RTX 4060 - Performance mit PCI-E 3.0
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RTX 4060 - Performance mit PCI-E 3.0

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Dass die PCI-E-Schnittstelle die Performance beeinflussen kann, haben wir in vorhergehenden Tests schon häufiger dargelegt. Auch haben wir schon mehrfach getestet, dass eine x8-Anbindung bei Grafikkarten zu einem empfindlichen Nadelöhr werden kann, zuletzt etwa in unserem Print-Artikel bezüglich Grafikspeicher im Jahre 2023. Diese Umstände treten insbesondere in den Vordergrund, wenn zugleich der Grafikspeicher stark belastet ist und daher verstärkt Daten über die PCI-E-Schnittstelle ausgetauscht werden müssen. Und ist die Bandbreite eng, kommt es zu Verzögerungen, was sich wiederum in Performance-Einbußen übersetzt.

Da auch DLSS 3.0 speicherabhängig ist - es werden zusätzliche Puffer im Grafikspeicher benötigt - ist es außerdem schlüssig, dass sich Speicher- und Bandbreiten-Engpässe auch auf die Frame Generation auswirken. Während es mit einiger Sicherheit auch weitere Umstände auf die Performance der Frame Generation auswirken können, können Sie an dieser Stelle den Einfluss der Bandbreite erkennen. Dieser ist hiermit nahezu zweifelsfrei dokumentiert.

Zum Vergleich die Resultate mit der mit vollen x16 Lanes angebundenen RTX 3060 Ti. Auch diese verliert nach dem Umschalten auf PCI-E 3.0 eine nicht unbeträchtliche Menge an Leistung, zumindest bei einigen Spielen. Besonders auffällig ist dabei Diablo 4, insbesondere beim zusätzlichen Einsatz von DLSS Quality. Grund sind neben den hohen Bildraten - die Berechnungszeiten/Frametimes sind im Schnitt nur 3,6 ms kurz, daher müssen auch die Übertragungszeiten beziehungsweise die Bandbreite, über welche benötigte Daten transferiert werden müssen, entsprechend kurz ausfallen - wohl die trotz nur hoher Qualitätsstufe noch immer schwergewichtigen Texturen, welche den 8-GiByte-Speicher ein wenig überfrachten. Generell steht die RTX 3060 Ti aufgrund ihrer x16-Anbindung aber besser da als die auf PCI-E x8 beschnittene RTX 4060.

RTX 4060: DLSS 3.0 und die Speicherbandbreite - Fazit

Im Grunde ist die RTX 4060 eine solide Full-HD-GPU. Mit nur 8 GiByte Grafikspeicher ist sie etwas schmächtig ausgestattet, was sich hier und dort bemerkbar macht. Ein Beispiel zeigt sich etwa in Form des üblichen, kurzen Rucklers in Forza Horizon 5, der reproduzierbar mit 8-GiByte-Geforces an der immer gleichen Stelle auftritt und auch im Video zu erkennen ist. Diesen Ruckler haben wir bereits in unserem letzten Test zur RTX 4060 TI festgehalten, beim Einsatz der RTX 3060 Ti ist er ebenfalls vorhanden. Die via PCI-E-x8 beschnittene Speicheranbindung ist allerdings sehr ärgerlich und ein Trend, den wir an dieser Stelle einmal großflächig kritisieren möchten: Gerade bei Mittelklasse-Grafikkarten, die generell häufig nicht über die üppigsten Speicherausstattungen verfügen, ist eine beschnittene Speicheranbindung ein doppeltes Handicap. Obendrein sind es wohl am ehesten verhältnismäßig günstige Grafikkarten wie eine RTX 4060 (Ti), RX 7600 oder gar die RX 6600 (XT) letzter Generation, die mit älteren Plattformen gepaart werden. Welche die Grafikkarten respektive deren Speicher im Falle von PCI-E-3.0 um ein weiteres Mal ausbremsen würden. Kein schöner Umstand.

Im Falle der RTX 4060 (etwas weniger deutlich RTX 4060 Ti) hat sich Nvidia mit der PCI-E-x8-Anbindung obendrein ein wenig in den eigenen Fuß geschossen. Die Frame Generation ist wohl DAS Feature, welches die gesamte RTX-4000er-Reihe zu etwas Besonderem, Interessantem und in vielen Fällen Nützlichem macht. Und gerade für Besitzer älterer Systeme, die außerdem noch eine bereits betagte CPU nutzen und weiternutzen möchten, wäre die Frame Generation eventuell eine kleine Offenbarung gewesen - denn, wie etwa hier dokumentiert, DLSS 3.0 kann auch im CPU-Limit die Bildraten erhöhen. Aber eher schlecht, wenn Speicher und Bandbreite bereits ein kritisches Nadelöhr darstellen. Als DLSS-3.0-Grafikkarte ist die RTX 4060 eine Enttäuschung.

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    • Kommentare (81)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von drSeehas Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von belle
        Ab einem Ryzen 3300X / 3500 (nicht G) ... ist PCIe 4.0 nutzbar.
        Das geht schon ab einem Ryzen 3 3100.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Bert2007 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von belle
        Ab einem Ryzen 3300X / 3500 (nicht G) und B550 oder höher ist PCIe 4.0 nutzbar.
        Mit den Boards wurde bereits richtig geschrieben
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von Bert2007
        Nein erst ab Ryzen 3000 gab es 4.0
        Ab einem Ryzen 3300X / 3500 (nicht G) und B550 oder höher ist PCIe 4.0 nutzbar.
      • Von Bert2007 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Ripcord
        Alle AM4 Board bis B450/X470 haben PCIE 3.0. Nur B550/X570 haben PCIE 4.0, egal ob 1600X oder 5800X3D
        Nein erst ab Ryzen 3000 gab es 4.0
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Im Vergleich ist die RTX 4060 leider auch nicht so schlecht, vor allem bis 300€.
        Ich kreide die 8 GB VRAM und PCIe 3.0 8x bei entsprechender CPU-/ Mainboard-Kombination auch oft an, aber der AD107-400 ist derart klein, dass man einfach viele Chips aus einem Wafer holen kann und somit vielleicht Kostenvorteile hat. Selbst AMDs Navi 33 ist signifikant größer und hat eine geringere Packdichte. Nvidia geht zudem etwas effizienter mit der begrenzten Menge an VRAM um.

        Die RTX 4060 ist sparsamer beim Stromverbrauch im Vergleich zur RX 7600, dabei aber meist schneller und nur selten etwas langsamer. Raytracing und DLSS sind auch nutzbar.
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