Geforce RTX 3060: Nvidia reduziert Hash-Leistung um 50 Prozent und kündigt CMP-Produkte an
Nvidia reagiert auf das Problem, das Krypto-Mining auf dem Markt für Gaming-Karten verursacht. Die Geforce RTX 3060 wird um 50 Prozent in ihrer Hash-Leistung gedrosselt. Sie soll so uninteressant für Miner werden und dem Gaming-Markt zur Verfügung stehen. Mit CMP-Produkten will man spezielle Mining-Karten auf den Markt bringen.
Spieler hatten in der Vergangenheit immer wieder ungeliebte Gegner. Killerspielrethoriker, Jugendschutzwächter und aktuell die Krypto-Miner. Die sorgen für zusätzliche Anspannung am Grafikkartenmarkt, denn bei den aktuellen Kurssteigerungen lohnt es sich fast mit jeder Grafikkarte, die digitale Währung zu schürfen. Farmen setzen sogar auf Laptops, weil dedizierte Grafikkarten fehlen. Bislang wurde das auch von weitestgehend allen Chip- und Grafikkartenanbietern geduldet, weil sie die Karten mit guter Marge und ohne Garantie-Querelen verkauft bekommen.
Bis jetzt, denn Nvidia hat für den Launch der Geforce RTX 3060 angekündigt, dass man die Hash-Rate der Karte künstlich beschränkt. Sie soll so für Miner unattraktiver werden und damit erhofft man sich, dass mehr Karten für das Gaming-Segment übrig bleiben. Das bedeutet aber auch, dass man mit seiner Gaming-Karte nicht sinnvoll selbst Kryptogeld schürfen kann. Konkret wird die Hash-Rate der RTX 3060 halbiert. Wie, das verrät Nvidia nicht - hoffentlich auch, um die Maßnahme wasserdicht zu halten, denn der Eingriff erfolgt softwareseitig über den Treiber.
Für das Mining will Nvidia künftig spezielle Karten bereitstellen, die den Zusatz CMP haben (Cryptocurrency Mining Processor). Die CMP-Karten bekommen einen speziellen Treiber ohne 3D-Funktion, haben niedrigere Kernspannung und damit einhergehend eine niedrigere Frequenz, verzichten auf Displayausgänge und werden über spezielle Partner vertrieben. Ziel ist es von Nvidia, so die angespannte Lage auf dem Gaming-Markt zu entzerren. Ob das gelingt, zeigt nur die Zeit.
Denn eines darf man auch nicht vergessen: Nvidia macht das nicht nur aus Liebe zum Gaming. Das hört man wahrscheinlich nicht gerne, aber für jeden nachvollziehbar ist, dass die vielen Gefores in Mining-Rigs eine Gefahr für Nvidia sind. Sollte sich der Kryptokurs negativ entwickeln, werden die Rigs aus Farmen in aller Welt schnell ausgemustert und der Markt mit billigen, gebrauchten Karten überschwemmt. Das gefährdet künftige Verkäufe. Nvidia stellt also mit dem CMP-Karten auch sicher, dass sie in Zukunft nicht auf dem Gebrauchtmarkt für Gamer auftauchen.
Warum Nvidia nun ausgerechnet mit der Geforce RTX 3060 startet (und ob weitere Karten folgen), darüber kann man im Moment nur spekulieren. Es ist nachvollziehbar, dass man die Lage seit Herbst letzten Jahres erst einmal sondiert hat - Mining-Booms gab es schon mal und sie enden auch wieder. Für den Moment hält das Thema aber an und scheint absehbar nicht zu enden. Die Karte dürfte für 320 Euro sicher den Mainstream der Gamer ansprechen und die Marge bei der Geforce RTX 3060 aus ökonomischer Sicht so aussehen, dass man den Luxus der Hash-Reduktion auch den Aktionären gut verkaufen kann. Ob die Maßnahme auch für weitere Karten folgt, ist derzeit ungewiss.
Quelle: Nvidia
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. Wie kann ich mir auch anmaßen nicht nur eine andere, sondern sogar eine komplett gegenteilige Meinung als deine zu äußern. Absolut unerhört. 

Natürlich werde ich mich ab jetzt vornehmst zurücknehmen, damit du dich in deiner Blase weiterhin wohlfühlst
Oh, sorry, kurz dachte ich du hättest was interessantes beizutragen. Nix für ungut...
Natürlich werde ich mich ab jetzt vornehmst zurücknehmen, damit du dich in deiner Blase weiterhin wohlfühlst
Generell hast du natürlich nicht unrecht dass man in der Regel die Umsetzung und nicht den Algo angreifen wird.
Aber die kann halt beliebig komplex werden. Wenn der Bootloader der GPU, welcher in echtem ROM liegt, nur ein signierte BIOS annimmt und dieses BIOS per Heuristik Mining Belastungen erkennt: Wo greifst du da an?
Reine Treiberlösungen scheitern daran dass PCs noch nicht verpflichtend ein TPM haben, aber wenn der GPU Bootloader genau diesen Root of Trust bietet wird es schon knifflig.
Absolute Zustimmung von mir!