Verfügbarkeit von Geforce RTX 3080 & Co.: Die Preise steigen ins Absurde
Eigentlich könnte man meinen, die Verfügbarkeit bei Geforce RTX 3080 & Co. könnte nicht schlechter werden, doch die Realität ist eine andere. Die Preise explodieren aktuell, die Situation im Handel ist katastrophal.
Schon am Montag hatten wir darüber berichtet, dass die Verfügbarkeit der aktuellen Grafikkarten-Generationen (Radeon wie Geforce) weiter schlimm bleibt. Doch es gibt immer noch Steigerungen.
Verfügbarkeit: Schlimmer als schlimm
PCGH hatte die Verfügbarkeit der RTX-30-Serie seit Jahresbeginn drei Wochen lang engmaschig begleitet. Die Quintessenz: Nicht alles war schlecht. Die RTX 3090 beispielsweise war relativ gut verfügbar und das zu Preisen, die nicht weit weg von der unverbindlichen Preisempfehlung waren - zumindest bei einigen Modellen. Auch die RTX 3070 war noch halbwegs gut verfügbar, wenn auch zu tendenziell steigenden Kursen. Bei der RTX 3060 Ti und der RTX 3080 war aber wenig zu holen - schon im Januar. Dieser Trend hat sich im Februar verschärft, bei der RTX 3070 und 3090 sogar umgedreht. Die Verfügbarkeit beider Karten ist dramatisch gefallen und die Preise sind "als Ausgleich" (Vorsicht: Ironie) dramatisch gestiegen. Auch wenn es nur Momentaufnahmen sind, so ging es bei der RTX 3070 (UVP: 520 Euro) in den letzten vier Wochen um rund 25 Prozent nach oben (lieferbar aktuell ab 989 Euro!), bei der RTX 3090 sind es sogar um die 50 Prozent (lieferbar ab 2.299 Euro). Und dabei schauen wir nicht einmal auf so Exoten wie die Zotac Gaming Geforce GTX 1660 SUPER Twin Fan, die aktuell für 1.291 Euro angeboten wird - das ist kein Scherz. Die Marktsituation ist eine Katastrophe, vorsichtig formuliert.
Preisentwicklung Gainward GeForce RTX 3070 Phantom GS
Preisentwicklung PNY GeForce RTX 3090 XLR8 Gaming Revel Epic-X RGB Triple Fan Edition
1.000 Euro für eine RTX 3070 im Endkundenmarkt, das sind verrückte Preise. Und auch wenn der Vergleich hinken mag, so mancher denkt dabei wohl an den kommenden Aldi-PC Medion Erazer Engineer X10. Dieser kostet 1.499 Euro - und bietet nicht nur eine (unbekannte) RTX 3070, sondern einen vollwertigen Gaming-PC mit Core i7-10700 (ohne K), 32 GiByte RAM, 1.024 GByte SSD und In-Win-Gehäuse mit Glasfenster. Nun ist es natürlich naiv zu glauben, dass Medion seine Karten im Endkundenmarkt einkauft. Von daher ist ein Vergleich der Preise relativ witzlos. Genauso naiv ist es aber zu glauben, dass Aldi mit dem Erazer Engineer X10 keinen Gewinn macht. Aus lauter Nächstenliebe dürfte der PC nicht für den Preis angeboten werden. Es ist also zumindest für PC-Bauer durchaus möglich, sich nennenswerte Stückzahlen von Grafikkarten für eine PC-Serie zu sichern, um damit konkurrenzfähige Angebote zu schnüren. Da hat der Endkunde aktuell auf jeden Fall einen Nachteil.
Wird die Situation bei der Geforce RTX 3060 besser? Der Einsteiger-Ampere sagte man schon zur Ankündigung nach, zu interessant für Kypto-Miner zu sein. Uns liegen Informationen vor, wonach manche Boardpartner gar nicht erst damit planten, Endkunden zu bedienen. Sondern gleich die Ware fürs Schürfen von Ether und Co. bereitzustellen. Von diesen Plänen dürfte auch Nvidia Wind bekommen haben, kurz vor dem Launch der RTX 3060 gab man bekannt, die Hash-Rate künstlich zu beschränken. Bei den anderen Geforce-RTX-30, die schon am Markt sind, dürfte das nicht so einfach umzusetzen sein.
Der Markt ist kaputt. Die Stimmung ist sogar so schlecht, dass PCGH schon auf Youtube für neue Grafikkartentests regelrecht angefeindet wird. Wie beim folgenden Test der Gigabyte RX 6900 XT. Ob das noch gesund ist?


Die Miner bringen einen kurzzeitigen positiven Effekt mit sich, da sie den Markt leer kaufen und somit bei den Herstellern und Zwischenhändlern für Rekordumsätze sorgen, können aber auf die Dauer dann für einen beachtlichen Schaden sorgen, wenn in Zukunft die Haupteinnahmequelle, also die verärgerten und entäuschten Gamer, abspringen.
Aber wo ist das Problem. Einfach warten. Wie bereits weiter oben gesagt. Aufrüsten kann lange warten. Angeschmiert sind eigentlich nur die, die noch keinen PC haben, oder denen die GraKa abgeraucht ist.
In dem Zusammenhang wäre es vllt. sogar zu überlegen die eigene Karte leicht zu drosseln, damit sie möglichst lange hält???
Aktuell wäre angemessen die neu produzierte Karten per Hersteller Bios Update unbrauchtbar fürs Mining zu machen.
und ich meine nicht die 3060er.
Können davon ausgehen das die Situation noch viel schlimmer wird. denn der Bitcoin legt gerade erst los.
Das "Problem" der Gamer, dass sie aktuell keine GPU's bekommen, ist für Nvidia und AMD allerhöchstens ein Luxus Problem.
Aber denke so traurig werden die Hersteller nicht sein, wenn ihnen ihre Karten vor der Nase weggekauft werden!
Mit einer GTX 980Ti funktioniert noch alles und das wird sich wohl auch in den nächsten 3-4 Jahren wohl nicht ändern.
Problematisch wird es, wenn ein Spiel rauskommt, das man sehr gerne zocken möchte. Ich will FC6 zocken und zwar möglichst schon gestern. Nicht umsonst habe ich die CE vorbestellt.
Aber du hast recht: Nachdem mittlerweile auch die Gebrauchtpreise explodiert sind, tun Hardware-Ausfälle richtig weh. (980 Ti für 320 Euro? Welches Jahr haben wir eigentlich? Selbst im November hat man die noch für die Hälfte bekommen. Wenn das so weiter geht, müssen wir die Redaktion in einen Tresorraum verlegen.)