Ärger im Paradies - Blackwell-Probleme
Bevor wir zu den Benchmarks kommen, müssen wir den bestehenden Problemen rund um Blackwell (Geforce RTX 5000) einige Worte widmen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 Ärger im Paradies - Blackwell-Probleme
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Pathtracing-Leistung und Detail-Auswertung
- Seite 6 Leistungsaufnahme & Energie-Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Eine neue GPU-Generation bringt stets Potenzial, birgt aber auch Risiken, denn Neuerungen erfordern ein reibungsloses Zusammenspiel aus Hard- und Software. Wie das mit neuen Architekturen so ist, läuft zum Start nicht alles einwandfrei, es knirscht im Getriebe - so auch bei Blackwell. Insbesondere die Häufung der Software-Probleme ist bei dieser Nvidia-Generation bemerkenswert hoch. Hier die Liste der bestehenden (von uns an Nvidia gemeldeten) Probleme mit der Geforce RTX 5090, RTX 5080 und nun auch RTX 5070 Ti:
- Grafikfehler (nur) im Hauptmenü von Starfield.
- Grafikfehler in Forza Motorsport (Flackern, anscheinend RT-Schatten betreffend).
- Grafikfehler in Hellblade 2 (Interlaced-Dithering-Look - TSR wird fehlerhaft dargestellt).
- Grafikfehler in Control (Flackern, anscheinend RT-Schatten betreffend).
- Performance in Assassin's Creed Mirage ist schwach, speziell in niedrigen Auflösungen.
- Performance in Minecraft RTX ist miserabel (und DLSS ausgegraut).
- Probleme mit 10 Bit Farbtiefe: Ist diese aktiv, wird mit reduziertem Farbraum gearbeitet. Workaround: 8 Bit explizit einstellen.
- Möglicherweise weitere Probleme mit der GPU-Skalierung ähnlicher Natur.
- Kein einziges Tool, das den PCIe-Durchsatz messen kann, funktioniert mit RTX 5000 - zumindest nicht auf AMD-Plattformen (falsche Ergebnisse oder Abstürze).
- AIDA64-GPGPU-Benchmark funktioniert nicht (getestet mit unzähligen Betas).
Das Problem mit der Farbtiefe beschäftigt uns seit dem Test der Geforce RTX 5090, sodass wir weiter geforscht haben. Mittlerweile können wir die ausgewaschenen Farben auf die 10-Bit-Fertigkeit unseres Testbildschirms zurückführen. Erfolgt keine Änderung im Treiber, stellen Blackwell-Grafikkarten die Farben mit reduzierter Qualität dar, was gerade in nicht nativen Auflösungen unschön aussieht. Erst der explizite Wechsel auf 8 Bit pro Komponente entlockt den neuen GPUs das gewohnte Bild - diese Qualität wird von allen anderen Grafikkarten (RTX 2000 aufwärts, RX 5000 aufwärts) standardmäßig dargestellt. Der folgende Foto-Vergleich zeigt akkurat die Unterschiede:
Neben vereinzelten Startschwierigkeiten mit PCI-Express 5.0 gibt es auch handfeste Hardware-Probleme: Die RTX-5000-Reihe macht - wie RTX 4000 zuvor - wegen verschmorter Stromkabel und -stecker von sich reden. Dabei war die Idee einer neuen, kompakten Stromversorgung für besonders hohe Leistungsaufnahmen gut, die Umsetzung lässt jedoch bis heute zu wünschen übrig. Der 12VHPWR (H+) wurde vor knapp drei Jahren mit der Geforce RTX 3090 Ti eingeführt und findet sich als verbesserte 12V-2×6-Buchse (H++) auf neueren Nvidia-Grafikkarten inklusive RTX 5000. Insbesondere die hohen Stromstärken der Geforce RTX 5090 bringen das Konzept jedoch an seine Grenzen - nicht unbedingt wegen des Steckers, sondern aufgrund fehlender Schutzmechanismen. Alle Details erfahren Sie im Artikel "Steckerdrama bei RTX 5090: Ungleiche Last mit 12+4-Anschluss als Problem im Test".
Eine Entwarnung lässt sich hier nicht aussprechen, prinzipiell kann jede Grafikkarte mit der kompakten Strombuchse die geschilderten Probleme aufweisen, bis wirksame Schutzschaltungen implementiert werden. Im Kontext der Geforce RTX 5070 Ti ist dieser Umstand jedoch halb so wild. Eine RTX 5070 Ti belastet Stecker und Kabel mit der halben Stromstärke einer RTX 5090, sodass Defekte durch Überhitzung unwahrscheinlich, wenngleich nicht auszuschließen sind. Eine Lösung besteht derzeit nur darin, Grafikkarten mit den "traditionellen" Anschlüssen zu kaufen, wie sie AMD konsequent verwendet und voraussichtlich auch bei der RX-9000-Reihe verwenden wird. PCGH bleibt in dieser Angelegenheit selbstverständlich am Ball.
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Aber Leute, es gibt da gerade auch wieder eine lagernde 5090:
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Nur schlappe 3.399€, da heißt es: schnell zuschlagen!
Hätte mehr von der Karte erwartet.
Für 650€ wäre das sicherlich akzeptabel
1259€ werden aktuell für die günstigste 5070Ti aufgerufen.