Geforce RTX 4090 mit Blower-Kühler getestet - heiß und laut

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Geforce RTX 4090 mit Blower-Kühler getestet - heiß und laut
Quelle: Nvidia

Eigentlich setzt Nvidias Geforce RTX 4090 sowohl im Referenzdesign als auch bei Custom-Modellen auf ausladende Kühler mit mehreren Lüftern. Doch es geht auch anders.

Blower-Kühler mit Radiallüftern waren bei Referenzmodellen von Grafikkarten lange Zeit ein beliebtes Design, sind jedoch nun schon seit einiger Zeit weitestgehend aus der Mode gekommen, auch wenn es beispielsweise bei der RTX 3090 nochmal entsprechende Custom-Karten von Asus und Gigabyte gab.

Auch bei der Geforce RTX 4090 gab es im Dezember einen Bericht über ein solches Exemplar auf dem chinesischen Markt, jedoch gab es seither keine Sichtung in freier Wildbahn. Ein Reddit-Nutzer hat jetzt aber ein entsprechendes Modell ergattert und Benchmarks zur Performance sowie Messungen zu Temperatur und Co. vorgenommen.

RTX 4090 mit unbekannter Herkunft

Dabei handelt es sich offenbar nicht exakt um die gleiche Grafikkarte, wie im Dezember gesichtet, denn auf dem Kühler findet sich hier die Beschriftung "AI Edition" als Morsecode dargestellt. Dabei soll sich auch keine Herstellermarke finden und das Modell in einer weißen Schachtel ohne Logos geliefert worden sein. Die Subvendor-ID im BIOS soll allerdings auf Nvidia verweisen.

Der Reddit-Nutzer "BottleneckEvader", dessen Fachgebiet maschinelles Lernen ist, soll die Möglichkeit zum Kauf der Karte von einem japanischen Anbieter für umgerechnet 2.534,40 Euro erhalten haben. Die Wahl auf das Blower-Modell mit nur 2 Slots Einbaugröße sei unterdessen auch gefallen, da andere Modelle der RTX 4090 mit meist 3 bis 4 Slots zu groß für das verwendete Fractal Design Torrent Nano -Gehäuse sind, so BottleneckEvader.

Laut Videocardz.com könnten hinsichtlich der mysteriösen Herkunft derweil womöglich Nvidias Restriktionen für deutlich teurere RTX-A-Profi-Karten (vormals Quadro) umgangen werden, die eigentlich speziell für Forschung und Entwicklung gedacht sind, und stattdessen im Fall einer Geforce RTX 4090 günstiger angeboten werden.

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Benchmarks, Lautheit und Temperatur

Ausgelesen zeigt die Geforce RTX 4090 mit Blower-Kühler unauffällig anmutende GPU-Z-Daten ohne nennenswerte Überraschungen, wobei das Modell auf 450 Watt begrenzt ist und es auch keine Möglichkeit geben soll, die TDP zu erhöhen. Dabei ist diese Karte aber natürlich wohlgemerkt auch eigentlich nicht zum Übertakten oder Spielen gedacht.

Was die Geräuschentwicklung angeht, so muss bei Nutzung der Karte dem Bericht nach auf ein Headset mit Geräuschunterdrückung gesetzt werden, da die Lüfterdrehzahl auf 5.200 U/Min ansteigt. Die GPU-Temperaturen liegen derweil bei bis zu 82 °C, während der Speicher bis zu 98 °C erreicht. In Sachen Performance kommt sie im 3DMark Time Spy auf 35.908 Punkte mit Standardeinstellungen und auf 36.956 Punkte, wenn sie übertaktet wird (höhere Taktraten, aber der gleiche TDP).

Damit entsprecht sie laut Videocardz.com dem Durchschnitt der vielen verfügbaren Custom-Designs der RTX 4090, der bei etwa 35.978 Punkten im 3DMark-Ranking liegt. Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass es sich um eines der wenigen Modelle mit 16-Pin-Stromanschluss auf der Rückseite handelt, was auch bei EVGAs unveröffentlichtem FTW3-Modell angedacht war, die nie auf den Markt kam.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Hohe Lautstärke kann auch ein gutes Ausstattungsmerkmal sein. Selbst wenn ich geräuschempfindlich wäre, mit Undervolting bzw. nettem Power Limit käme eine solch Karte für mich infrage, zumal ich so etwas nie hatte. Dafür gibt es eine vollwertige Grafikkarte mit niedrigeren Produktionskosten.
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
        Hohe Lautstärke kann auch ein gutes Ausstattungsmerkmal sein. Selbst wenn ich geräuschempfindlich wäre, mit Undervolting bzw. nettem Power Limit käme eine solch Karte für mich infrage, zumal ich so etwas nie hatte. Dafür gibt es eine vollwertige Grafikkarte mit niedrigeren Produktionskosten.
      • Von typ_ohne_namen Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ein bisschen schade finde ich es ja doch, dass es keine Referenzdesigns mehr mit Blower-Kühler gibt. Im Gegensatz zum Aftermarket waren die häufig nämlich überraschend leise und für einige Gehäusesituationen wirklich sinnvoll.
        Die 1080Ti hat zum Beispiel wirklich verhältnismäßig leise 250W weggeschaufelt und war dabei auch noch ein Hingucker im Vergleich zu den ganzen Plastik-Customdesigns.
        Zugute kam der 1080Ti natürlich, dass der DVI-Anschluss da endlich entfallen ist und deutlich mehr Luft durch die Slotblende gedrückt werden konnte. (Die Titan X(Pascal) hatte das noch nicht.) Den Mittelsteg zwischen den beiden Slots raussägen hat bei mir auch nochmal etwas geholfen.

        Dass das mit 450W nicht mehr geht, ist ja klar, aber zumindest für die kleineren Karten bis 250 oder 300W würde ich sowas kaufen.
        Ich traue den Plastik-Blower Karten von den Boardpartnern nur irgendwie nicht die Qualität zu, die das Referenzdesign hatte.

        Trauere der 1080Ti wirklich etwas nach, vor allem hab ich seit Umstieg auf eine RX6800 immer Abstürze in Hell let Loose und Hunt:Showdown.
        Dass man mit dem AMD-Treiber aktuell nicht mal mit dem iPhone gedrehte HEVC-Videos in 4K60 angucken kann ist auch irgendwie sehr peinlich. Da erwischt man sich häufiger auf Mindfactory in der RTX-Rubrik...
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Gut das diese Art Kühler für Spieler längst überwunden wurden, bei Profis denen die Lautstärke egal ist macht das natürlich gar nichts, sind ja keine Leute in den Räumen wo die werkeln. Von daher, ein Artikel den wir nicht beachten müssen.
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