New World: Ursache für defekte RTX-3090-Grafikkarten laut EVGA gefunden
EVGA will die Probleme von Geforce RTX 3090-Grafikkarten im Zusammenhang mit dem Amazon-MMO New World mittlerweile ausgemacht haben. Erneut unterstrich man dabei, dass es nicht an der Lüftersteuerung lag.
Der Start der Beta von Amazons MMO New World im Juli sorgte für großen Wirbel. Nicht aber aufgrund des Spielinhalts, sondern weil das Spiel für das vorzeitige Ableben von Grafikkarten sorgen könne. Insbesondere die hochpreisigen Geforce-RTX-3090-Grafikkarten standen dabei im Mittelpunkt, unter denen vornehmlich EVGA-Modelle mitunter mit einem Knall ihren Dienst vorzeitig und endgültig quittierten. Die Aufregung war groß, auch wenn man als Außenstehender kaum beurteilen kann, welche Stückzahlen hinter so einem Vorfall stehen.
Während sich Amazon um Beschwichtigung bemühte, legte der Hersteller zügig ein Austauschprogramm auf, tauschte betroffene Grafikkarten aus und begab sich auf die Fehlersuche. Die scheint mittlerweile abgeschlossen. Zumindest nannte nun ein Sprecher des Unternehmens gegenüber PC World auf Nachfrage konkrete Gründe für die Problematik.
So sei eine unsaubere Verarbeitung als Ursache ausgemacht worden. Eine Röntgenanalyse des Herstellers ergab demnach, dass die Lötung um die MOSFETs bei betroffenen Grafikkarten qualitative Mängel aufwies. Darüber hinaus erklärte man, dass ausschließlich Geforce RTX 3090-Grafikkarten und von diesen auch nur eine kleine Charge betroffen sei. EVGA selbst sei in Besitz von "zwei Dutzend" solcher funktionsuntüchtiger Karten. Zwar nannte EVGA keine konkreten Zahlen, bezifferte die Menge an betroffenen Karten aber immerhin mit unter einem Prozent der insgesamt ausgelieferten Geforce RTX 3090-Grafikkarten. Die zuvor in Verdachte geratene Lüftersteuerung schloss EVGA bereits Anfang August aus, wir berichteten. Auch dieses Mal betonte man abermals, dass die nicht ursächlich für die Ausfälle sei.
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Bei New World besserte Amazon ungeachtet davon zwischenzeitlich nach und deckelte die Framerate in Ladebildschirmen sowie Menüs. Ob die Entwickler mittlerweile auch gänzlich andere Probleme ausräumen konnten, dürfen sich Spieler bereits in wenigen Tagen anschauen. Am 9. September startet die Open Beta des MMO.


Wurde davon was gesagt das das auch (mit) behoben wurde/wird? Würde mich interessieren sonst würde ich eine ASUS/MSI 1080 Ti nehmen!
Ich habe andauernd mit solchen Problemen zu kämpfen, die dann manchmal niemand erklären kann.
Es ist also durchaus plausibel, dass mal plötzlich eine Charge fehlerhafter Teile vom Rollband fallen.
Und der Faktor Mensch kommt auch noch hinzu, wenn der seine Finger im Spiel hat und vielleicht so etwas dann bei der Qualitätssicherung einfach übersieht.
Normalerweise zeigen sich solche Probleme auch schneller, als "die Grafikkarte rennt bei 1000fps".
Auch in einer Serienfertigung sind alle Teile sicherlich sehr ähnlich, aber nicht identisch. Zu Toleranzen und Einflussfaktoren wurde ja auch schon was geschrieben. Das muss nicht heißen, dass man seine Fertigung nicht im Griff hat- es gehört bei Serienfertigungen nunmal zu Geschäft dazu. Feldausfälle sind sicherlich der "Supergau" für die QS...aber sie passieren auch den Besten. Egal was gefertigt wird.
Ich hatte auch noch keine einzige Grafikkarte, die keinen "QC OK" Sticker hatte.
Der QC geht schnell und bringt die Karten auf Nominalbedingungen, unter denen sie normalerweise arbeiten.
Alternativ kommen die Karten auf einen Nadeltester, der alle Lötstellen (bzw. speziell dafür gedachte Kontaktflächen) von unten kontaktiert und durchmisst - mit Backplates natürlich nicht zu machen.
Wie man bei den AMD Grafikkarten Fails von ASUS sieht, hilft das auch nicht immer.
100% Checks machen bei GPUs sehr viel Sinn. Ein 100% Check aller Karten ist deutlich günstiger, als ein erhöhtes Fehleraufkommen im Feld mit hoher RMA Quote.
Allerdings ist ein 100% Check auch kein Test an den extremen Performancegrenzen.