knapp sechs Jahren "Retro Gaming".
        Rein auf die Preise (und was man dafür bekam) bezogen: TRIGGERALARM! Finde ich aber problematisch, allgemeine Inflation 1:1 anzurechnen. (Etwas ohne Inflationsbereinigung, zumindest für die letzten Jahre -- siehe hier.)

        Allerdings ist auch meine These: Der bislang größte Anschaffungspreistreiber am PC sind immer höhere Pixel- und Performanceansprüche. Weil sich bis heute kein großes Spielestudio gesagt hat: "Ach komm, reicht erst mal mit Grafik. Jetzt pushen wir Performance." Sprich, wer seine Performance- und Pixel-Standards stetig upgradet, upgradet in mehreren Dimensionen: Von immer komplexeren Bildern sollen es immer mehr pro Sekunde sein. Willkommen im Hamsterrad! Deshalb haben Konsolen bis heute 30- und 40-FPS-Modi -- es sind diejenigen, die nicht in reduzierten Settings laufen. Und die 60-FPS-Performance-Modi sind in fordernden (UE5-)Games nicht alle 100% stabil... Selbst auf PS5 Pro.

        ABER: Anschaffunspreise ungleich Kosten. Stichwort Wertverlust, den hatten wir ja. Aber da dieser Wertverlust getrieben war von rasantem Fortschritt, kommen wir da nicht zusammen. Ich bin persönlich nämlich froh, auch mit angestaubter Hardware noch alles spielen zu können -- und selbst für sieben Jahre alte Grafikkarten noch Geld zu bekommen. Für Pixel-Perfektionisten sieht das was anders aus. Da ist (relative) Stagnation der GAU.
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