Geforce RTX 4090 am Oculink: Bis zu 23 Prozent Performance-Verlust
Mit Oculink soll eine Schnittstelle für externe GPUs bereitstehen - doch wie effektiv ist sie? Ein neuer Test mit einer RTX 4090 beschreibt die erwartbaren Performanceverluste im Timespy-Benchmark.
Der Industriestandard der PCI-SIG "OCuLink" soll als Schnittstelle für externe Grafikkarten fungieren und Thunderbolt 4 ablösen. Ein erster Test über die tatsächliche Leistungsfähigkeit einer so angeschlossenen RTX 4090 an dem Mini-PC UM780 XTX von Minisforum ist bereits etwas mehr als zwei Monate her; nun macht sich auf dem chinesischen Portal Weibo ein weiterer Reviewer an die Möglichkeiten, die mit Oculink zur Verfügung stehen sollen.
Hier hat der Nutzer "金猪升级包" ("Golden Pig Upgrade", wenn man der DeepL-Übersetzung trauen darf) neue Ergebnisse im Timespy-Benchmark sowie der zugehörigen Extreme-Variante auf Weibo veröffentlicht. Als Testsystem diente hier eine nicht näher bestimmte RTX 4090 im Verbund mit einem Laptop, der über einen Intel Core Ultra 5 125H als Prozessor aufweist. Auch eine der neuen RTX 4070 Ti Super wurde per Oculink für weitere Tests angeschlossen.
Die RTX 4070 Ti Super wurde zu diesem Zweck ausschließlich im regulären Timespy-Benchmark getestet und erreicht bei Nutzung eines internen Displays eine Punktzahl von 22.199 Punkten. Die reguläre Desktop-GPU komme hier auf einen Wert von 24.613 Punkten; die Oculink-Schnittstelle "verliert" also gewissermaßen rund 9,8 Prozent der eigentlichen Leistungsfähigkeit. Ein ähnliches Bild zeichnet sich im selben Benchmark bei der RTX 4090, die als gewöhnliche Desktop-GPU auf einen Wert von 36.487 Punkten kommt. Im Gegensatz dazu stehen via Oculink Punktzahlen von 28.230 (internes Display) und 30.429 (externes Display) Punkten, was wiederum einen deutlicheren Verlust in Höhe von 22,6 respektive 16,6 Prozent bedeutet.
Spannenderweise lässt sich dieses Bild nicht im Timespy-Extreme-Parcours bestätigen, der in 4K-Auflösung durchgeführt wird. Hier stehen laut dem Weibo-Beitrag 19.930 Punkte der regulären RTX 4090 zu Buche - die per Oculink angeschlossene Version kommt bei einem externen Display auf einen Wert von 19.925 Punkten; also kaum ein nennenswerter Unterschied. Einzig bei Nutzung eines internen Displays ergibt sich eine Diskrepanz von rund 5,2 Prozent, denn das Ergebnis rutscht hier auf 18.902 Punkte ab.
Quelle: Videocardz via Weibo

Muss sich zeigen, ob solche Geräte Einzelmodelle bleiben, oder sich der Anschluss durchsetzt. Wäre sicher gerade für Mini-PCs interessant. Preis, Kühlung und Lautstärke solcher Lösungen stehen natürlich auf einem anderen Blatt.
Wenn ich mich recht entsinne hatten ETA Prime oder Retro Game Corps auch schon Vergleiche zwischen Betrieb über Oculink und USB4 aufgestellt.
Dadurch kann die relative Leistungsfähigkeit doch gleich schon definiert werden.
Mit einer Anbindung über einen NVME-Slot mit lediglich .3x2 an einem Mini-PC in NUC-Format verliert eine 4090 sogar bald die Hälfte an Leistung im synthetichen Benchmark.
Vor einiger Zeit mal bei Hardwaredealz im lustigen Gamingschrott-Bastelvideo gesehen.
Aber es geht irgendwie, und das reicht ja bald auch schon.
Auch bei der XGP Schnittstelle waren es bei mir immer 10-20% Leistungsverlust.
Das nimmt man aber in Kauf, wenn man einen Kompromiss aus Mobilität und Performance haben möchte, die Grafikleistung für ein Notebook ist trotzdem ungeschlagen.
Ich habe das schöne weiße Amilo Sa Notebook sogar noch hier herumliegen, nur die externe Radeon HD5870 weilt leider nicht mehr unter uns.