RTX 3090 Ti Founders Edition Test: Benchmarks
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RTX 3090 Ti Founders Edition Test: Benchmarks

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Die Nvidia Geforce RTX 3090 Ti Founders Edition im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste - Raytracing inklusive.

Wie schlägt sich Nvidias Geforce RTX 3090 Ti Founders Edition in traditionellen Spielen und bei den neuesten Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Referenzkarte durch dieselben, brandneuen Benchmarks gescheucht wie die MSI Suprim X zum Launch. Eine umfassende Abhandlung mit den von PCGH gewohnten Erläuterungen, Spielständen und Videos zu den Grafikkarten-Benchmarks 2022 liefern wir in Kürze als eigenständigen Artikel nach.

GPU-Testsystem 2022

Für den Test der Nvidia Geforce RTX 3090 Ti Founders Edition verwenden wir das erneuerte Grafikkarten-Testsystem. Ein händisch optimierter Core i9-12900K sorgt hier für maximalen Druck "von unten" und sichert somit die Entfaltung selbst der schnellsten Grafikkarten. Zwecks maximaler Spieleleistung deaktivieren wir die Effizienzkerne und investieren die freigewordene Energie in die Performance-Kerne. Letztere laufen konstant mit 5,2 GHz bei 16 Threads via SMT, während der Uncore-Bereich (Ring/Cache) mit 4,9 GHz arbeitet. Damit nicht genug, auch der Arbeitsspeicher ist rasant: Wir setzen auf den Testsieger unseres jüngsten DDR5-Vergleichs, das G.Skill-Kit Trident Z5 RGB F5-6400J3239G16GX2-TZ5RK. Selbstverständlich legen wir auch manuell Hand an und schärfen die Timings. Damit all das stabil läuft, verpflanzen wir die Hardware auf ein potentes Asus ROG Maximus Z690 Apex und kühlen sie via gehabt mithilfe einer modularen Alphacool-Wasserkühlung. Der Hauptgrund für den Umstieg vom X570 nebst Ryzen 9 5950X auf Z690 und Core i9-12900K ist übrigens nicht die Leistung, sondern die Unterstützung für PCI-Express 5.0, welches mutmaßlich von der im 4. Quartal anstehenden, neuen GPU-Generation unterstützt wird.

Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele nach wie vor auf einer PCI-Express-4-SSD im M.2-Format (NVME 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv. Neu gegenüber vorherigen Benchmarks ist Windows 11 anstelle von Windows 10. Alle Details zum System entnehmen Sie der Tabelle.

Prozessor Intel Core i9-12900K (8P-Cores + SMT, keine E-Cores)
Prozessor-Settings OC @ 5,2 GHz via Multiplikator, Uncore/Cache @ 4,9 GHz
Mainboard Asus ROG Maximus Z690 Apex (PCI-Express-5.0-fähig, rBAR/SAM an)
Arbeitsspeicher 32 GiB G.Skill Trident Z5 RGB (2× 16 GiB)
RAM-Takt & -timings DDR5-6400 (32-37-37-92, 2T Command Rate)
Datenträger (primär) Gigabyte Aorus NVME ×4 Gen4 SSD 2TB
Netzteil Fractal Design Ion+ 2 Platinum 860 Watt
Kühlsystem Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation

Bewährte Methodik

Was wir auch testen, jede abgedruckte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein- und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 1.820 und 2.010 MHz, führt das zur Angabe von "~1,95 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes aktuelle Modell.

Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit April 2021 Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2022 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.

RTX 3090 Ti FE: Spiele-Benchmarks

Für den Test der Geforce RTX 3090 Ti Founders Edition präsentieren wir Ihnen die Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Um keine Verwirrung zu stiften, ersetzt dabei die Nvidia Founders Edition die Werte der zuvor verwendeten MSI Suprim X @ Referenz-Spezifikation. Die Unterschiede erläutern wir unter den Balken. Apropos, Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet - auch, um etwas Abwechslung gegenüber dem vorigen Test zu bieten - ist diesmal Ultra HD, das primäre Einsatzgebiet einer High-End-Grafikkarte.

Wer die "alten" mit den neuen Balken vergleicht, wird feststellen, dass die Founders Edition in beinahe jedem Fall leicht bessere Bildraten erzielt als die auf Referenzwerte gesetzte Suprim X. Letztere erreicht über alle Messungen einen Takt-Mittelwert von 1,94 GHz, während die Founders Edition rund 2,00 GHz erreicht (+3,1 Prozent) - bei nominell gleichem Powerlimit. Wir vermuten die gleiche Ursache wie schon bei der originalen Geforce RTX 3090. Auch hier erwies sich Nvidias kompake "V-Shape"-Platine in Kombination mit der vergleichsweise spärlichen Beleuchtung als besonders effizient. Jedes eingesparte (Milli-)Watt wird vom Boost-Mechanismus in Takt umgewandelt. Da der "Deckel" mit 450 Watt konkurrenzlos hoch liegt, überrascht uns die Differenz dennoch, wenngleich sie in keinem Fall fühlbar oder kriegsentscheidend ist.

Davon abgesehen bestätigen die neuen Werte, dass sich die Geforce RTX 3090 Ti in Ultra HD am wohlsten fühlt. Je mehr Pixel, desto besser für sie. Während die RTX 3090 in power-intensiven Spielen wie Cyberpunk 2077, Kena: Bridge of Spirits, God of War und The Witcher 3 ständig mit Drosseln beschäftigt ist, kann sich die RTX 3090 Ti beinahe frei entfalten. Ihr Takt sinkt nur in Ausnahmefällen in Richtung 1,9 GHz und das macht sich bei den Bildraten bezahlt. Das ändert nichts an der Tatsache, dass eine voll ausgefahrene RTX 3090 das Leistungsniveau der RTX 3090 Ti erreichen oder toppen kann.

RTX 3090 Ti FE im Leistungsindex

Wo landet die RTX 3090 Ti Founders Edition im Grafikkarten-Vergleich? Werfen wir zunächst einen Blick auf den Gesamtwert, bekannt als PCGH-Leistungsindex. Dieser verrechnet alle vier Test-Auflösungen. Eine jede fließt zu 25 Prozent ein, es findet also keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben.

Die Geforce RTX 3090 Ti ist und bleibt die 100-Prozent-Messlatte. Diese hängt aufgrund des leicht höheren Takts der Founders Edition aber etwas höher als zuvor. Die echte Referenzkarte erreicht einen um 1,3 Prozent besseren Gesamtwert und schiebt die nächstschnelleren Modelle Geforce RTX 3090 sowie Radeon RX 6900 XT LC unter die 94-Prozent-Marke. Die RTX 3080 Ti landet rechnerisch somit unterhalb von 90 Prozentpunkten, ebenso die Radeon RX 6900 XT mit regulärer Luftkühlung.

Wie bereits mehrfach erläutert, liegt Amperes Stärke auf hohen Auflösungen. Wie sich das auf den Abstand zu den langsameren Grafikkarten auswirkt, dokumentiert der folgende Benchmark. Hier sehen Sie die vier aktualisierten Einzel-Indizes für Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD:

Die wassergekühlte Radeon RX 6900 XT LC schiebt sich in Full HD ohne Mühe an der Geforce RTX 3090 vorbei. Die Balken zeigen jedoch in aller Deutlichkeit, dass Ampere mit steigender Auflösung geringer einbricht und somit spätestens in Ultra HD ungeschlagen ist. Die Geforce RTX 3090 Ti erkämpft sich in der Pixel-Königsklasse einen maximalen Abstand von nunmehr acht Prozent gegenüber der RTX 3090 und immerhin zwölf Prozent gegenüber der RX 6900 XT LC.

RTX 3090 Ti FE: Raytracing-Leistung

Neben dem normalen Leistungsindex haben wir auch die Raytracing-Rangliste renoviert. Wie 2021 haben es 10 Spiele ins finale Ensemble geschafft. Dieses Jahr erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad, vergleichsweise simple Schatten-Spiele wie World of Warcraft weichen der aktuellen Generation mit meist deutlich aufwendigerer Raytracing-Beleuchtung. Dabei legen wir ausdrücklich Wert auf Spielbarkeit, anstatt die teilnehmenden Grafikkarten ohne Rücksicht auf Verluste niederzustrecken. Die Validierung der Einstellungen fand auf Basis der schnellsten Radeon-Grafikkarte statt. Wissend, dass die aktuelle Geforce-Generation einen deutlichen Raytracing-Leistungsvorteil aufweist, steckten wir die Basishürden anhand einer Radeon RX 6900 XT LC ab und aktivieren nach Möglichkeit FSR-Upscaling. Im folgenden Benchmark finden Sie alle bisher ermittelten Ergebnisse vor. In jedem der 10 Spiele können Sie zwischen vier Auflösungen wählen.

Sie wundern sich womöglich über das miserable Abschneiden der Geforce RTX 3080 in Far Cry 6. Hierbei handelt es sich um einen der noch seltenen Fälle, bei denen 10 GiByte nicht für maximale Qualität ausreichen - die Geforce RTX 3080 10GB bricht dementsprechend stark und reproduzierbar ein. Ohne Raytracing genügt die Kapazität hingegen knapp. Das Spiel giert mit dem HD-Texturpaket derart nach VRAM, dass sogar die 16 GiByte einer Top-Radeon eng werden können: In 5K mit Raytracing, in unserem Fall mittels VSR, läuft der Speicher über. Eine Geforce RTX 3090 (Ti) hat dieses Problem zu keiner Zeit, sogar bei 6K-DLDSR genügt der Speicher (maximal 23 GiByte Allokation); hier warten jedoch nur Bildraten im 30er-Bereich. Aus all dem ergeben sich die folgenden Leistungsindizes:

Wenig überraschend kann sich Nvidias Geforce RTX 3090 Ti FE auch beim Raytracing an die Leistungsspitze setzen. Die RTX 3090 rückt hier minimal näher an sie heran, was ein Beweis für die moderate Last unserer Benchmarkszenen ist - für Raytracing-Verhältnisse jedenfalls. Die RX-6000-Modelle sind allesamt weit abgeschlagen.

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  4. Seite 4 RTX 3090 Ti Founders Edition Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Auch an anderer Stelle hat man inzwischen an der Kurve der Ti rumgespielt. (@300W-Limit)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Ich sehe hier journalistischerseits auch viel zu wenig Kritik. Überall wird nur gehyped, dass die Karten 5/10/20% schneller sind, aber es wird fast nur in Nebensätzen davon berichtet, dass man sich die Performance überwiegend durch eine Steigerung der Leistungsaufnahme um 20/30/50% oder noch mehr einkauft. Wie du schon sagst, es wird alles relativiert.

        Der RTX3090FE-Kühler hatte ein Gewicht von ca 2kg über 3 Slots für 350-400W TDP.
        Bin schon gespannt, was die RTX4090 für ein Klopper wird, wenn der Kühler für 600W designt wird.
        Müsste ja dann vom Dreisatz her ein 3kg-Kühler mit ≥4 Slots werden.

        Naja, ist ja irrelevant. Hauptsache man kann AMD um 3FPS schlagen.
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: bin da voll bei dir. 450W alleine für die Graka sind anscheinend aktuell schon gesellschaftsfähig und die kommenden Karten sollen ja noch mehr saufen

        Und dann gibbet es immer noch diejenigen, welche solche immensen Verbräuche relativieren. Frei nach dem Motto, die leisten ja auch mehr und keiner daddelt an 24/7, zudem kann man ja UV betreiben...

        MMn sollte auch PCGHX diese Entwicklung mehr anprangern. Oder wo landen wir dann, bei 1KW nur für die Pixelschubse

        Gruß
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Zitat von BxBender
        5-10% mehr Leistung für 450 statt 350 Watt gegenüber einer non-Ti sind doch eher höchstmögliche Ineffizienz und zeigen einem, wie überdreht das Ding ist.
        Zitat von Medcha
        Verzeihung, aber bei dieser Karte über Effizienz zu sprechen, hmm. Ist die Karte nicht genau NICHT für diese Leute gedacht?? Bei der 3090 TI geht's doch den Käufern um besser, schneller und teurer, nicht um Undervolting. Beim V12 im Auto redet auch keiner davon, wie man mit technischen Kniffen den Verbrauch von 18 auf 12 Liter senken kann. Die Kunden reden über die Leistung und wollen damit prahlen.
        Wenigstens merken es noch einige hier im Forum.
        Die Karte ist das genaue Gegenteil von Effizienz.
        Die ganze Serie ist das Gegenteil von Effizienz.

        Maxwell war mega effizient.
        Pascal war effizient.
        Turing war einigermaßen effizient, man ging aber schon ordentlich über die TGP.
        Ampere ist nur noch Brechstange und mit UV (quasi Pflicht) noch gerade so zu bändigen.

        Die RTX3090Ti holt ihre Leistung nur über die Leistungsaufnahme.
        Wenn man ne RTX3090Ti undervoltet, dann hätte man auch ne RTX3090 übertakten können.
        Kommt etwa aufs gleiche raus, nur kostet erstere 40% mehr.

        Und Lovelace setzt allem Anschein nach nochmal ne fette Schippe drauf.
        Bald werden die TGPs dann mit kW angegeben.
      • Von McZonk Lötkolbengott/-göttin
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Feedback ist immer gerne gesehen, allerdings driften deine Ausführungen langsam doch wirklich weit vom eigentlichen Threadthema ab (Grafikkartentest 3090 Ti). Nutze daher doch bitte entsprechende Stellen, um Themenvorschläge zu platzieren:
        - https://extreme.pcgamesha...
        - Email an betreffenden Fachredakteur ([Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen])

        Daher: Back2topic bitte!
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