RTX 3090 im Test: Produktiv-Benchmarks mit Praxisbezug
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RTX 3090 im Test: Produktiv-Benchmarks mit Praxisbezug

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Die Geforce RTX 3090 im Test mit verschiedenen Real-Life-Anwendungen für Rendering und Design.

Produktiv-Benchmarks

Wie eingangs erläutert, handelt es sich bei der Geforce RTX 3090 um keine reine Gaming-Grafikkarte, sondern auch um einen verhältnismäßig günstigen Beschleuniger "sinnvoller" Dinge. Das lässt vor allem Kreativschaffende aufhorchen, welche ihren Rechner für Rendering, Videobearbeitung und Design nutzen. Wir lassen daher eine alte Tradition neu aufleben und testen einige Anwendungen, welche im Laufe der Jahre für die Berechnung auf Grafikchips angepasst wurden. Selbst wenn Sie derartige Programme nicht verwenden, könnten Sie die Ergebnisse interessieren, denn faktisch lässt sich eine Grafikkarte kaum besser ausfahren als mit Apps, welche jedes Rechenwerk sinnvoll einspannen. Mittlerweile sind nicht mehr nur die Floating-Point-Einheiten produktiv nutzbar, sondern im Falle einer Turing- oder Ampere-Grafikkarte neuerdings auch die Tensor- und RT-Kerne. Wir haben uns einige Programme am Markt angesehen sowie im Pool aus verfügbaren Samples/Szenen bedient. Herausgekommen ist eine erste Selektion an Anwendungs-Benchmarks, welche wir in Zukunft ausbauen und verfeinern werden. Zum Aufwärmen ein paar synthetische Werte, um die Grundleistung der Arithmetik-Einheiten kennenzulernen:

Blender

Blender kennen viele Anwender nur als Benchmark-Tool, tatsächlich steckt jedoch viel mehr dahinter. Es handelt sich um eine vielseitige Rendering-Suite, welche in Open-Source-Kollaboration weiterentwickelt wird. Die hohe Beliebtheit rührt auch daher, dass Blender völlig kostenlos ist. Wer Modelle oder ganze Szenen am Rechner erstellt, für den gilt: Zeit ist Geld. Da kann es sich durchaus lohnen, viel Geld in eine Grafikkarte zu investieren, die wesentlich schneller sichtbare Ergebnisse auf den Bildschirm rendert. Seit Version 2.81 geht das noch hübscher, denn Blenders "Cycles" getaufter Renderer wartet nun mit einer experimentellen Implementierung von Nvidias OptiX-API auf, mit der sich RTX-Raytracing vergleichsweise rasant berechnen lässt. Ab Version 2.83 lassen sich sogar die Tensor-Kerne für das Denoising einspannen - etwas, das Nvidia vor zwei Jahren auch für Spiele ankündigte, das jedoch bis heute ausnahmslos durch Compute Shader und ALU-seitiger Berechnung gelöst wird.
Nvidia Geforce RTX 3090 alias 'BFGPU' im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (1) Quelle: PC Games Hardware Nvidia Geforce RTX 3090 alias "BFGPU" im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (1)
Wir vergleichen, was Anwender am meisten interessiert: die Renderzeit einer spezifischen Szene. Je kürzer, desto besser. Die Werte offenbaren nicht nur, dass die OptiX-Schnittstelle mit Abstand die beste Wahl (bei einer Geforce) ist, sondern auch, dass Ampere signifikant schneller zu Werke geht als Turing und andere Grafikkarten. Dabei kommen zum einen die bekannten sechs Szenen aus dem Open Data Benchmark zum Einsatz, welche automatisch berechnet werden. Zudem nutzen wir die Szene "JunkShop", fixieren dort Frame 200 und die Tiefenunschärfe bei 10.00 und lassen die Szene per Druck auf die F12-Taste rendern. Wir geben jeweils die Zeit an, die benötigt wird.
Nvidia Geforce RTX 3090 alias 'BFGPU' im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (2) Quelle: PC Games Hardware Nvidia Geforce RTX 3090 alias "BFGPU" im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (2)

*Die Grafikkarten mit nur 8 GiB Speicher sind nicht in der Lage, den JunkShop zu rendern und stürzen mit einer Fehlermeldung ab.

Octane Render

Der Octane Render fristet eher ein Nischendasein. Laut den Entwicklern von Otoy ist Octane Render der weltweit erste und schnellste GPU-beschleunigte, Unbiased (mathematisch korrekte), physikalisch korrekte Renderer. Vereinfacht gesagt ist Octane eine GPU-Render-Engine, die eine Methode zur Berechnung der endgültigen gerenderten Bilder verwendet, welche darauf abzielen, fotorealistisch zu sein - ähnlich wie Arnold, aber mit GPU-Technologie. Genutzt wird dafür die CUDA-Schnittstelle, es wird also zwingend eine Nvidia-Grafikkarte benötigt. Der Clou ist, dass das Rendern eines Bildes mithilfe der Tensor- und RT-Kerne innerhalb der RTX-30- und RTX-20-Grafikkarten beschleunigt werden kann.

Da Octane auf Basis bestimmter vorgerendeter Presets sehr speicherlastig ausfällt, finden Sie in den einzelnen Benchmarks nicht jede Grafikkarte vor. Insbesondere "4Heads", als "Large Memory Benchmark" bezeichnet, fällt in diese Kategorie. Octane bietet neben der (hauptsächlichen) Nutzung von schnellem Videospeicher auch die Möglichkeit an, "out-of-Core" in den Arbeitsspeicher auszulagern. Die Benchmarks fanden daher auf einem System mit satten 128 GiB DDR4-3600-Speicher statt. Dennoch gelang es uns bei Grafikkarten mit weniger als 10 GiByte VRAM nicht, 4Heads zu rendern. Dieses Beispiel sollte Ihnen klar machen, dass viel Speicher für das Arbeiten am PC einen ganz anderen Stellenwert als beim Spielen hat.
Nvidia Geforce RTX 3090 alias 'BFGPU' im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (4) Quelle: PC Games Hardware Nvidia Geforce RTX 3090 alias "BFGPU" im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (4) Kommen wir zu den Benchmarks: Mithilfe eines Skripts rendert Octane das Bild einmal ohne Tensor- und RT-Kerne und einmal mit. Dabei wird gemessen, wie viele Millionen Samples pro Sekunde berechnet wurden. Diesen Wert geben wir schließlich in den Benchmarks an. Natürlich gucken GTX-10-Karten und die ebenfalls Pascal-basierende Titan Xp dabei in die Röhre, da sie über jene Kerne nicht verfügen. Wir geben den Wert trotzdem an, damit Sie einen Vergleich haben.

*4Heads belegt mit der RTX 3080 und 2080 Ti über 80 GiB Arbeitsspeicher (!) und bricht zusammen.

DaVinci Resolve 16

Es gibt einige Videobearbeitungsprogramme am Markt, für diesen Vergleich haben wir uns jedoch speziell das technisch fortschrittliche DaVinci Resolve von Black Magic Design herausgepickt. Die Software ist als eingeschränkte Version kostenlos erhältlich. Die kostenpflichtige Version ist um Funktionen wie HDR-Colorgrading sowie firmeneigene Plug-ins erweitert. DaVinci Resolve 16 ist die einzige Lösung, welche Videoschnitt, Farbkorrektur, visuelle Effekte und Audiopostproduktion in 8K auf Profi-Niveau in einer Software kombiniert. Mit einem einzigen Klick schalten Sie direkt zwischen Schnitt, Farbe, Effekten und Audio hin und her. Egal ob Sie als Künstler auf sich selbst gestellt sind oder in einem größeren Team kollaborativ arbeiten, Sie werden schnell merken, warum DaVinci Resolve das Standardtool für die Postproduktion im High-End-Bereich ist. Daneben eignet sich das Programm auch prima als Benchmark - perfekt für unsere Testläufe.
Nvidia Geforce RTX 3090 alias 'BFGPU' im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (3) Quelle: PC Games Hardware Nvidia Geforce RTX 3090 alias "BFGPU" im Test: Titanischer Alleskönner für 1.500 Euro (3) Zum Einsatz kommt die Version 16.2.7 als Pre-Release, denn nur diese kann Ampere ansprechen und effizient nutzen. Um die GPU-Leistung zu bewerten, exportieren wir bestimmte Videos mit jeweils zwei Presets, einmal "YouTube" in Full HD und einmal "H.265 Master", Letzteres beschleunigt durch den Nvidia-Treiber in UHD (und damit praktisch gleichschnell). Angegeben wird jeweils die Zeit, die zum Exportieren benötigt wird.

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    • Kommentare (240)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Yep, SWJ Fallen Order muss uns auf jeden Fall bei der Index-Revision verlassen. Mit Ampere und RDNA 2 ist das einfach nicht mehr schön.

        MfG
        Raff
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Yep, SWJ Fallen Order muss uns auf jeden Fall bei der Index-Revision verlassen. Mit Ampere und RDNA 2 ist das einfach nicht mehr schön.

        MfG
        Raff
      • Von Esenel Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Spricht nix dagegen, hau raus. Metro skaliert hier jedenfalls bestens, keine Spur von Limitierung. Aber mal sehen, eventuell wagen wir zur Version 1.1 des Index 2020 noch den Schritt zu "Extreme"-Qualität, bevor das dann über zwei Jahre alte Spiel im Index 2021 in Rente geht. Bisher war das keine gute Idee, da ältere GPUs Metro Exodus in den hohen Auflösungen nicht wirklich gut schultern.

        MfG
        Raff
        Du hattest Recht bzgl Metro Exodus.
        Gleiches Ergebnis hier.
        Control auch.

        Aber Star Wars. Da wird gut was liegen gelassen :-O
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        avg 24 FPS mehr.
        P1 21 FPS mehr.

        Nun wirds Zeit für Community Benchmarks

        VG und einen schönen Abend.
      • Von RedDragon20 BIOS-Overclocker(in)
        Abwarten.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Mit diesem Gehype wird die Enttäuschung groß sein.
      • Von sandworm Software-Overclocker(in)
      Direkt zum Diskussionsende
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