RTX 4060, DLSS 3.0 und die Bandbreite - Performance-Eindruck
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RTX 4060 - Forza Horizon 5
Das erste Beispiel ist Forza Horzion 5. Hier dient uns das Rennen "The Colossus" als Ausgangsbasis. Wir starten - auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, dies platziert uns im Feld möglichst weit hinten - und messen die ersten 120 Sekunden. Dieses Rennen bietet in den ersten Minuten sowohl grafiklastige Dschungelpassagen, CPU-intensive Stadtumgebungen sowie streaminglastig anspruchsvolle Hochgeschwindigkeitspassagen, die mit einigen engen, geschwinden Kurven respektive Kurswechseln einen hohen Datenaustausch begünstigen.
Wir testen die RTX 4060 in Full HD und maximalen Details. Klar, wir könnten an dieser Stelle ein wenig Zurückhaltung üben, doch im Grunde sollte man davon ausgehen können, dass eine aktuell brandneue Grafikkarte aus dem Mittelklasse-Segment Microsofts Xbox-Edelraserei in Full HD in voller Pracht flüssig darstellen können sollte. Das Spiel wird im November zwei Jahre alt und wirklich anspruchsvoll ist das glänzende Arcade-Rennen nicht. Die RTX 4060/8G tritt in diesem Artikel gegen die RTX 3060 Ti an. Diese Karte aus der vorherigen Generation bietet eine prinzipiell gut vergleichbare Performance, kostet mit ab rund 320 Euro ähnlich viel und ist ebenfalls mit 8 GiByte Speicher ausgestattet - allerdings mit voller PCI-E-x16-Anbindung. Macht das neue Ada-Lovelace-Feature DLSS 3.0 den großen Unterschied? In Forza zumindest nicht direkt. Tatsächlich skaliert DLSS 3.0 mit der RTX 4060 außerordentlich unbefriedigend. Von einer "Bildratenverdoppelung" kann hier keine Rede sein.
RTX 4060 - Hogwarts Legacy
Als nächstes Beispiel wählen wir Hogwarts Legacy. Das Unreal-Engine-4-Zauberspiel hat noch immer mit einigen Performance-Problemen zu kämpfen und leidet an etwas unziemlicher Speichervöllerei. Doch lässt sich die Magierakademie mit der RTX 4060 durchaus ansehnlich passieren - zumindest, sofern angehende Zauberlinge beim Raytracing Enthaltsamkeit praktizieren, denn der generell hohe Anspruch des Spiels überfrachtet Nvidias bislang kleinste Grafikkarte der Ada-Lovelace-Abstammung und lässt deren 8 GiByte Speicher überlaufen. Und die Messung mit DLSS 3.0 bietet ein weiteres Indiz, dass der Speicher respektive dessen Mangel sowie die Bandbreite, mit dem dieser angebunden ist, auch Auswirkungen auf die Frame Generation haben könnte - dazu später mehr.
Wir nutzen unsere bekannte 180-sekündige Szene, die uns von den Kellern des Gewächshauses durch die Magierakademie Hogwarts führt, dort durch einige (auffallend streaminglastige) Portale in den anspruchsvollen Innenhof und darauf durch das (ebenfalls sehr streaminglastige) Hauptportal führt. Dort schwingen wir uns auf den Besen, düsen durch die grafiklastigen Umlande sowie, von einem stets auftretenden Ruckler unterbrochen, ein besonders anspruchsvolles Wäldchen und durchqueren schlussendlich - wieder auf Schusters Rappen - das kleine Städchen Hogsmeade, bei dem Grafikspeicher, Streaming und CPU abermals in den Vordergrund rücken. In Full HD mit DLSS Quality und bei Verzicht auf Raytracing liefert die RTX 4060 eine anständige Performance ohne grobe Aussetzer und Auffälligkeiten.
RTX 4060 - Warhammer 40K Darktide
Darktide ist ein weiterer Titel, den wir in der jüngeren Vergangenheit gern zu Testzwecken bezüglich Speicher, aber auch der Frame Generation genutzt haben. Das Warhammer-40K-Left-4-Dead im düsterfinstren Zukunftssetting bietet eine schicke Grafik samt optional umfassender Raytracing-Suite, eine Auswahl Upsampling-Verfahren inklusive DLSS 3.0 sowie eine generell gute Performance. Darktide ist außerdem nicht sonderlich speicherhungrig und lässt sich dahin gehend auch mit etwas weniger dick bepackten Grafikkarten flüssig genießen. Die CPU-Last kann hier und dort allerdings ein wenig in den Vordergrund treten, insbesondere in jenen Momenten, wenn eine Gegnerhorde spawnt. Da sich Level(-starts), Monster-Spawns und weitere Umstände im regulären Spiel beständig ändern, obendrein den Chaosfaktor Multiplayer enthalten und somit reproduzierbare Benchmarks in Missionen nahezu unmöglich machen, müssen wir einen Kompromiss schließen. Benchmarks im Zentralen Hub wären möglich, sind aber wenig repräsentativ - zudem treten an dieser Stelle ab und an Lags oder Rubberbanding-Effekte auf. Da jedoch das Tutorial stets gleich abläuft und recht nahe am eigentlichen Gameplay ist, nutzen wir die ersten 120 Sekunden nach dem Intro des Spiels für unsere Messungen.
Die RTX 4060 macht eine generell gute Figur, zumindest für sich betrachtet. Mit DLSS Quality und ohne Raytracing läuft das Spiel in Full HD durchgehend flüssig und geschmeidig, der Speicher ist ausreichend, der generelle Qualitätseindruck und das Spielgefühl sind gut. Mit DLSS 3.0, Quality-Upsampling und PCI-E 4.0 lässt sich mit der aktuell kleinsten auch Raytracing nutzen, allerdings wird das Spielgefühl merklich träger, die Bildraten sind selbst mit Frame Interpolation nicht sonderlich hoch, der Input an der Maus nicht direkt. Doch prinzipiell könnte man mit der RTX 4060 auch so spielen, bestenfalls allerdings mit noch etwas mehr Detailverzicht, etwa via DLSS Balanced oder in Form etwas verringerter Raytracing-Qualität. Eine "Frameverdoppelung" stellt DLSS 3.0 allerdings auch hier nicht dar.
RTX 4060 - Diablo 4
Blizzards Beute-Action-Rollenspiel ist ein Neuzugang bei diesen Messungen. Das Spiel läuft generell sehr gut, auch auf etwas schwächeren Grafikkarten, ist allerdings speicherhungrig. Zu speicherhungrig für die RTX 4060, wenn wir die optionalen HD-Texturen zuschalten. Diese gieren nach deutlich mehr Grafikspeicher, als die kleine RTX 4060 zur Verfügung stellen kann, sind allerdings auch eher für hohe Auflösungen angedacht. Da wir in Full HD spielen (beziehungsweise: Eigentlich sogar nur in 720p, wenn wir DLSS mit Stufe Quality zuschalten), überlassen wir die HD-Texturen dekadenter ausgestatteten Pixelschubsern. Wir stellen die Texturen auf die Stufe hoch, die restlichen Details maximieren wir jedoch, genügend Grafikpower hat der kleine Chip.
Unsere Messung führt uns von dem Wegpunkt in Cerrigar in Richtung Kyovashad, dabei passieren wir eine Grenze zwischen zwei Biomen, zudem wechselt das Wetter reproduzierbar von Regen zu Schnee und sorgt durch wechselnde Materialeigenschaften sowie Partikelgestöber für zusätzliche Abwechslung. Wir messen nachts, da der von Lichtquellen ausgeleuchtete volumetrische Nebel für eine gewisse Zusatzlast sorgt. DLSS 3.0 skaliert negativ, allerdings wird eine zusätzliche Performance angesichts der generell sehr hohen Bildraten kaum benötigt, insbesondere nicht beim Einsatz von Quality-Upsampling.
RTX 4060 - Cyberpunk 2077 mit Overdrive-Pathtracing
Als Letztes wollen wir dem Pathtracing-Zugpferd Cyberpunk 2077 ein wenig auf den Zahn fühlen. Klar, für eine dermaßen hohe Grafik- und Strahlenlast ist die RTX 4060 nicht wirklich ausgelegt und speichertechnisch außerdem etwas karg bestückt. Doch lässt sich zumindest ein Schnupper-Spielchen wagen, ein kleiner Eindruck von der High-End-Grafik einholen, für welche die teuren Flaggschiffe von Nvidia angedacht sind? Schließlich sollen gerade Techniken wie DLSS und die Frame Generation dabei helfen, dem edlen Strahlenglanz auf die Fps-Sprünge zu helfen.
Um es kurz zu machen: Ja, Sie können mit auch mit der RTX 4060 ein wenig in das Overdrive-Pathtracing von Cyberpunk 2077 hineinschnuppern. Eine wirklich saubere, stabile Performance ist so aber selbst mit DLSS Balanced und mit Unterstützung der DLSS-3.0-Bildinterpolation nicht vollständig drin. Zudem wird die Eingabe sehr träge, wenn die Bildrate (mitsamt interpolierten Frames) unter 60 Fps fällt, beispielsweise in dem kleinen Hof, den wir zu Beginn der Messung durchqueren. Es kommt zudem zu einigen merklichen Leistungseinbrüchen. Einen Eindruck der edlen Pathtracing-Grafik können Sie sich also durchaus einholen, allerdings werden Sie darauf wahrscheinlich wünschen, in eine stärkere Grafikkarte investiert zu haben.
Wie Sie wahrscheinlich schon bei den Messungen mit der RTX 4060 und PCI-E 4.0 erkannt haben, skaliert DLSS 3.0 in vielen Fällen nicht so, wie wir es von anderen, potenteren RTX-4000er-Grafikkarten gewohnt sind. Selbst in den besseren Fällen ist die Frame Generation weit davon entfernt, die Bildraten zu verdoppeln, in einigen Beispielen stagniert die Performance, hier und dort verringert DLSS 3.0 die Bildraten sogar. Um zu erörtern, ob der bereits in Full HD oft knappe 8-GiByte-Speicher der RTX 4060 und vor allem dessen x8-Anbindung für diesen Umstand (mit)verantwortlich sind, stellen wir für die folgenden Messungen in unserem UEFI die PCI-E-Anbindung der Grafikkarte vom PCI-E-4.0- auf den -3.0-Standard um. Falls Sie noch eine ältere PCI-E-3.0-Plattform nutzen und mit einer RTX 4060 liebäugeln: Die nun folgenden Messungen zeigen jene Werte, die Sie besonders interessieren sollten.

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Ich kreide die 8 GB VRAM und PCIe 3.0 8x bei entsprechender CPU-/ Mainboard-Kombination auch oft an, aber der AD107-400 ist derart klein, dass man einfach viele Chips aus einem Wafer holen kann und somit vielleicht Kostenvorteile hat. Selbst AMDs Navi 33 ist signifikant größer und hat eine geringere Packdichte. Nvidia geht zudem etwas effizienter mit der begrenzten Menge an VRAM um.
Die RTX 4060 ist sparsamer beim Stromverbrauch im Vergleich zur RX 7600, dabei aber meist schneller und nur selten etwas langsamer. Raytracing und DLSS sind auch nutzbar.